Studi-Interviews: Praxiserfahrungen sammeln im Praktikum

In unserer neuen Beitragsserie stellen wir Dir Studierende der Uni Paderborn vor, die auf verschiedenen Wegen Praxiserfahrungen gesammelt haben: Durch Praktika in verschiedenen Arbeitsbereichen, als Studentische Hilfskräfte oder im Rahmen einer Werksstudententätigkeit. In Interviews berichten die Studis über ihre Erfahrungen, die sie dadurch für ihr Studium und in Bezug auf ihre Berufsorientierung sammlen konnten.

Veranstaltungsmanagement in der Kulturbranche, Erwachsenenbildung, Verlagswesen oder doch beim Film? Wer Kulturwissenschaften studiert, dem stehen die verschiedensten Berufsmöglichkeiten offen. Oftmals wissen Studierende jedoch während des Studiums noch nicht sicher, was und wo genau sie mit ihrer Studienrichtung später einmal arbeiten können und möchten. Praktika sind eine gute Möglichkeit, potentielle Berufsfelder kennen zu lernen und wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln. Im ersten Interview erzählt Jenny, Studentin der Linguistik im 7. Semester, von ihren Erfahrungen im Praktikum bei einer Online-Lernplattform.

In welchem Semester hast Du ein Praktikum gemacht und wie lange ging es?

Ich habe in der vorlesungsfreien Zeit zwischen dem 6. und 7. Semester ein zweimonatiges Praktikum gemacht.

In was für einem Unternehmen warst Du und wie hieß die Bezeichnung der Praktikumsstelle?

Das Unternehmen ist ein Start-Up, welches online eine Lernplattform für Schüler*innen und Studierende bietet. Die Bezeichnung hieß „Content Creator und SEO Internship“

Wie sah so ein Arbeitstag bei Dir aus? Was waren Deine Aufgaben?

Das Praktikum war komplett online und abgesehen von einigen festen Meetings konnte ich mir die Arbeitszeit frei einteilen. Die ersten Wochen habe ich Artikel mit Erklärungen für den Deutschunterricht geschrieben. Manchmal sind Schulbücher nicht selbsterklärend oder die Erläuterungen des Lehrpersonals dazu sind nicht ausreichend, sodass die Schüler*innen Schwierigkeiten haben, die Themen zu verstehen. Daher ist es wichtig, in ergänzenden Materialien verständliche Texte zu schreiben und die Themen somit zugänglicher zu machen. Dazu gab es von dem Unternehmen bestimmte Vorgaben, die eingehalten werden mussten und es war wichtig, dass die Inhalte so gestaltet sind, dass die Artikel bei der Suche möglichst als erstes Suchergebnis den Nutzenden erscheinen. Sobald ich einen Artikel fertig hatte, wurde er von jemand anderem geprüft. Man bekoam den Artikel dann zurück und musste ggf. Korrekturen durchführen. Zusätzlich mussten digitale Karteikarten und Übungen zum Thema erstellt werden, weswegen ich mir auch dazu Fragen ausgedacht habe, mit denen die Schüler*innen das Thema verinnerlichen konnten. Nach einigen Wochen bin ich ins SEO-Team gekommen. Dort habe ich dann die Vorarbeit für die anschließende Artikelerstellung gemacht, indem ich bestimmte Wörter recherchiert habe, die im Zusammenhang mit dem Artikelthema wichtig sind.

Inwiefern konntest Du Inhalte Deines Studiums in das Praktikum mit einbringen? (z.B.: Kenntnisse bestimmter Theorien, Modelle, Programmierung oder eine bestimmte Sprache, etc.)

Bei den Lernartikeln war es von Vorteil, bestimmte sprachliche Zusammenhänge aus dem Studium zu kennen. Da ich für Schüler*innen geschrieben habe, mussten die Erklärungen zwar einfach, aber auch präzise genug sein, um ihnen eine Hilfe fürs Lernen zu sein. Ohne vorheriges Wissen aus dem Studium wäre es wahrscheinlich schwieriger geworden. Während meiner Zeit im SEO-Team waren Englischkenntnisse wichtig, da die Anleitungen auf Englisch formuliert waren und in den Meetings englisch gesprochen wurde. Das gesamte Team bestand aus vielen verschieden Nationalitäten, die von der ganzen Welt aus gearbeitet haben. Englisch war also in manchen Teams auch die Arbeitssprache.

Inwiefern hat Dich das Praktikum in Bezug auf Deine beruflichen Ziele weitergebracht? (Hat es Deinen Vorstellungen entsprochen? Konnte es Dich überzeugen, später in dem Beruf zu arbeiten? Oder hat es dir aufgezeigt, welche weiteren Qulifikationen, z.B. Weiterbildungen für den Beruf wichtig wären?)

Ich hatte vorher keine Vorstellung davon, was man im SEO-Bereich genau macht. Umso mehr hat es mir Spaß gemacht zu sehen, was für Prozesse im Hintergrund alles ablaufen müssen, damit eine Internetseite bei den ersten Suchergebnissen landet. Auch die Erstellung der Artikel hat mir gefallen, da ich mir selbst aussuchen konnte, zu welchem Schulthema ich etwas erklären möchte. Insgesamt konnte mich die Stelle davon überzeugen, nach meinem Studium in diesen Bereichen zu arbeiten bzw. mich gerade mit dem SEO-Thema noch näher zu beschäftigen.

Konntest Du etwas Neues lernen? (z.B. Einblick in Programmierung, SEO, Videobearbeitung etc.)

Bei der Suchmaschinenoptimierung habe ich mit einigen Ranking-Tools gearbeitet. Bei der Artikelerstellung musste ich zwar kein Programm oder Ähnliches verwenden, aber ich habe viel Inhaltliches gelernt. Ich habe mir Themen ausgesucht, die ich interessant fand, aber ich musste mich auch erst einmal in verschiedenen Quellen einlesen, um das Thema vom Kern auf verständlich und schüler*innengerecht erklären zu können. Das ist manchmal nicht ganz leicht gewesen, war aber sehr interessant.

Bildquelle: ZSB Paderborn

Interview mit dem Zentrum für Rechtschreibkompetenz

Was ist das Zentrum für Rechtschreibkompetenz (Orthografie@UPB) und welche Angebote gibt es?

Das Zentrum für Rechtschreibkompetenz ist eine Einrichtung der Universität, die kostenlose Workshops und Beratungen für Studierende anbietet, die ihre Kenntnisse im Bereich der deutschen Rechtschreibung und Grammatik auffrischen oder ausbauen möchten. Auch Hilfestellungen bei der formalen Gestaltung von Haus- und Abschlussarbeiten (korrektes Literaturverzeichnis, korrektes Zitieren, …) gehören zu unseren Angeboten.

Mit welchen Fragen kann man in die individuelle Beratung kommen?

Da gibt es keine Einschränkungen – egal ob Fragen zur Kommasetzung, zur Harvard-Zitierweise oder zur korrekten Groß- oder Kleinschreibung eines Wortes: Mit allen Fragen rund um die Themen Orthografie und Formalien sind die Studierenden aller Fakultäten bei uns richtig! Wir bieten auch die Möglichkeit an, uns 2 bis 3 Seiten eines Textes zur Korrektur zuzuschicken. So können Studierende ihre Fehlerschwerpunkte erkennen und gezielt daran arbeiten.

Bietet ihr auch in den Semesterferien Kurse an?

Ja, wir bieten alle unsere sechs Workshops sowohl im Semester als auch in den Semesterferien an. Außerdem können auch in den Semesterferien Beratungstermine vereinbart werden. Dabei achten wir darauf, dass wir sowohl digitale Angebote als auch Präsenzangebote schaffen, damit alle Studierenden vom Zentrum für Rechtschreibkompetenz profitieren können.

Gibt es Zertifikate, die man bei euch erwerben kann?

Ja, wir bieten seit dem Wintersemester 2018/19 das Rechtschreibzertifikat an. Dafür durchläuft man alle Workshops des Zentrums für Rechtschreibkompetenz und dokumentiert Erfahrungen und Erkenntnisse begleitend in einem Portfolio. Das Portfolio sollte ein Reflexionsbericht sein, also eine Art Dokumentation, was man Neues gelernt hat usw. Abschließend wird der Kenntnisstand in einem kurzen Abschlusstest überprüft. Als Nachweis über die Weiterbildung erhält man dann sein persönliches Rechtschreibzertifikat.

Ist es möglich, sich eure Kurse für das Zertifikat UPB+ anrechnen zu lassen?

Ja, auch wir sind bei UPB+ dabei! Unsere Veranstaltungen lassen sich in „Säule 3: Fachkompetenz“ anrechnen.

Bildquelle: ZSB Universität Paderborn

Studium mit Beeinträchtigung

KENNST DU DAS AUCH? 

