Fit fürs Online-Semester – Tipps zur Studienorganisation und Semesterplanung

KENNST DU DAS AUCH?

Das kommende Online-Semester steht an und Du fragst Dich, wie Du das Semester am besten organisierst? Dein Arbeitsplatz zuhause quillt über und Du findest Deine Unterlagen oft nicht? Es fällt Dir schwer, Deinen Tag zu strukturieren und es fehlt Dir an Abwechslung?

Das kommende Sommersemester 2020 wird als Online-Semester starten. Das bringt natürlich zahlreiche Veränderungen mit sich, auf die sich Studierende als auch Lehrende einstellen müssen. Hier gibt es einige Tipps, wie Du Deinen Alltag im kommenden Semester für Dich gut organisieren und strukturieren kannst!

SCHRITT FÜR SCHRITT

  1. SEMESTERVERANSTALTUNGEN UND KURSMATERIALIEN ORGANISIEREN!

Die Veranstaltungen, für die Du Dich das kommende Semester angemeldet hast, finden nun zunächst online statt. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich zeitnah damit auseinanderzusetzen, in welcher Form diese Veranstaltungen stattfinden.

  • Auf welchen Plattformen finden die Veranstaltungen statt?
  • Gibt es synchrone oder asynchrone Vorlesungen?
  • Hast Du Dich bereits auf den Plattformen angemeldet, auf denen die Kurse stattfinden?
  • Wo und wie werden Materialien hochgeladen?
  • Wo findest Du die Fachliteratur, die Du benötigst?
  • Wann und in welcher Form finden die Prüfungen statt?

2. SEMESTERPLAN ERSTELLEN

Um den Semesterablauf genau im Blick zu haben, ist es sinnvoll, einen Semesterplan zu entwickeln. Dieser Plan ermöglicht Dir, alle Prüfungen, wichtige Termine und Fristen im Blick zu behalten. Außerdem kann er Dich dabei unterstützen, einen Lernplan zu erstellen, um früh genug mit der Prüfungsvorbereitung anzufangen. Folgende Termine und Fristen kannst Du z.B. in Deinen Semesterplan eintragen:

  • Prüfungstermine und Abgabefristen?
    Wann finden Prüfungen statt bzw. welche Fristen und Abgabetermine gibt es? Trage die Termine in den Semesterplan ein und plane, wann Du mit der Vorbereitung beginnen solltest.

  • Softskills erweitern?
    Du würdest gerne an Workshops z.B. zum wissenschaftlichen Schreiben, zur Recherche oder zur beruflichen Zielfindung teilnehmen? Informiere Dich beispielsweise beim Kompetenzzentrum Schreiben, in der Bibliothek, beim Career Service und weiteren Anlaufstellen über Online-Angebote und Termine!

  • Praktikum absolvieren?
    Du planst dieses Jahr ein Praktikum zu absolvieren? Plane einen Zeitraum ein, in dem Du Dich über Praktikumsstellen informierst und Bewerbungen schreibst. Behalte dabei auch Bewerbungsfristen und Klausurtermine im Auge!

  • Welche Ziele verfolgst Du?
    Führe Dir Deine Ziele, die Du dieses Semester erreichen möchtest, vor Augen. Hier findest Du weitere Informationen, wie Du Deine persönlichen Ziele mithilfe der SMART-Methode definieren kannst.

3. OPTIMALE ARBEITSUMGEBUNG SCHAFFEN

In den kommenden Wochen werden Vorlesungen, Seminare und Co. in Dein Zimmer an Deinen heimischen Schreibtisch verlegt. Wichtig ist, dass Du Dir eine angenehme Arbeitsatmosphäre schaffst, in der Du Dich konzentriert und ungestört dem Lernen widmen kannst. Folgende Dinge sollten dabei beachtet werden:

  • Hellen Arbeitsplatz einrichten!
    Optimal ist, wenn Du Deinen Schreibtisch in der Nähe eines Fensters stehen hast, aber wo Dich die Sonne nicht blendet. Auch eine Tischlampe kann für bessere Lichtverhältnisse sorgen und Deine Augen schonen!

