Tipps vom interreligiösen Fachschaftsrat Theologien

WELCHE UNTERSTÜTZUNGSANGEBOTE UND HILFESTELLUNGEN BIETET EURE FACHSCHAFT FÜR ERSTSEMESTER?

Wir sind jederzeit für Euch per Mail erreichbar und antworten zeitnah auf Eure Fragen. In Zeiten ohne Corona-Pandemie haben wir außerdem eine wöchentliche offene Sprechstunde, in der Ihr Eure Fragen loswerden könnt. Altklausuren oder alte Prüfungen können wir Euch leider nicht anbieten, da Prüfungen in der Theologie oft individuelle Themenabsprachen haben. Wir können Euch aber gerne helfen und Euch weiterverweisen an Stellen, wo Euch geholfen werden kann.

WAS SIND TYPISCHERWEISE HERAUSFORDERUNGEN IM ERSTEN SEMESTER IN EUREM STUDIENGANG/ STUDIENFACH UND WIE KÖNNEN STUDIENANFÄNGER*INNEN SIE MEISTERN?

In den ersten Semestern müsst Ihr einige Grundkurse bestehen, die mit einem erhöhten Lernaufwand verbunden sind, weil dort die Grundlagen für Euer ganzes Studium gelegt werden. Wir empfehlen, nicht alle Grundkurse gleichzeitig zu belegen, sondern sie über die ersten 2-3 Semester zu verteilen, damit der Workload nicht zu hoch wird. Wenn Ihr Lehramt GyGe oder Komparative Theologie studiert, müsst Ihr außerdem 1-3 Altsprachen nachweisen. Die machen nochmal einiges an Extraarbeit und erfordern ein gutes Zeitmanagement. Erfahrungsgemäß schafft man das aber gut, wenn man sich gut organisiert. Vor allem raten wir davon ab, mehrere Altsprachen parallel zu belegen, weil man das oft nicht schafft. Genaueres erläutern wir euch im Einzelfall gerne per Mail oder persönlich.

WELCHE TIPPS HABT IHR FÜR STUDIERENDE, DIE IM ERSTEN STUDIENJAHR SIND?

In den Grundkursen könntet Ihr überlegen, ob Ihr kontinuierlich jede Woche den Lernstoff zusammenfasst. Dann wird’s vor dem Abschlusstest nicht mehr so viel zum Wiederholen sein. Ihr solltet nicht zu viele Grundkurse gleichzeitig machen und Euch überlegen, ob Ihr die Prüfungslast im ersten Semester ein bisschen runterfahrt (z. B. nur 1-2 Prüfungen pro Fach), damit Ihr in Ruhe an der Uni ankommen könnt. Außerdem: keine Angst vor Professor*innen haben. Ein gewisses Maß an Respekt ist in den ersten Semestern normal (und später natürlich auch noch), aber auch Eure Profs sind nur Menschen und freuen sich oft über Eure Rückmeldungen und Fragen. Traut Euch.

WELCHE TIPPS GEBT IHR ERSTSEMESTERN, DIE VOR IHRER ERSTEN KLAUSUR ODER HAUSARBEIT STEHEN?

Die Institute für Evangelische und Katholische Theologie bieten verschiedene Unterstützungen für die ersten Prüfungen an. Oft geschieht das in Form von Tutorien, die von Studierenden aus höheren Semestern gegeben werden. Die können Euch dabei helfen, den Stoff zu wiederholen und können Euch wertvolle Tipps zum Wissenschaftlichen Arbeiten geben. Darüber hinaus bietet das evangelische Institut eine Studienberatung an. Die Einrichtung einer Stelle zur Unterstützung in der Propädeutik (Propädeutik bedeutet die Einführung ins Wissenschaftliche Arbeiten) ist geplant – zum aktuellen Stand könnt Ihr euch an uns oder an Eure Dozierenden wenden.

WELCHE VORBEREITUNGS- BZW. LERNSTRATEGIEN KÖNNT IHR ERSTSEMESTERN EMPFEHLEN?

Oft hilft es, wenn man – insbesondere in den Grundkursen – jede Woche kontinuierlich die Vorlesungsfolien zusammenfasst. Dadurch hat man den Lernaufwand über das Semester verteilt und es ist am Ende nicht allzu viel Stoff, den man lernen muss. Für die Altsprachen empfehlen wir Euch, Euch in Eurem Sprachkurs eine Lerngruppe zu organisieren. Das Lernen von Altsprachen kann über einzelne Strecken langatmig und vielleicht auch frustrierend sein und die Lerngruppe hilft dabei, Euren Lernerfolg und damit auch die Motivation (und vielleicht sogar den Spaß!) zu erhöhen.