Hast Du gesundheitliche Beschwerden, die im Studium zusätzliche Herausforderungen darstellen? Wünscht Du Dir Unterstützungsmöglichkeiten oder möchtest Du Dich über Hilfen informieren? Oder möchtest Du Dich gerne mit anderen Studierenden über persönliche Erfahrungen austauschen?

Ein Studium ist nicht für jede*n gleich. Studierende können unterschiedliche gesundheitliche Beeinträchtigungen haben, die sichtbar, aber auch nicht sichtbar sein können. Beeinträchtigungen können beispielsweise sein: 

  • chronische Erkrankungen wie z. B. Rheuma, Diabetes, Morbus Crohn
  • Teilleistungsstörungen wie z. B. Lese- und Rechtschreibstörungen und Rechenschwäche
  • Bewegungsbeeinträchtigungen
  • psychische Erkrankungen wie z. B. Depression, Angststörungen oder
  • Seh-, Hör- oder Sprechbeeinträchtigungen

Die Universität Paderborn ist bemüht, Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung in ihrem Studium so zu unterstützen, dass sie gleichberechtigt und selbstbestimmt studieren können. 

Klar ist, unabhängig davon um welche gesundheitlichen Beschwerden es sich handelt, es können besondere Umstände sein, die besondere Unterstützung erfordern. Hier ist ein kleiner Überblick über Unterstützungsmöglichkeiten: 

INCLUSIVER STUDITREFF: GESPRÄCHSRUNDE FÜR ALLE!

  • Hast Du Lust Dich mit anderen Studierenden über das Studium (mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen) auszutauschen und möchtest neue Leute kennenlernen?

Der Inclusive StudiTreff ist organisiert von der Zentralen Studienberatung und dem AStA-Sozialbüro und offen für Studierende aller Studiengänge und Fachrichtungen. In einer lockeren und vertraulichen Gesprächsrunde mit Studierenden (mit und ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen) kannst Du neue Kontakte aufbauen und Erfahrungen über das Studieren mit und ohne sichtbare Beeinträchtigungen austauschen. Oft gibt es ein Tagesthema, zu dem man kurze Vorträge hört oder man macht angeleitete Entspannungsübungen oder schaut gemeinsam einfach nur einen Film. Der inclusive StudiTreff findet zurzeit aufgrund der aktuellen coronabedingten Situation online statt! Schau mal vorbei und tausch Dich aus!


SERVICESTELLE STUDIUM MIT BEEINTRÄCHTIGUNG: BERATUNG FÜR BEHINDERTE UND CHRONISCH KRANKE STUDIERENDE!

  • Benötigst Du Unterstützung im Studium oder möchtest Du Dich über die Hilfen an der Uni Paderborn informieren?

Die Servicestelle bzw. die Beauftragte für Studierende mit Behinderung beraten Studieninteressierte und Studierende zu verschiedenen Themen wie z.B. die Aufnahme und Durchführung des Studiums, technische oder personelle Unterstützung, Nachteilsausgleich bei Prüfungen, Studienfinanzierung und Studienassistenz. Weitere Infos findest Du hier!

STUDIENFINANZIERUNG: WER FINANZIERT EIGENTLICH WAS?

  • Du möchtest wissen, für welche Bedarfe Du finanzielle Unterstützung beantragen kannst und welche Kostenträger dafür in Frage kommen könnten?

Studierende mit Beeinträchtigungen haben häufig zusätzliche Finanzierungsfragen. Regelmäßige Unterstützung, medizinische Versorgung, Therapien usw. lösen häufig zusätzliche Kosten noch neben der eigentlichen Studienfinanzierung aus. Manchmal kommt es auch vor, dass das Studium (regelmäßig) aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden unterbrochen werden muss, sodass das Studieren in Regelstudienzeit aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist. Dadurch fallen ebenfalls zusätzliche Kosten an. Wenn es zu finanziellen Schwierigkeiten kommt, gibt es verschiedene Kostenträger, die die Finanzierung des Lebensunterhalts sowie behinderungsbedingte Unterstützungsbedarfe bezahlen. An dieser Stelle ist es manchmal schwierig herauszufinden, welcher Kostenträger welche Art von Kosten (anteilig) übernimmt. Wichtig ist also, sich zeitnah darüber zu informieren, welche Kostenträger es gibt und welche Kosten sie übernehmen. Beratung zu dem Thema bieten die Sozialberatungs- und Studienfinanzierungsberatungsstellen der Studierendenwerke. Weitere Infos findest Du hier!


STUDIENWAHLORIENTIERUNG: PASST DER STUDIENGANG/ DAS STUDIENFACH ZU MIR?

  • Welche Anforderungen gibt es im Studium und welche Unterstützung gibt es für behinderte und chronisch kranke Studierende?

Den richtigen Studiengang/ das richtige Studienfach zu finden ist gar nicht mal so einfach. Während die einen schon in der Grundschule ihren Traumberuf vor Augen haben, sind sich manche andere noch nicht ganz über ihre beruflichen Ziele klar. Reflektiere über Deine Wünsche, Ziele und persönliche Situation. Du möchtest herausfinden, ob Dein Wunschstudiengang oder Studienfach an der Uni Paderborn zu Dir passt und Deine Erwartungen mit der Realität übereinstimmen? Teste Dein Wissen mit dem Erwartungscheck! Du kannst Dich im Vorfeld auch schon zu den Anforderungen in Deinem Studienfach auf Dich zukommen könnten und welche Unterstützungsangebote die UPB Dir bieten kann. 


CAMPUSUNI PADERBORN: ERKUNDE DEN BARRIEREFREIEN CAMPUS

Du möchtest das Gelände auf dem Campus und die (kurzen) Entfernungen zwischen den Gebäuden ausprobieren? Oder möchtest Du wissen, wie Du barrierefrei zur Mensa, zur Sporthalle oder zu den Seminarräumen kommst? Die Servicestelle Studium mit Beeinträchtigungen begleitet Dich bei Deinem Erkundungen des barrierefreien Campus, führt Dich durch die Universität und zeigt die kürzesten Wege, Rampen und Aufzüge, reservierte Plätze in Hörsälen, behindertengerechte Toiletten usw. für Rollstuhlfahrende.



NACHTEILSAUSGLEICHE

Enge Zeitpläne und verbindliche Abgabefristen für den Leistungsnachweis können für Studierende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen ein zusätzliches Hindernis darstellen. Um den Druck zu nehmen und die Leistungen trotzdem erbringen zu können, gibt es die Möglichkeit des Nachteilsausgleiches. Dieser stellt keine Vergünstigungen der Leistungen dar, sondern soll Chancengleichheit gewährleisten. Einen Antrag kannst Du stellen, wenn Du z.B. eine chronische Krankheit hast aufgrund der Du das Studium nur eingeschränkt fortführen kannst. Der Nachteilsausgleich wird individuell an Deine Situation angepasst. Es ist z.B. möglich, dass die Art der Prüfungsleistung geändert werden kann oder dass Du bestimmte technische Hilfsmittel zur Verfügung gestellt bekommst. Um den Nachteilsausgleich situationsgerecht umzusetzen, ist es nötig, dass Du Dein Anliegen mitteilst und einen Antrag auf den Nachteilsausgleich stellst. Wie das funktioniert, findest Du auf der Seite des ZSB. Dort findest Du auch ausführlichere Informationen und kannst Dich an die zugehörigen Ansprechpartnerinnen wenden. Alle Gespräche sind natürlich streng vertraulich.


STETS INFORMIERT BLEIBEN: NEWSLETTER DES DEUTSCHEN STUDIERENDENWERKS!

Die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) veröffentlicht regelmäßig Newsletter mit Tipps und Informationen rund um das Studium mit Behinderung. Wenn Du regelmäßig über Änderungen informiert sein möchtest, lohnt es sich, hier vorbeizuschauen.

Bildquelle: ZSB Universität Paderborn

Praxiserfahrungen sammeln im Studium

KENNST DU DAS AUCH?

Unternehmen betonen immer wieder, dass Praxiserfahrungen das wichtigste Kriterium bei der Bewerberauswahl sind. Wichtig ist, dass die Praxiserfahrung zu den Studieninhalten passt und für die Stelle relevant ist, auf die man sich bewirbt. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Praktika, Nebenjobs, Ehrenämter, Mitarbeit bei studentischen Initiativen uvm. In diesem Artikel verraten wir Dir wichtige Anlaufstellen zur Orientierung und zur praktischen Mitarbeit.


