Tunnelblick – Blockbuster aus Paderborn

„Wie viel wärst du bereit zu bezahlen, um deine eigene Freiheit zu erlangen?“ Mit dieser Kernfrage beschäftigt sich Tunnelblick, der aktuelle Low-Budget-Film von Alek Imanov. Der Clou am Projekt: Schauplatz des Films ist nicht Berlin, London oder New York, sondern Paderborn.
An dem Film haben Crew und Cast etwa anderthalb Jahre gedreht und gearbeitet, oftmals zehn und mehr Stunden pro Tag. Zur Verfügung stand dem kleinen Team nur grundlegende Ausrüstung an Kamera, Ton und Licht. Ein Low-Budget-Projekt, an dem mit Schweiß und Tränen gearbeitet wurde. Häufig mussten beim Dreh auftretende Hindernisse umschifft und Szenen spontan geändert werden, damit die hohe Qualität erhalten bleibt. Ein Kraftakt, der sich nun auszahlt, denn am 10.11.2018 wird der Film in einer exklusiven Vorpremiere im UCI Paderborn laufen.

Sarah Mevers (Betti), Christopher Comouth (Lars), Alexander Benedikt Schulz (Basti), Bettina Hammelrath (Amy) und Oleksii Okhotiuk (Mark) schmieden gemeinsam einen Plan. Foto: I Mann Studios
Sarah Mevers (Betti), Christopher Comouth (Lars), Alexander Benedikt Schulz (Basti), Bettina Hammelrath (Amy) und Oleksii Okhotiuk (Mark) schmieden gemeinsam einen Plan. Foto: I Mann Studios

Worum geht es in Tunnelblick? Hauptfigur Mark fühlt sich gefangen in alten Verhaltensmustern und Vorstellungen eines Lebensentwurfs, den er immer mehr anzweifelt. Um dem aufgezwungenen Käfig der Gesellschaft zu entkommen, muss er es irgendwie schaffen, die Gitter um ihn herum aufzusprengen. Aber dafür braucht er schnell Geld. Während er zusammen mit einigen Freunden einen Plan ausarbeitet, wie er sein Ziel erreichen kann, beginnen seine Freunde langsam an seinen Ideen zu zweifeln. Bevor Mark es bemerkt, verliert er den Bezug zur Realität lässt er sich auf etwas ein, dass er nicht mehr kontrollieren kann. Etwas, dass ihn und seine Freunde das Leben kosten könnte.

Das besondere für die Zuschauer der Vorpremiere dürfte vor allem der Wiedererkennungswert der Umgebung sein. Alle Szenen sind in Paderborn gedreht worden. Die Figuren treffen beispielsweise an den Fischteichen, in der Westfalentherme oder in der Innenstadt aufeinander. Auch an der Uni wurde gedreht, unter anderem auch im dunkel wirkenden Tunnelsystem unter den Gebäuden. Die Wahl für den Standort fiel dem gesamten Team übrigens sehr leicht: Die SchauspielerInnen und Crew-Mitglieder hinter den Kulissen wohnen alle in Paderborn. Das erleichtert gerade bei einem Low-Budget-Film mögliche Kosten und stärkt zudem die Sichtbarkeit der Region für die Medienlandschaft.

Die Idee und Umsetzung zum Film stammt von Alek Imanov. Nach seinem Abschluss an der Uni in Istanbul, einigen Jahren Mitarbeit in der kanadischen Filmindustrie und seiner Weiterbildung in Filmtechnik und Regie in Aserbaidschan entschloss sich Imanov 2013, an unserer Uni Medienwissenschaften zu studieren. Während seines Studiums hat er das I Mann Studio aufgebaut, welches in den letzten Jahren acht Kurzfilme, zwei Dokus und sechs Werbefilme für regionale Kunden produziert hat. Die Idee, einen zweistündigen Langfilm zu drehen, war schon lange ein Traum, der sich mit Tunnelblick nun erfüllt hat.

Ab 2019 soll der Film auf Kino-Leinwänden in ganz Deutschland laufen.Wenn ihr nicht so lange warten wollt, könnt ihr live bei der Vorpremiere miterleben, wenn ihr noch schnell bis zum 1. November über die Website oder bei UCI eine Karte ergattern könnt.

Neuen Kommentar schreiben