WAS MACHT IHR GEGEN PRÜFUNGSSTRESS BZW. UM BESSER MIT PRÜFUNGSSTRESS UMZUGEHEN?

Wir empfehlen, den Dozierenden früh zu kommunizieren, wenn bei Euch Prüfungsangst vorliegt. Dann können sie sich drauf einstellen und eventuelle Reaktionen von Euch besser interpretieren. Außerdem empfehlen wir, möglichst früh mit der Prüfungsvorbereitung zu beginnen, weil man so genug Zeit hat, um in Ruhe allen Stoff zu lernen.
Darüber hinaus gibt es Angebote der Zentralen Studienberatung zur Reduzierung von Prüfungsstress, die Ihr gerne in Anspruch nehmen könnt. (Anmerkung: Weitere Infos dazu findest Du hier!)

WELCHE PRÜFUNGSFORMEN SIND IN EUREM STUDIENFACH DIE GÄNGIGSTEN?

In unseren Studiengängen kommen alle drei klassischen Prüfungsformen vor (also Klausuren, Hausarbeiten und mündliche Prüfungen).

MÜNDLICHE PRÜFUNGEN SIND FÜR VIELE STUDIERENDE EINE GROSSE HERAUSFORDERUNG: WENN DIESE PRÜFUNGSFORM IN EUREM STUDIENGANG VORKOMMT, WELCHE TIPPS HABT IHR FÜR EURE KOMMILITON*INNEN?

Das Institut für Evangelische Theologie bietet ein Tutorium zur Vorbereitung auf mündliche Modulabschlussprüfungen an. Wir empfehlen Euch vor Eurer ersten mündlichen Prüfung, dieses Tutorium zu besuchen. Ihr bekommt dort wertvolle Tipps zur Prüfungsvorbereitung und zur Formulierung eurer Prüfungsthesen. Es empfiehlt sich außerdem, möglichst frühzeitig ein Thema abzusprechen, damit Ihr Euch in Ruhe auf die Prüfung vorbereiten könnt.

MIT ZEITDRUCK UMGEHEN: WIE BEREITET IHR EUCH AUF PRÜFUNGEN VOR, DIE IN EINEM MONAT, EINER WOCHE ODER EINEM TAG ANSTEHEN?

Wenn die Prüfung in einem Monat ist, dann ist es sinnvoll, möglichst jeden Tag 1-2 Stunden dafür zu arbeiten. Man kann beispielsweise die Literatur zusammenfassen und Lernlisten schreiben. Dabei kann man versuchen, den Stoff möglichst kompakt und übersichtlich zusammenzuschreiben. In der Woche vor der Prüfung kann man mit den fertigen Lernlisten weiterlernen und farbig markieren, welche Inhalte für welche Prüfungsthese wichtig sein könnten. So strukturiert man den Stoff anhand der Thesen nochmal. Am letzten Tag vor der Prüfung empfiehlt es sich, höchstens noch eine allerletzte Wiederholung zu machen – wenn überhaupt. Wir empfehlen Euch am letzten Tag vor der Prüfung auszuspannen – sofern einen das nicht völlig nervös werden lässt 😉 .

WIE BEHALTET IHR BEI VIELEN PRÜFUNGEN IN EINEM SEMESTER DEN ÜBERBLICK?

Alle Prüfungen bunt und gut sichtbar in den Kalender eintragen. Zu Beginn des Semesters eine Übersicht über die qualifizierten Teilnahmen und die Prüfungsleistungen anlegen, die abgelegt werden sollen.

WIE PLANT MAN AM BESTEN DAS STUDIUM BZW. DEN STUDIENVERLAUF? WELCHE ASPEKTE MÜSSEN DABEI BEACHTET WERDEN?

Wenn Ihr Altsprachen lernen müsst, empfehlen wir, dass Ihr parallel zu den Altsprachen nicht allzu viele Kurse macht. Ein normales Pensum ist neben den Altsprachen für die meisten Studis nur mit erheblichem Aufwand und Stress möglich. Ansonsten solltet Ihr in den Theologien nicht mehr als 1-2 Prüfungen pro Semester ablegen. So verteilt es sich recht gleichmäßig über Eure Studienzeit. Ihr könnt Euch außerdem schon früh im Studium über Auslandssemester informieren. Wir haben ERASMUS-Partnerschaften mit Universitäten in Griechenland, Schweden, Rumänien, Japan und mehr. Ihr könnt übrigens unabhängig von Eurer studierten Theologie eine ERASMUS-Uni auswählen, d. h., wenn Ihr Katholische Theologie studiert, stehen Euch auch die ERASMUS-Partnerschaften der Evangelischen Theologie offen und umgekehrt!

Bildquelle: ZSB Universität Paderborn

Textquelle: Fachschaftsrat Theologie Universität Paderborn

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