Praxiserfahrungen sammeln auf dem Campus

In Abhängigkeit des Studienganges oder des beruflichen Ziels kann die Mitarbeit in folgenden Bereichen wertvolle Praxiserfahrungen bringen:

Marketing, BWL und mehr…

Irgendwas mit Medien…

Hochschulpolitisch engagieren…

  • Mitglied in Gremien und Kommissionen (Senat, Bibliotheks-Kommission, IMT-Kommission u.Ä.) 
  • StuPA, AStA oder Fachschaftsrat

In Forschung und Lehre mitarbeiten…

  • SHK-Stelle in Fakultäten und Einrichtungen 

An der UPB gibt es noch weitere studentische Initiativen und Hochschulgruppen, die ständig auf der Suche nach neuen Mitgliedern sind. Eine Vielzahl der genannten Gruppen stellt sich regelmäßig im Wintersemester beim „Markt der Möglichkeiten“ im Haupteingang vor. Ihr findet Sie aber größtenteils auch hier auf dem Blog unter “Freizeit und ehrenamtliches Engagement”.


Praxiserfahrungen sammeln im Unternehmen

PRAKTIKA

Allgemeine Informationen zum Thema Praktikum findest Du auf den Seiten der ZSB. Studiengangsspezifische Informationen, unter anderem zur vorgesehenen Länge eines möglichen (Pflicht-)Praktikums, findest Du auf den Detailseiten im Studienangebot A-Z. Die genaue Dauer gibt die Prüfungsordnung des jeweiligen Studienfachs vor. Viele Unternehmen setzen aber auch eine Mindestdauer voraus, meistens zwischen drei und sechs Monaten. Das garantiert Dir einen intensiven Blick in die Tätigkeiten und oftmals auch darüber hinaus. Schließlich soll Dir das Unternehmen die Möglichkeit geben, selbstständig zu arbeiten oder ein eigenes kleines Projekt umzusetzen. Oftmals ist es auch von Vorteil, mehr als nur das Pflichtpraktikum zu absolvieren. 

  • Im Job- & Karriereportal des Career Service findest Du Angebote zu Praktika für verschiedene Studiengänge und Berufsrichtungen. Spezielle Angebote im kulturwissenschaftlichen Bereich findest Du hier.  
  • Auch ein Praktikum unterliegt bestimmten Anforderungen und Gesetzen. Ab wann Dein Praktikum vergütet werden muss und wann Du Anspruch auf den Mindestlohn hast, kannst Du hier auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales nachlesen.
  • Informationen zur Krankenversicherung oder worauf Du im Praktikumsvertrag achten solltest, findest Du hier zusammengefasst.

GAP YEAR

Denkbar ist auch ein Gap Year im Übergang vom Bachelor zum Master. In dieser Zwischenzeit (die auch kein ganzes Jahr umfassen muss) kannst Du z.B. im Rahmen eines längeres Praktikums oder einer Werksstudent*innentätigkeit wertvolle Praxiserfahrung sammeln und tiefer in ein bestimmtes Berufumfeld eintauchen. Passende Angebote findest Du:

  • auf den Seiten des Jobportals oder des AStA
  • im Veranstaltungsprogramm des Career Service, wo Du auch erste Kontakte zu Unternehmen knüpfen kannst
  • auf Karrieremessen (z.B. LOOK IN), wo Du in Kontakt zu Unternehmen aufbauen kannst
  • oder auf verschiedenen Jobmessen, z.B. von Xing

JOBBEN

  • Erste Eindrücke eines potenziellen Arbeitsbereichs erhältst Du in Form von Werkstudentent*innenätigkeiten oder 450€-Jobs. Das Jobportal des Career Service bietet eine Vielzahl von offenen Stellen an.
  • Achte darauf, dass die Art des Beschäftigungsverhältnisses sich ggf. auf Dein BAföG und Deine Krankenversicherung auswirkt. Die dazugehörigen genauen Regelungen hat Dir das Studierendenwerk zusammengefasst.

EHRENAMT

Ehrenamtliche Tätigkeiten werden in vielen Unternehmen gerne gesehen. Es zeigt nicht nur, dass Du bereit bist, etwas zu tun (und das in den meisten Fällen ohne dafür bezahlt zu werden), sondern auch, dass Dir das Wohl Anderer am Herzen liegt. Ein umfangreiches Angebot an ehrenamtlichen Stellen in verschiedenen Bereichen findest Du hier:

TIPP: Die meisten Initiativen der UPB bestätigen Deine Teilnahme und Engagement im Upb+ Zertifikat. Schau doch mal nach, unter welcher Kompetenzsäule Deine favorisierte Initiative aufgelistet ist.

PRAXISPROJEKTE 

  • In den Workshops und Lehrveranstaltungen (studiengangsabhängig!) von TecUp kannst Du nicht nur praktische Erfahrung sammeln, sie unterstützen Dich auch, falls Du Dich über Unternehmensgründung informieren möchtest und begleiten Dich auf Deinem Weg. Auch wenn Du Interesse daran hast, Start-ups kennen zu lernen und ggf. dort arbeiten möchtest, ist das eine gute Adresse.
  • Der Career Service bietet jedes Semester das Programm „Karrieresprungbrett Praxis“ an, in welchem man an einem individuellen Projekt bei einem regionalen Unternehmen arbeitet. Hier kannst Du Dein Wissen aus dem Studium direkt umsetzen, erste Kontakte knüpfen und die Projektarbeit als Referenz in Deinen Lebenslauf hinzufügen. 


Finde Deinen Platz: Beruflich orientieren und Ziele finden

  • Falls Du noch keine Vorstellung hast, in welche Berufsrichtung Du nach dem Studieum gehen willst oder in welchem Bereich Du Dein nächstes Praktikum absolvieren könntest, solltest Du Dich mit möglichen Tätigkeitsfeldern zu Deinem Studiengang vertraut machen. Der Career Service stellt Dir dafür im Karriereguide u.a. einen Überblick über mögliche Tätigkeitsfelder innerhalb der verschiedenen Fachbereiche der UPB zur Verfügung. Beispielsweise speziell für Kultur- und Geisteswissenschaftler*innen.
  • Auf Portalen wie dem Berufe.TV der Arbeitsagentur oder watchado findest Du Filme bzw. Videostories zu verschiedenen Berufsfeldern und individuelle Erfahrungsberichte von Berufspraktiker*innen.
  • Wenn Du schon eine Vorstellung von einem Job hast und checken möchtest, ob sich Deine Vorstellungen bewahrheiten, kannst Du mit Hilfe der PIE-Methode in Kontakt mit Berufserfahrenen treten und wertvolle Informationen sowie Einschätzungen zu dem jeweiligen Berufsfeld einholen.
  • Passend dazu findest Du im Artikel “Wie finde ich den passenden Arbeitgeber?” wichtige Hinweise, worauf Du bei der Suche, z.B. nach einer passenden Praktikumsstelle, achten solltest.
  • Im Veranstaltungsprogramm des Career Service stellen sich außerdem regelmäßig verschiedene Unternehmen und ihre Tätigkeitsfelder vor.

Wenn Du Erfahrungsberichte von Studierende der UPB zum Thema Praxiserfahrung lesen möchtest, dann solltest Du diese Kategorie im Auge behalten – demnächst erscheinen hier einige Interviews mit Praktikant*innen, SHKs, etc., die von ihren jeweiligen Tätigkeiten berichten.

Bildquelle: ZSB Universität Paderborn

Fachschaft Elektrotechnik – Mach mit!

WER SEID IHR?

Wir sind Studierende der Elektrotechnik, Computer Engineering, Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Elektrotechnik und Electrical Systems Engineering.

WAS SIND EURE AUFGABEN?

Unsere wichtigste Aufgabe ist es, euch bei Fragen oder Kritik zum Studium oder Veranstaltungen als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Weiterhin vertreten wir euch in den unterschiedlichsten Gremien wie z.B. dem Fakultätsrat oder dem Institutsvorstand. Wir führen jedes Semester die Veranstaltungskritik durch und planen diverse Veranstaltungen, wie zum Beispiel die O-Woche, Feuerzangenbowle, Spieleabende, …

WELCHE ANGEBOTE HABT IHR?

Unsere öffentliche Ratssitzung findet wöchentlich am Dienstag um 13 Uhr in P1.5.16.1 statt, bei der ihr gerne dazukommen könnt. Außerdem treffen wir uns regelmäßig zum Spieleabend oder Stammtisch, wobei ihr weitere Informationen und Veranstaltungen auf unserer Website findet. In unserem Fachschaftsraum könnt ihr nicht nur lernen und Freunde treffen, sondern auch Kaffee, Bier, Softdrinks und Süßigkeiten erwerben.

WIE UNTERSTÜTZT IHR STUDIERENDE?

Für die Studierenden im ersten und zweiten Semester finden wöchentlich mehrere Tutorien in Mathe und Elektrotechnik im Lernzentrum Elektrotechnik statt. Als Prüfungsvorbereitung für alle Semester bieten wir eine umfangreiche Sammlung an Altklausuren und Prüfungsprotokollen zum Ausleihen an.

WARUM LOHNT ES SICH BEI EUCH MITZUMACHEN?