  • Regelmäßig lüften!
    Versorge Dein Gehirn mit genügend Sauerstoff und lüfte mehrmals täglich!

  • Sofa, Sessel und Bett sind keine geeigneten Arbeitsplätze!
    Trenne, soweit möglich, Deinen Arbeitsplatz von Deinem Ruheort. So wird Dein Schreibtisch zum Arbeitsplatz und Dein Sofa zum Entspannungsort.

  • Bequemer, rückenfreundlicher, höhenverstellbarer (Dreh-)Stuhl!
    Da Du wahrscheinlich täglich viele Stunden am Schreibtisch sitzen wirst, solltest Du auf Deine Sitzposition achten und Deinen Rücken schonen! Plane regelmäßige und kurze Bewegungspausen ein. Optimal ist, wenn der Abstand zwischen Augen und Bildschirm 50-60 cm beträgt. Der Stuhl sollte eine Sitzposition ermöglichen, bei der Deine Ellbogen und Handflächen parallel zur Maus und Tastatur liegen sowie Ober- und Unterarm beim Schreiben einen 90°-Winkel bilden.

  • Unnötige Gegenstände wegräumen!
    Gegenstände, die Dich schnell ablenken, solltest Du von Deinem Schreibtisch verbannen. Dazu gehört auch das Handy. Schalte es stumm und lege aus dem Sichtfeld weg. Gestalte Deinen Arbeitsplatz so, dass Du in Arbeitsstimmung kommst. Wenn Du Dich nach dem Hinsetzen so fühlst, als hättest Du gerade Lust dazu, wie üblich ein Computerspiel zu spielen, dann solltest Du Deinen Schreibtisch umdekorieren und mehr auf Arbeit ausrichten.

  • Persönlichen Lernrhythmus finden!
    Zu welchen Tageszeiten kannst Du Dich am besten konzentrieren? Jeder hat eine individuelle Lern- und Leistungskurve. Bist Du ein Morgenmensch oder eine Nachteule? Finde für Dich heraus, zu welchen Tageszeiten Du am besten arbeiten kannst!

  • Arbeitsmittel bereitstellen!
    Bereite Deinen Arbeitsplatz für die anstehende Vorlesung bzw. für die anstehenden Aufgaben vor. Welche Arbeitsmaterialien benötigst Du? Collegeblock? Textmarker? Stifte? Karteikarten? Planst Du am nächsten Tag z.B. mit der Wiederholung der letzten Vorlesungsfolien zu beginnen, kannst Du bereits am Abend Deinen Arbeitsplatz dafür einrichten.  
  • Motivationsspruch finden!
    Auch wenn der Schreibtisch frei von Ablenkung sein soll, kann eine Karte mit einem positiven Motivationsspruch einen positiven Effekt erzielen!

  • Bücher und Arbeitsmaterialien organisieren!
    Hast Du genügend Platz, um Bücher und Ordner in Regalen und Schränken zu verstauen? Verwende Deinen Schreibtisch nicht als Ablageort, sondern beschränke Dich nur auf Arbeitsmaterialien, die Du für die aktuelle Aufgabe benötigst.

  • Keine Ablenkung!
    Fernsehen, Musik hören, WhatsApp schreiben…besser nicht. Nutze Deine Lerneinheiten intensiv und konzentriert. Dies geht nur ohne Störungen. In einer WG hilft da z.B. ein Türschild (“Hinter dieser Tür raucht der Kopf!”, “Bitte nicht stören!”).

4. LERNGRUPPE FINDEN

Du hast in der letzten Vorlesung nur Bahnhof verstanden, bist bei einer Gleichung nicht mitgekommen oder hast Schwierigkeiten, die Aufgaben auf dem Arbeitsblatt zu lösen? So geht es Vielen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Lerngruppen zu bilden oder sich mit einem*einer Lernpartner*in zusammen zu tun. Oft hilft es, Vorlesungsinhalte mit anderen Kommiliton*innen durchzugehen, um das Gelernte besser zu verinnerlichen. Es gibt zahlreiche digitale Möglichkeiten, sich auszutauschen. Du suchst nach Tipps, wie Ihr Euch in der Lerngruppe organisieren könnt? Hier findest Du Tipps für eine erfolgreiche Lerngruppe.

5. TAGES- UND WOCHENPLAN ENTWICKELN

Erstelle einen Wochenplan und trage Deine Kurse ein! Achte darauf, ob die Vorlesungen synchron oder asynchron stattfinden und trage die Zeiten entsprechend in den Stundenplan ein. Neben den Vorlesungen ist es wichtig, auch sonstige Aktivitäten in Deine Tagesroutine einzubauen, um bewusst Abwechslung zu schaffen und eine positive Struktur zu schaffen. Hier sind einige Ideen, mit denen Du Deinen Tag füllen kannst. Hier findest Du eine Vorlage für einen Stundenplan.

  • Wecker stellen!
    Starte Deine Wochentage zur gleichen Uhrzeit. Stelle täglich den Wecker, um bewusst in den Tag zu starten! Achte dabei auf Deinen individuellen Lernrhythmus.

  • Soziale Kontakte pflegen!
    Lege regelmäßige Zeitfenster fest, in denen Du Dich mit Freund*innen oder Familie austauscht. (Video-)anrufe sind eine gute Möglichkeit, um Deine sozialen Kontakte weiterhin zu pflegen.

  • Bewegung und Sport!
    Plane mehrmals die Woche Zeitfenster für Sportübungen ein. Es gibt zahlreiche Videos mit Workouts im Internet, die Du einfach von zu Hause durchführen kannst. Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) bietet ein großes Sortiment an Online-Bewegungs- & Sportprogrammen für zu Hause.

  • Gesunde Ernährung!
    Plane eine Mittagspause ein, in der Du ein leckeres und gesundes Essen für Dich kochst.

  • Neue Hobbys entdecken!
    Die Zeit zu Hause kann auch genutzt werden, um neue kreative Ideen ausprobieren. Wie wäre es mit Yoga, Meditation, Zeichnen usw.?

  • Frische Luft tanken!
    Pausen an der frischen Luft sind Wellness für die Seele. Plane täglich einen Spaziergang an der frischen Luft (in der Natur) und konzentriere Dich darauf, was Du siehst, hörst, schmeckst und fühlst!

  • Kleine Lerneinheiten!
    Wusstest Du, dass die optimale Länge einer Lernphase etwa 30 Minuten beträgt? Das liegt daran, dass ein wichtiger Teil Deines Gedächtnisses, Dein Arbeitsgedächtnis, nur eine begrenzte Aufmerksamkeitsspanne besitzt. Mithilfe der ALPEN-Methode kannst Du Deine Lernziele und Lerneinheiten organisieren.

  • Anreize setzen und sich selbst belohnen!
    Nicht nur Lernziele können Dir beim Lernen helfen, Dich weiter zu motivieren. Es kann auch anspornend sein, wenn Du Dir bestimmte Anreize oder eine Belohnung fürs Lernen setzt. So kannst Du z.B. mit Dir selbst ausmachen, dass Du eine Folge Deiner Lieblingsserie anschaust, sobald Du eine bestimmte Lerneinheit durchgearbeitet oder eine Aufgabe erledigt hast.

Übrigens: Wenn es Dir schwer fällt, einen Tagesrhythmus zu finden oder Deinen Alltag mit positiven Tätigkeiten zu füllen, Dir Motivation und Energie fehlen oder Dir die Decke auf den Kopf fällt, dann kannst Du Dich gern an die psychosoziale Beratung der ZSB wenden! Vereinbare gerne per E-Mail einen Telefon- oder Videoberatungstermin! Kontaktdaten der psychosozialen Beratung findest Du hier.

Bildquelle: Pixabay 

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