Bei uns bekommt ihr weitgehende Einblicke in die organisatorische Ebene der Uni und in die Hochschulpolitik. Außerdem habt ihr mit uns die Möglichkeit die Interessen der Studierenden zu repräsentieren, indem wir diverse Gremien wie Prüfungsausschüsse oder Berufungskommissionen besetzen.

WAS LERNT MAN BEI DER FACHSCHAFTSARBEIT?

Man lernt, dass Verantwortung zu übernehmen und Veranstaltungen zu planen nicht nur anstrengende, bürokratische Abläufe sind, sondern dass es Spaß macht, sich als Team für die Studierenden zu engagieren.

WAS SOLLTE MAN IM STUDIUM AUF JEDEN FALL MACHEN?

Ihr solltet uns auf jeden Fall mal in der Fachschaft besuchen kommen, egal ob für Altklausuren, zur Ratssitzung oder um etwas mit Kommilitonen zu trinken! 

WAS MACHEN EHEMALIGE STUDIERENDE EURES STUDIENGANGS JETZT? HABT IHR KONTAKT ZU ALUMNI?

Ehemalige kommen uns gerne in der Fachschaft besuchen oder zu Veranstaltungen wie dem Stammtisch oder der Feuerzangenbowle und stehen dann für entspannte Gespräche zur Verfügung.

WOLLT IHR EUREN KOMMILITON*INNEN NOCH ETWAS MIT AUF DEN WEG GEBEN?

Wir wünschen euch viel Erfolg und Spaß am Studium! Nehmt euch eine Pause vom Stress, besucht uns in der Fachschaft und nutzt unsere Angebote!

Bildquelle: Fachschaft Elektrotechnik

PIE- Methode

KENNST DU DAS AUCH?

Du hast eine Vorstellung von einem Beruf, doch weißt nicht genau, ob diese auch zutrifft? Oder Du bist Dir unsicher, welche Fähigkeiten Du neben dem akademischen Abschluss noch mitbringen solltest? Vielleicht möchtest Du auch etwas über die Zugangswege und mögliche Entwicklungschancen in einem Beruf erfahren. Eine Möglichkeit, mehr Klarheit über verschiedene Berufsfelder und deren Anforderungen und Perspektiven zu gewinnen, ist die PIE-Methode. 

Was ist die PIE-Methode?

PIE steht für „Probieren“, „Informieren“ und „Entscheiden“ und ist eine Methode, mit der Du anhand verschiedener Fragen das Wichtigste zu dem jeweiligen Beruf herausfindest. Dabei suchst Du Dir Personen, die diesen Beruf ausüben und stellst ihnen in Form eines Interviews die entsprechenden Fragen. Dabei ist es wichtig, dass Du – wenn möglich – mehrere Personen interviewst, da jede*r eine andere Sicht auf die wichtigsten Dinge in seinem/ihren Job hat und sie anders bewertet. Was für die eine Person als sehr positiv wahrgenommen wird, wird jemand anderes vielleicht eher negativ auffassen. Um Dir ein umfassendes Bild zu machen und auch, um Dir selbst eine Meinung zu bilden, ist es daher vorteilhaft, mehrere Personen mit Erfahrung in diesem Beruf zu befragen. Wenn Du niemanden persönlich kennst, kannst Du versuchen, Dich in Deinem Umfeld zu informieren, ob jemand jemanden in dieser Berufsrichtung kennt und Dir den Kontakt vermitteln kann. Oder Du versuchst, über Karriereportale wie Linkedin/Xing passende Ansprechpartner*innen zu finden. Natürlich kannst Du auch in der AStA-Jobbörse oder bei Job-Teaser nach Inspiration suchen oder den Career Service kontaktieren. 

Welche Fragen stelle ich?

Die PIE-Methode besteht aus sieben Fragen, die Du natürlich beliebig ergänzen kannst. Mach Dir während des Gespräches am besten Notizen, damit Du diese für die weiteren Gespräche nutzen kannst. Diese können Dich auch dabei unterstützen, zu einem späteren Zeitpunkt die wichtigsten Informationen nochmal durchzugehen und Dir bei der Entscheidung helfen. 

1. Wie sind Sie zu dem Job gekommen?

Frag Deine*n Gesprächspartner*in, welche Ausbildung oder welchen Studiengang sie*er gemacht hat bzw. ob diese für ihren*seinen jetzigen Job relevant gewesen sind. Oftmals gibt es auch Möglichkeiten des Quereinstiegs und eine bestimmte Ausbildung ist gar keine Voraussetzung. Manchmal kommt man auch über Umwege an einen Job, der inhaltlich ganz anders ist als der Ausbildungsberuf bzw. das Studium. 

2. Was gefällt Ihnen an dem Job besonders gut?

Mit dieser Frage kannst Du schon viel über die Struktur des Berufes herausfinden. Wird alleine am PC gearbeitet oder finden regelmäßige Meetings statt, bei denen man viel in Kontakt zu anderen Menschen ist? Ist es eher ein Job, der strukturiert nach einem festen Tagesablauf verläuft oder ist jeder Tag anders und aufregend? Jede*r wird Dir auf diese Frage wahrscheinlich eine andere Antwort geben, was Du als Vorteil sehen kannst!

3. Was gefällt Ihnen an dem Job nicht so gut?

Auch im besten Job gibt es Dinge, die verbesserungswürdig sind. Vielleicht setzt der Job eine unerwartet hohe Mobilität voraus oder man muss hauptsächlich Dokumente bearbeiten, obwohl das Berufsprofil weitaus vielfältiger erscheint. Mit dieser Frage erfährst Du, was den Mitarbeitenden weniger gefällt. Oftmals sind die Aspekte auch arbeitgeberbedingt, das heißt, dass das Negative nicht unbedingt mit dem Beruf an sich zu tun hat. Wenn Du Dich also nicht nur über den Beruf informieren möchtest, sondern vorhast, Dich bei dem Unternehmen zu bewerben, kannst Du Dich genauer nach interner Kritik informieren. Handelt es sich bei der negativen Bewertung nur um Kleinigkeiten (z.B. die Anschaffung einer neuen Kaffeemaschine) oder sind es gravierende Probleme (z.B. Überstunden werden nicht bezahlt oder Mobbing)?

4. Wie sehen Sie die Jobchancen in Ihrem Bereich?

Eine Einschätzung, wie der Beruf in z.B. 5 Jahren sind und ob es überhaupt in Zukunft Chancen auf dem Arbeitsmarkt in diesem Bereich gibt, ist wichtig und solltest Du in deiner Zukunftsplanung berücksichtigen. Jemand, der*die schon länger diesen Beruf ausübt, kann Dich über die Entwicklungen der letzten Jahre aufklären und evtl. einschätzen, inwiefern sich die Jobaussicht noch entwickeln könnte. Wenn Du denkst, dass Dein Traumjob vielleicht in 5 Jahren kaum noch gefragt ist, sollte Dich das aber nicht davon abbringen, ihn ausüben zu wollen. Eine Alternative zu haben ist in solchen Fällen dennoch ratsam. 

5. Was sind die Hauptaufgaben?

Dein*e Gesprächspartner*in sollte Dir mindestens 3 Aufgaben nennen, die im Arbeitsalltag am häufigsten anfallen. Hier kannst Du auch genauer auf die Aufgaben eingehen und z.B. fragen, welche Kenntnisse von Vorteil sein könnten. Zum Beispiel könnten fortgeschrittene Kenntnisse in einer Fremdsprache für eine bestimmte Tätigkeit benötigt werden oder es fallen regelmäßig Aufgaben im Umgang mit Excel an, für die Grundkenntnisse ausreichen. Vielleicht sind es aber auch Tätigkeiten, bei denen Du viel mit anderen Menschen umgehen musst und daher soziale Kompetenzen stärker gefragt sind.

6. Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Zu wissen, welche persönlichen Eigenschaften für einen bestimmten Beruf vorteilhaft ist, kann Dir ggf. im Vorfeld schon die Entscheidung erleichtern. Vielleicht stellt sich in dem Interview heraus, dass Deine Vorstellung des Berufes ganz anders ist und z.B. hauptsächlich allein am PC gearbeitet wird, obwohl Du eher sozial und interaktiv veranlagt bist und lieber unter Menschen wärst. Oder andersherum: Du müsstest evtl. viel und spontan mit verschiedenen Menschen in Kontakt treten, dabei hattest Du Dir den Job in einem ruhigen Büro mit gelegentlichen Telefonaten vorgestellt. Weitere Tipps zu persönlichen Vorstellungen eines Jobs und wie man den passenden Arbeitgeber finden kann haben wir übrigens in diesem Artikel zusammengefasst. 

7. Kennen Sie weitere Ansprechpartner*innen?

Vielleicht kennt Dein*e Gesprächspartner*in noch jemanden anderen, der*die sogar ganz andere Erfahrungen im gleichen Beruf gemacht hat (oder jemanden, der*die aus dem Bereich kommt, aber den Job gewechselt hat). Im besten Fall schaffst du es, solch ein Gespräch mit 3-5 Personen zu führen, die alle denselben Job haben. Danach ist man in der Lage, ein Fazit zu ziehen. Es kann sein, dass dieses nicht so ausfällt, wie Du es Dir erhofft hast. Wenn Du Dich aber trotzdem in dem Beruf siehst, sollte es Dich nicht davon abbringen, eigene Erfahrungen zu machen. Gerade das ist ein weiterer Vorteil dieser Methode: Durch die Befragung lernst Du potenziell interessante Jobs kennen, die Personen lernen gleichzeitig Dich kennen und viele dieser Personen werden das Gespräch mit Dir in positiver Erinnerung behalten, weil Du Dich für sie als Person interessierst und sie gleichzeitig als „Vorbild“ auf Deiner Ansprechpartner*innen-Liste geführt hast. Auf diesem Vorteil kann sogar noch weiter aufgebaut werden: Wenn Du bei einem der Gespräche bereits ein super Gefühl hast, kannst Du danach vielleicht noch eine freundliche Mail an die Person verschicken, in der Du Dich noch einmal für ihre Zeit bedankst. Das zeigt Wertschätzung gegenüber der Person und ihrer Zeit und  ist gleichzeitig die Gelegenheit, auch nach einem Praktikum o.ä. zu fragen oder zumindest anzubieten, im Gespräch zu bleiben. 

Nun weißt Du, was die PIE-Methode ist und wie Du sie anwenden kannst. Trau Dich ruhig, diese Methode auszuprobieren. Auch wenn es zunächst Überwindung kostet, Menschen anzurufen, die man bisher nicht kennt, wirst Du merken, dass diese meistens sehr erfreut sind von sich und ihrem Werdegang zu erzählen.

Download: Hier kannst Du Dir nochmal die einzelnen Fragen der PIE-Methode herunterladen und Dir Notizen für die Gespräche machen.


Bildquelle: ZSB Universität Paderborn

Textquelle: Career Service Universität Paderborn

Tipps für den verdeckten Stellenmarkt

KENNST DU DAS AUCH? 

Du schaust öffentliche Stellenanzeigen durch und während Du die Bewerbung schreibst, weißt Du direkt schon, dass Du nur eine*r von vielen sein wirst? Du hast schon unzählige Bewerbungen abgeschickt, doch das Einzige, was Du erhältst ist – wenn überhaupt – eine Absage? Öffentlich ausgeschriebene Stellen sind zwar schnell auffindbar, haben aber auch den Nachteil, dass es meist viele Bewerber*innen gibt. In diesem Artikel erklären wir Dir, was der verdeckte Arbeitsmarkt ist und wie Du ihn für Dich nutzen kannst.

Was ist der verdeckte Stellenmarkt?

Nur ein kleiner Teil der zu vergebenen Arbeitsstellen werden in Jobbörsen und Stellenangeboten veröffentlicht.  Auf diese eine ausgeschriebene Stelle bewerben sich in der Regel sehr viele Arbeitssuchende, was dazu führt, dass die eigene Chance auf diese Stelle sehr gering ausfällt. Der Großteil freier Stellenanzeigen findet sich auf dem sogenannten verdeckten Arbeitsmarkt. Als verdeckten Arbeitsmarkt werden Stellenangebote bezeichnet, die nicht öffentlich ausgeschrieben sind, sondern oftmals durch persönliche Kontakte vergeben werden. Das heißt aber nicht unbedingt, dass Du direkt jemanden in dem jeweiligen Unternehmen kennen musst. Es gibt viele andere Möglichkeiten und einige Tipps findest Du hier:

Tipps für den verdeckten Arbeitsmarkt

  • Bevor Du Dich auf die Suche begibst, ist es wichtig zu wissen, was Du willst und wo Du beruflich hinmöchtest. Je genauer Du Deine eigenen Fähigkeiten analysierst und weißt, was die für Dich idealen Arbeitsbedingungen wären, desto besser kannst Du Dich später vorbereiten und präsentieren. Benötigst Du dazu etwas Hilfestellung, dann schau doch mal in diesem Artikel vorbei.
  • Der verdeckte Arbeitsmarkt funktioniert etwas anders als der öffentliche: Es kann sein, dass ein Arbeitgeber auf Dich zukommt. Das kann natürlich nur passieren, wenn dieser weißt, dass es Dich gibt und Du z.B. online präsent bist. Bestimmte Karriereportale wie Xing oder Linkedin bieten dafür eine gute Voraussetzung. Neben Arbeitssuchenden sind dort auch viele Unternehmen und Headhunter vertreten, die ständig auf der Suche nach geeigneten Kandidat*innen sind und diese auch kontaktieren. 
  • Viele Stellen werden durch Vitamin B vergeben, informier daher auch Deinen Bekanntenkreis über Deine Jobsuche. Je mehr Dein persönliches Umfeld über Dich und Dein Können weiß, desto besser können die Personen sich für Dich in ihrem eigenen Netzwerk einsetzen. Denk dabei auch an alte Bekanntschaften aus der Schulzeit oder an ehemalige Arbeitskolleg*innen. Wenn Du noch nicht so viele soziale Kontakte hast, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, welche zu knüpfen, z.B. durch Beteiligung an studentischen Initiativen. Durch diese kannst Du nicht nur neue Bekannte finden, sondern kannst auch von deren Netzwerk profitieren.
  • Je mehr Du auf Dich aufmerksam machst, desto eher wird sich ein potenzieller Arbeitgeber an Dich erinnern. Am besten funktioniert das, wenn Du Eigeninitiative zeigst und z.B. Mitarbeiter*innen aus dem Personalmanagement persönlich ansprichst und Dich vorstellst. Wenn Du weißt, dass es gerade eine Jobmesse in der Stadt gibt, wo interessante Arbeitgeber vertreten sind, kannst Du die Gelegenheit nutzen, um Dich vor Ort zu präsentieren und ggf. in ein Gespräch zu kommen (einen besonders guten Eindruck macht es übrigens, wenn Du Dich vorher auf der Firmenwebseite über den Namen und eventuelle Projekte der Person informiert hast und einen Lebenslauf inkl. Deiner Kontaktdaten zur Hand hast).
  • Wenn Du Dich mit einer Initiativbewerbung bewirbst und Du nicht nur zum Zeitpunkt des Schreibens, sondern längerfristig an der Stelle interessiert bist, kannst Du das auch so hineinschreiben. Initiativbewerbungen zeigen zwar Interesse und Engagement, der „Nachteil“ ist allerdings, dass es nicht immer zum Zeitpunkt Deiner Bewerbung auch eine freie Stelle gibt und die Bewerbung u.U. nicht berücksichtigt werden kann. Wenn Du allerdings in Deinem Anschreiben kommunizierst, dass Du z.B. auch in einem Jahr noch an der Stelle interessiert bist, kann das Deine Chancen darauf erhöhen, dass sich der Betrieb bei Dir meldet, sobald die Stelle wieder zu besetzen ist. Viele größere Unternehmen haben mittlerweile auch einen Talentpool, in welchem Du ein Profil erstellen und angeben kannst, welche Stellen und Abteilungen für Dich geeignet wären. Wenn eine Stelle frei wird, schauen die Mitarbeitenden des Personalmanagements meist als erstes in den Talentpool nach passenden Kandidat*innen. Halte daher auch hier Deine Daten aktuell.
  • Du kannst Dich auch bei verschiedenen Zeitarbeitsfirmen oder Personalberater*innen informieren. Oftmals besitzen diese eine Plattform, wo man ein eigenes Profil anlegen und somit von anderen Arbeitgebern gefunden werden kann. Auch wenn das Arbeiten für eine Zeitarbeitsfirma für Dich nicht in Frage kommen sollte, erhöhst Du somit Deine Onlinepräsenz. Vielleicht ergibt sich ja der eine oder andere berufliche Kontakt?
  • Das Portal der Bundesagentur für Arbeit hast Du bestimmt schon mal gezielt nach einer Stelle durchsucht, aber wusstest Du, dass es das Ganze auch umgekehrt für Arbeitgeber gibt? So können sie selbst nach geeigneten Personen für eine freie Stelle suchen. Es lohnt sich auch hier ein Bewerberprofil anzulegen. 

Wie Du siehst, gibt es einige Möglichkeiten, um auf dem verdeckten Arbeitsmarkt sichtbar zu werden. Ein sehr großer Vorteil ist, dass Du Dir unzählige Bewerbungen und somit auch Zeit sparst. Stattdessen solltest Du etwas Zeit in Deine Onlineprofile investieren und sie stets aktuell halten. Wenn Dich ein Arbeitgeber kontaktiert, vergiss bitte nicht, dass es auch im Internet Verhaltensregeln gibt. Wenn Du kein Interesse an dem Jobangebot hast, solltest Du Dir trotzdem die Minute nehmen, um abzusagen. 

Du hast demnächst ein Vorstellungsgespräch oder hast Fragen rund um Bewerbungen und Karriere? Schau doch mal im Veranstaltungsprogramm des Career Service vorbei. Unsere Kolleginnen bieten regelmäßig Veranstaltungen zur Übergangsplanung von der Uni ins Arbeitsleben an und stehen Dir bei spezifischen Fragen beratend zur Verfügung.

Bildquelle: ZSB Universität Paderborn

Textquellen:

https://www.wila-arbeitsmarkt.de/blog/2015/03/18/tipps-zum-verdeckten-stellenmarkt/

https://www.xing.com/news/insiders/articles/verdeckter-stellenmarkt-wie-kommt-man-an-positionen-die-nicht-ausgeschrieben-sind-3284819.


Anlaufstellen an der Universität Paderborn

KENNST DU DAS AUCH?

Du hast eine bestimmte Frage zu Deinem Studiengang, Dein Passwort zum PAUL-Account vergessen oder Du bist Dir unsicher, was nach dem Studium passieren soll, weißt aber nicht, an wen Du Dich wenden sollst und so passiert es, dass Du von einer Stelle zur anderen geschickt wirst? 

Wer neu an der Uni ist, für die*den ist es am Anfang wirklich herausfordernd, sich auf dem Campus zurecht zu finden. Aber keine Angst, so geht es am Anfang allen! An einer Campus-Uni kannst Du normalerweise alle Anlaufstellen schnell zu Fuß erreichen. Die wichtigsten Anlaufstellen für die häufigsten Anliegen stellen wir Dir hier vor.

Organisatorisches und Formalitäten

Mit dem Studierendensekretariat (StudSek) bist Du bestimmt schon einmal in Kontakt gekommen. Die Mitarbeitenden geben Dir eine allgemeine Auskunft über Organisatorisches wie z.B. die Einschreibungsmodalitäten. Auch wenn Du Fragen zur Beantragung eines Urlaubsemesters hast oder Du Informationen zum Ablauf einer Exmatrikulation einholen möchtest, bist Du beim StudSek an der richtigen Stelle. 

Außerdem findest Du auf den Seiten des StudSek viele weitere hilfreiche Infos und Dokumente, die in Deinem Studienverlauf relevant sein können (Studiengang-/Fachwechsel, Promotion, etc.). Aber auch Angelegenheiten, die auf Anhieb nichts mit dem Studium zu tun haben, wie Unfallanzeigen oder Kranken-/Rentenversicherungen sind Themen, bei denen Dir hier weitergeholfen werden kann. 

Das StudSek ist nach Studiengängen und Themengebieten aufgeteilt. Bei Fragen, die sich spezifischer auf Deinen Studiengang beziehen, kannst Du Dich direkt mit dem*der zuständigen Ansprechpartner*in in Verbindung setzen. Schau einfach auf der Seite unter Deiner Fakultät nach Deinem Studiengang oder im Personenverzeichnis nach. 

Allgemeine Studieninformationen

Die Zentrale Studienberatung (ZSB) ist Deine Anlaufstelle, wenn Du Dich zu allgemeinen Themen rund ums Studium informieren möchtest, Du Dich im Laufe des Studiums umorientieren willst oder Du über einen möglichen Studienausstieg nachdenkst. Du hast Schwierigkeiten im Studium oder Dich belastet etwas privat? Auch hierbei unterstützt Dich das ZSB und bietet eine unverbindliche psychosoziale Beratung an. 

Das Sekretariat der ZSB gibt Dir gern bereits erste Kurzauskünfte zu Deinen Fragen. Wenn Du also wissen willst, welche Zugangsvoraussetzungen Du für Deinen Wunsch-Studiengang benötigst, ob es Vorkurse dazu gibt und bis wann die Bewerbungsfrist gilt, dann bist Du hier genau richtig.  Hier kann Dir auch zum Thema Studienfinanzierung eine erste Auskunft gegeben werden. Außerdem kennen die Kolleg*innen alle weiteren Anlaufstellen bzw. Ansprechpartner*innen und können Dich in spezifischen Fällen an diese weiterleiten.

Fachspezifische Studieninformation

Wichtige Informationen und Hinweise rund um Deinen Studiengang und die Studienorganisation in Deinem Fach sowie studiengangs- oder fachspezifische Beratungsangebote findest Du auf den Seiten der jeweiligen Fakultät, also des Fachbereichs, dem Dein Studiengang zugeordnet ist. 

Einige Fakultäten haben dafür eigene Servicestellen eingerichtet, wie z.B. das Studienbüro KW, das Studienbüro der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften oder das Studierenden-Servicebüro der Fakultät für Maschinenbau. Für Lehramtsstudierende steht zudem das PLAZ mit dem Servicebüro oder der Beratung für Lehramtsstudierende zur Verfügung. 

Außerdem gibt es für jeden Studiengang Fachstudienberater*innen, die studiengangs- bzw. fachspezifisch beraten. Diese Ansprechpartner*innen findest Du auf den jeweiligen Studiengangsseiten im Studienangebot A – Z unter „Anlauf- und Beratungsstellen“.

Umgang mit Prüfungsangelegenheiten 

Du brauchst eine Übersicht Deiner erbrachten Studienleistungen oder eine Beglaubigung des Zeugnisses? Dabei und bei allen anderen prüfungsrelevanten Fragen helfen Dir die Mitarbeitenden des Prüfungssekretariats. Die Fachvertreter*innen Deines Studienganges können Dir auch dabei helfen, wenn es darum geht, bestimmte Leistungen aus einem anderen Studiengang oder einer anderen Universität anrechnen zu lassen. Die Anerkennung selbst erledigt zwar der Prüfungsausschuss, aber Du kannst Dir auf jeden Fall vorher eine Einschätzung einholen. Die Fachvertreter*innen Deines Studiengangs findest du unter „Anlauf- und Beratungsstellen“ im Studienangebot.

Perspektiven nach dem Studium

Weißt Du schon, wie es nach Deinem Studium weitergeht? Die Seite des Career Service bietet eine große Auswahl, Dich über verschiedene Möglichkeiten zu informieren. Unsere Kolleginnen vom Career Service können Dich bei Deiner beruflichen Zielfindung beraten und unterstützen und bieten zahlreiche Veranstaltungen und Vernetzungsmöglichkeiten an.
 

Schreiben und Recherchieren

Du schreibst eine Hausarbeit, ein Exposé oder willst einfach nur wissen, worauf man bei der akademischen Textverfassung achten muss? Das Kompetenzzentrum Schreiben bietet neben einer individuellen Beratung auch Workshops zu verschiedenen Bereichen des wissenschaftlichen Schreibens an. Nach den Workshops wirst Du nicht nur wissen, wie man den roten Faden in einer Hausarbeit kreiert oder eine konkrete Fragestellung entwickelt, sondern auch, wie man wissenschaftliche Texte formuliert und welche Schreibmethode für Dich die beste ist. 

Passend dazu kannst Du in den Workshops des Zentrums für Rechtschreibkompetenz Deine Kommasetzung und Rechtschreibung auffrischen. Falls Du Deine erste Hausarbeit schreibst, ist der Formalien-Workshop empfehlenswert. Hier lernst Du, wie Du ein korrektes Literaturverzeichnis erstellst und welche formalen Kriterien in einer wissenschaftlichen Arbeit beachtet werden müssen. 

Falls hier noch nicht der richtige Workshop für Dich dabei ist, schau mal bei den Angeboten der Unibibliothek vorbei. Hier werden regelmäßig Schulungen u.a. zum Arbeiten mit Literatur angeboten.

Auslandsaufenthalte

Eines der schönsten Erlebnisse im Studium ist für viele Studierende ein Auslandssemester. Damit alles unkompliziert verläuft, bedarf es einer guten Organisation. Das International Office hat für jede Deiner Fragen rund über den Bewerbungsablauf sowie über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten eine Antwort. Außerdem können sich internationale (Austausch-) Student*innen in der Ausländischen Studierenden-Vertretung (ASV) einbringen, an verschiedenen kulturellen Veranstaltungen teilnehmen und weitere Angebote wahrnehmen. 

Das Auslandssemester ist schon geplant, aber die Sprachkenntnisse könnten ein wenig Nachhilfe vertragen? Im Zentrum für Sprachlehre (ZfS) kannst Du Dich nicht nur für Sprachkurse einschreiben, sondern auch über das Tandemprogramm mit anderen Mitstudierenden in einer Fremdsprache unterhalten. Wenn Du Deine Sprachkenntnisse nachweisen musst, z.B. für einen späteren Job oder einen Studienplatz im Ausland, dann kann das ZfS Dir auch dabei behilflich sein. Um solch ein Sprachzertifikat zu erhalten, muss man an bestimmten Kursen teilnehmen. Lass Dich einfach mal von unseren Kolleg*innen beraten!

Finanzierung und Wohnen 

Das Studierendenwerk (STW)  ist für die Finanzierung und das Wohnen für Student*innen zuständig und informiert Dich neben BAföG auch über andere Finanzierungsmöglichkeiten. Zudem verwaltet das STW auch die studentischen Wohnheime. Dieses gilt übrigens auch für internationale Student*innen, die ihr Studium (oder einige Semester) hier in Deutschland verbringen. Möchtest Du Dich speziell zum Thema Wohnen informieren, lohnt es sich auf der Seite des AStA nachzuschauen. Dort gibt es z.B. das Projekt „Wohnen gegen Hilfe“, bei dem man für studentenfreundliches Geld ein Zimmer bei anderen Menschen anmieten kann. Im Gegenzug dazu übernimmt man kleine Alltagstätigkeiten wie z.B. Einkaufen. Weitere Infos zu Wohnmöglichkeiten findest hier.

Soziale Beratung und weitere Unterstützung

Wenn Du eine Beeinträchtigung hast – egal welcher Art –  kannst Du Dich über dieses Thema nicht nur bei den ZSB-Kolleg*innen in der Servicestelle „Studium mit Beeinträchtigung“ informieren, die Dir barrierefreie Wege in der Uni aufzeigen und Dir bei der Bereitstellung anderer Hilfsmittel helfen, sodass Du Dein Studium auch mit Beeinträchtigung genießen kannst.

Das Sozialbüro des AStA kann außerdem vermitteln, falls es mal Schwierigkeiten mit dem (Lehr-)Personal oder an anderen Stellen geben sollte, Du Beratungsangebote brauchst, die nicht unbedingt etwas mit dem Studium zu tun haben oder Du Dich übers Studieren mit Kind informieren möchtest. Auch bei finanziellen und rechtlichen Problemen lohnt es sich beim AStA vorbeizuschauen, da für Studierende eine Steuer- oder Rechtsberatung angeboten wird. 

Technischer Support

Für technische Probleme in PAUL kannst Du Dich über den PAUL-Support direkt an eine*n Mitarbeiter*in wenden oder Du probierst das Diagnosetool aus, mit welchem sich viele Probleme oft selbstständig klären lassen. 

Wenn Du Hilfe bei der Einrichtung des VPN-Clients brauchst, um von Zuhause ins Uni-Netzwerk zu kommen oder allgemein Hilfe im IT-Bereich benötigst, wende Dich an das Zentrum für Informations- und Medientechnologie (IMT). Solltest Du mal ein Notebook oder einen Beamer benötigen, kann Dir das Servicecenter Medien Entsprechendes zur Ausleihe zur Verfügung stellen.

Freizeit, Kultur und Ehrenamt

Neben all dem Lernen, den Hausarbeiten und Prüfungen sind freizeitliche und ehrenamtliche Tätigkeiten der ideale Ausgleich. Unter dem Kulturangebot findest Du zahlreiche Möglichkeiten den Unistress mal auszuschalten und das Campusleben aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Du kannst Dich z.B. für einen Kurs im Tanz- oder Kraftsport anmelden oder andere sportliche Aktivitäten des Hochschulsports ausprobieren. Es gibt auch studentische Initiativen, bei denen Du Dich ehrenamtlich einbringen kannst. Hier kannst Du nicht nur Deine bestehenden Kompetenzen erweitern und neue erlernen, sondern gleichzeitig auch neue Kontakte knüpfen. Gerade, wenn Du neu an der Uni bist oder Du durch die letzten Online-Semester Deine Mitstudierenden nicht so gut kennen lernen konntest, sind solche Initiativen hilfreich, um schnell soziale Kontakte aufzubauen.

Fundsachen, Raumsuche, Ticketverkauf

Egal, ob Du auf der Suche nach einem bestimmten Raum bist, wissen willst, wo Du Karten für das nächste AStA Sommerfestival kaufen kannst oder Dir eine Studienbescheinigung ausstellen lassen möchtest, das Service Center hilft Dir in diesen Fällen weiter.

Die wichtigsten Stellen der Universität Paderborn hast Du jetzt schon kennengelernt. Sollte Dein Anliegen in diesem Beitrag nicht beantwortet worden sein, dann frag einfach noch mal bei der Zentralen Studienberatung nach.

Foto: ZSB Universität Paderborn 

Textquelle: Universität Paderborn 

Wie finde ich den passenden Arbeitgeber?

KENNST DU DAS AUCH? 

Dein Studium nähert sich dem Ende und die Türen der Berufswelt stehen Dir offen und Du weißt nicht, bei welchem Unternehmen Du Dich bewerben sollst? Oder Dir steht ein Praktikum bevor, doch wie findet man einen geeigneten Praktikumsgeber? Vielleicht hast Du auch schon Jobzusagen, weil Du super zum Unternehmen passt, aber passt das Unternehmen auch zu Dir

So wie Dir geht es vielen Student*innen, daher verraten wir Dir in diesem Artikel, wie Du Deine Suche nach einem passenden Arbeitgeber eingrenzen und welche Kriterien bezüglich den Anforderungen, aber auch Deiner eigenen Persönlichkeit, Du bei der Auswahl miteinbeziehen kannst.

Mach Dir also Gedanken darüber, was für Dich persönlich an Deinem potenziellen Arbeitgeber wichtig ist. Natürlich ist die Bezahlung wichtig, allein davon solltest Du die Entscheidung aber nicht abhängig machen.


Arbeitsklima

Das Arbeitsklima ist wichtig, da Du Dich einen Großteil des Tages mit den Kolleg*innen und den Aufgaben beschäftigst. Das Arbeitsklima wirkt sich im Laufe der Beschäftigung auf Deine Leistung aus. Vielleicht kennst Du in einem bestimmten Unternehmen jemanden und kannst Dich aus erster Quelle informieren oder Du schaust auf verschiedenen Karriereportalen nach Bewertungen von (ehemaligen) Mitarbeitenden. Du kannst Dich z. B. nach der betriebsinternen Kommunikation erkunden. Werden wichtige Informationen den Mitarbeitenden zeitnah weitergeleitet? Wie ist die Kommunikation unter den Mitarbeitenden und wie zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden? Wird Feedback zum Arbeitsprozess oder den Ergebnissen gegeben? Kann Kritik offen angesprochen werden? Gibt es gemeinsame Pausen? Wie läuft die Zusammenarbeit im Team? Wie ist der Umgang mit Praktikanten oder Aushilfskräften? Anhand solcher Fragen erkennt man bereits früh, welchen Wert das Unternehmen seinem Personal zukommen lässt.



Arbeitsweise

Ein weiterer wichtiger Punkt ist Deine eigene Arbeitsweise. Erarbeitest Du Ideen lieber gemeinsam im Team und schätzt die Kreativität der anderen? Oder hast Du eine genaue Vorstellung von der Umsetzung Deiner Aufgabe und gehst lieber eigenverantwortlich und allein an die Sache? Arbeitest Du lieber nach direkter Vorgabe oder brauchst Du eher Freiraum, um gut arbeiten zu können? Sind Dir geregelte oder flexibel gestaltbare Arbeitszeiten wichtig? Möchtest Du am Wachstum eines kleinen Start-ups beteiligt sein und würdest dafür auch mal Überstunden in Kauf nehmen oder sind Dir feste Strukturen und eine ausgeglichene Work-Life-Balance in einem großen Unternehmen lieber? 



Arbeitsort und Mobilität

Möchtest Du lieber an einem Standort arbeiten oder bist Du auch gern unterwegs? Es gibt Tätigkeiten, die nur sehr wenig Mobilität erfordern, andere Tätigkeiten erfordern hingegen eine sehr umfangreiche Reisetätigkeit. Mach Dir daher auch darüber Gedanken, ob es Dir wichtig ist, jeden Abend zuhause im eigenen Bett zu schlafen oder ob es Dir gefallen würde, regelmäßig in einer anderen Stadt zu sein. Neben der Reisetätigkeit ist auch der Standort des Arbeitsplatzes eine wichtige Frage. Möchtest Du jeden Morgen ins Büro fahren oder würde Dir auch die Möglichkeit zum Home-Office gefallen? Beachte hierbei auch die unterschiedlichen Anforderungen in Deiner eigenen Arbeitsweise. Bist Du der Typ, der sich zuhause allein gut selbst zum Arbeiten motivieren kann? Oder brauchst Du den klar strukturierten Tagesablauf und den direkten Austausch mit den Kolleg*innen?



Unternehmenswerte

Für ein Unternehmen zu arbeiten, bedeutet auch, dessen Werte zu unterstützen. Daher sollte die Art des Unternehmens ebenso zu Dir passen wie das Bild, welches es nach außen hin portraitiert. Ist es Dir also wichtig, für jemanden zu arbeiten, dessen Unternehmensphilosophie Du teilst, ist es ratsam, sich diesbezüglich auf deren Webseite oder in den Medien zu informieren und zu schauen, ob die Unternehmenswerte mit Deinen persönlichen Werten vereinbar sind. Wenn das nicht der Fall ist und Du auch nicht ruhigen Gewissens über die Differenzen hinwegsehen kannst, dann solltest Du Dich nach einem anderen Unternehmen umsehen. Folgende Fragen helfen dabei, Dich etwas zurecht zu finden: Welche Dienstleistungen oder Produkte bietet das Unternehmen an? Kannst Du Dich mit ihnen identifizieren? Welches gesellschaftliche Ansehen hat das Unternehmen, gab es in der Vergangenheit etwas, mit dem Du nicht in Verbindung hättest stehen wollen? Hält das Unternehmen die Versprechen ein, die es nach außen hin tätigt? Für eine erste Orientierung haben wir Dir hier einige Unternehmenswerte zusammengefasst:

  • Umweltbewusstsein
  • Qualität
  • Kundenfreundlichkeit 
  • Innovation
  • Wertschätzung der Mitarbeitenden
  • Gleichberechtigung


Weiterbildungen und Aufstiegschancen

Vielleicht bist Du sogar selbst Kunde des Produktes oder hast bereits eine Dienstleistung in Anspruch genommen und hast Verbesserungsvorschläge. Wenn Du eigene Ideen in die Tat umsetzen möchtest, dann sollte der potenzielle Arbeitgeber diese anerkennen und Dir die Möglichkeit bieten, sie zu verwirklichen.

Da das Lernen nicht mit dem Studienabschluss aufhört, bieten einige Unternehmen ihren Neueinsteigenden auch Weiterbildungen an, um sich weiterzuentwickeln oder auch um potenzielle Führungskräfte zu fördern. Wenn Du Dir vorstellen kannst nach dem Berufseinstieg auch in einer höheren Position zu arbeiten, solltest Du Dich über die verschiedenen Aufstiegschancen informieren bzw. ob das Unternehmen generell diese Möglichkeiten bietet. Wenn Du Dich also persönlich oder fachlich weiterbilden möchtest, solltest Du nachfragen, ob und welche Fördermöglichkeiten es gibt. Das können z.B. Auslandsaufenthalte, Weiterbildungen in Form von Seminaren oder auch Stipendien sein.


Dresscode

Wenn Du generell ein anpassungsfähiger Typ bist und Du Dich in Sakko und Krawatte genauso wohl fühlst wie in Sneakers und Shirt, dann ist dieser Punkt vielleicht nicht ganz so wichtig für Dich. Hast Du aber eine bestimmte Vorstellung davon, wie Du im Job rüberkommen möchtest oder wenn das Unternehmen einem bestimmten Dresscode folgt, dann solltest Du Dich auch damit im Vorfeld vertraut machen. Auch wenn dieser Punkt erst einmal nebensächlich erscheint, verbringst Du immerhin einen Großteil des Tages in dieser Kleidung und sollte daher mitbedacht werden. 


Kenne Deinen eigenen Wert

Neben all diesen Tipps verraten wir Dir jetzt zum Schluss noch das Wichtigste:  

Auch wenn es, insbesondere bei Bewerbungsgesprächen, darauf ankommt, welchen Nutzen Du für das Unternehmen bringst, solltest Du Dir trotzdem die Frage stellen, was dieses Unternehmen für Dich tun kann. In einem großen namenhaften Unternehmen zu arbeiten bringt Dir vielleicht Prestige und ein hohes Gehalt, wenn Du Dich aber unterfordert, nicht wertgeschätzt oder unwohl im Team fühlst, wird Dich dieser Job auf Dauer nicht bereichern. Denk dran, dass in einem Bewerbungsgespräch nicht nur Du Dich präsentierst, sondern auch der Arbeitgeber sich selbst. Solltest Du während oder nach dem Gespräch ein ungutes Gefühl haben, was das Unternehmen betrifft (nicht bezüglich Deiner eigenen Präsentation!), dann nimm dieses Gefühl ernst. Wenn das Unternehmen oder ggf. Dein*e zukünftige*r Chef*in keinen guten Eindruck bei Dir hinterlässt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du dort nicht glücklich wirst. 


Du hast demnächst ein Vorstellungsgespräch oder brauchst Bewerbungstipps? Dann schau mal bei dem Career Service der Universität Paderborn vorbei. Unsere Kolleginnen bieten individuelle Beratungen zur beruflichen Orientierung an und zeigen Dir unter anderem, wie Du Dich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitest oder was Du beim Berufseinstieg beachten solltest.

Neben regelmäßigen Veranstaltungen zu verschiedenen Themen rund um Bewerbung und Arbeitssuche gibt’s im Career Service auch Workshops zu Schlüsselkompetenzen, mit denen Du im späteren Beruf gut punkten kannst. 

Download: Für eine bessere Übersicht kannst Du Dir Deine Vorstellungen zum idealen Arbeitgeber aufschreiben. Hier kannst Dir die Liste mit den oben genannten Stichpunkten herunterladen und ausfüllen.

Bildquelle: ZSB Universität Paderborn

Textquelle:

Workshop „Wie präsentiere ich mich erfolgreich in Vorstellungsgesprächen?“; Annika Ballhausen (Career Service Universität Paderborn) in Anlehnung an 

Karrieretrends für Naturwissenschaftler, Mediziner & Ingenieure, jobvector.com, 6. Auflage, 2. Ausgabe 2015, S.285-289

Berechenbarkeit der Prüfungsanforderungen

KENNST DU DAS AUCH?

Bei der Vorbereitung auf eine Klausur bereitet es Dir Sorgen, dass Du nicht einschätzen kannst, welcher Stoff genau drankommt. Vor mündlichen Prüfungen malst Du Dir aus, wie Dir der*die Prüfer*in eine Frage stellt und Du nicht auf Anhieb eine Antwort weißt? Es verunsichert Dich, nicht genau zu wissen oder einschätzen zu können, was Dich erwarten wird?  Die folgenden Tipps und Hinweise können Dir helfen, die Berechenbarkeit der Prüfungsanforderungen zu steigern und somit mehr Sicherheit für die Prüfungssituation zu entwickeln. 

Da ein Teil der Angst vor Prüfungen darin bestehen kann, die Anforderungen nicht zu kennen und sich entsprechend nicht ausreichend vorbereiten zu können, um die Prüfung zur eigenen Zufriedenheit bewältigen zu können, kann es hilfreich sein, die Prüfungsinhalte und Prüfungssituation vorab möglichst konkret zu kennen. Was kannst Du also tun?

    TIPPS: Kennenlernen der Prüfungsanforderungen

  • Nutze Probeklausuren, Literatur- und Fragenkataloge, so dass Du den Prüfungsstoff als identifizierbarer und eingrenzbarer erleben kannst. Erkundige Dich dazu auch bei Deiner Fachschaft. Weitere Lerntipps findest Du hier.
  • Vielleicht gibt es auch Aufgaben mit Musterlösungen, die (im Internet) zur Verfügung gestellt werden, so dass Du mit Erfolgskontrolle selbständig lernen kannst.
  • Frag in der letzten Sitzung vor der Prüfung bei den Lehrenden nach, welche Themen im Fokus stehen und ob es Lerntipps gibt. Meistens wird auch Gelegenheit gegeben, noch mal Fragen zum gesamten Stoff zu stellen. Bereite Dich darauf vor und schau Dir Deine Mitschriften vorher an.
  • Nutze Sprechstunden der Lehrenden bzw. Prüfenden, um Dir mehr Klarheit darüber zu verschaffen, was in der Prüfungssituation von Dir erwartet wird. Schreibe Dir Fragen auf, vergewissere Dich am Ende, ob Du alles verstanden hast („Habe ich richtig verstanden, dass…“) und fasse ggf. vereinbarte Aufgaben noch mal zusammen.
  • Du kannst Kommiliton*innen und/oder Dozent*innen fragen, ob Du bei einer mündlichen Prüfung zuschauen kannst.
  • Simuliere eine Prüfungssituation mit Freunden, indem Du Fragen und Antworten auf Karteikarten aufschreibst. Dein*e „Prüfer*in“ wählt dann Fragen aus und kann anhand der Antworten kontrollieren, ob Du vollständig und richtig geantwortet hast. Damit kannst Du sowohl mündliche als auch schriftliche Prüfungen simulieren.

Jetzt weißt Du, wie Du Dich durch eine genauere Berechenbarkeit der Anforderungen noch besser auf Prüfungen vorbereiten kannst. Falls Du Dich weitergehend mit den Themen Prüfungsvorbereitung & Motivation beschäftigen möchtest, schau Dir gerne auch die anderen Artikel in dieser Kategorie an.

Bildquelle: ZSB Universität Paderborn

Textquelle:

Jan-Martin Müller (Psychosoziale Beratung, ZSB Universität Paderborn)