Modulhandbuch (Module manual)

M.184.5236 Theorie des internen Rechnungswesens – Eine Steuerungsperspektive
(Accounting Theory – A Stewardship Perspective)
Unterrichtssprache (teaching language):
Koordinator (coordinator): Prof. Dr. Ebert, Michael
Lehr- und Forschungseinheit (teaching unit): K.184.52361 Theorie des internen Rechnungswesens – Eine Steuerungsperspektive
K.184.52362 Theorie des internen Rechnungswesens – Eine Steuerungsperspektive
Auskünfte (information): Drewes, Manuel (manuel.drewes@uni-paderborn.de)
Credits/ ECTS: 10
Zeitmodus (semester): Sommersemester (summer semester)
Kurzbeschreibung (short description):
Dieses Modul beschäftigt sich mit den informationsökonomischen Grundlagen des Rechnungswesens als Steuerungsinstrument im weitesten Sinne. Dabei wird der Fokus auf Koordinationsprobleme zwischen dem Unternehmen und angestellten Managern gelegt. Einfache Prinzipal-Agenten-Modelle helfen dabei zu verstehen, wie zum Beispiel unterschiedliche Planungshorizonte oder die Interaktion individuell rationaler Managemententscheidungen zu Koordinationsproblemen führen. Aus dem Verständnis der Probleme heraus werden diese Prinzipal-Agenten-Modelle dann genutzt, um Lösungsmöglichkeiten zu finden; zum Beispiel durch optimale anreizkompatible Verträge oder Verrechnungspreise.
Die Inhalte werden in einem dreiteiligen Lehrkonzept mit folgenden Teilen vermittelt: Die Teilnehmer erarbeiten sich selbstständig kapitelweise die Inhalte des Basislehrbuchs. Ein wöchentlicher Vorlesungsblock dient dazu, mit dem Dozenten die dort gelesenen Inhalte zu diskutieren, Verständnisprobleme aufzulösen und bei Bedarf technische Hilfestellung zu den im Buch vorgestellten Modellen zu bekommen. Im zweiten wöchentlichen Vorlesungsblock werden durch den Dozenten einzelne wissenschaftliche Arbeiten vorgestellt, die den Inhalt des gerade behandelten Buchkapitels betreffen. Dadurch wird sowohl die praktische Relevanz der theoretischen Konzepte verdeutlicht, als auch ein Einblick in die Rechnungswesenforschung vermittelt. Der dritte wöchentliche Termin beinhaltet eine Übung, bei der Unterrichtsstoff in Form konkreter Aufgaben mit Modellcharakter für die Klausur geübt und gefestigt wird.
Lehrveranstaltungen - Teilmodule (courses - module elements):
K.184.52361 Theorie der Rechnungslegung II (30h Kontaktzeit, 120h Selbststudium)
K.184.52362 Theorie der Rechnungslegung II – Übung (30h Kontaktzeit, 120h Selbststudium)
Empfohlene Voraussetzungen (prerequisites):
Die Inhalte der folgenden Module werden für dieses Modul vorausgesetzt (the following modules are prerequisites):

M.184.2235 Grundlagen des Controlling
Voraussetzungshinweise (prerequisite suggestions):
Grundkenntnisse in Controlling (äquivalent zu M.184.2235 Grundlagen des Controlling) Grundkenntnisse der Entscheidungslehre (rationale Entscheidungen unter Unsicherheit)
Kombinationshinweise - Überschneidungen (overlapping modules):
Die Kombination mit folgenden Modulen ist nicht zulässig. (it is not feasible to combine with these modules):

Zur Zeit sind keine Überschneidungen bekannt. (No overlaps are known.)
Prüfungsmodalitäten (assessments):
Abschlussklausur 90 Minuten 100%

Vom jeweiligen Lehrenden wird spätestens in den ersten drei Wochen der Vorlesungszeit bekannt gegeben, wie die Prüfungsleistung konkret zu erbringen ist.
Lernziele (learning objectives):
Faktenwissen
(factual knowledge):
Die Studierenden…
- kennen das entscheidungstheoretische Grundmodell für Entscheidungen unter Unsicherheit und die Rolle, die Information, darin spielt
- erlangen vertiefendes Wissen über die Modellierung von Interessenkonflikten, die Definition und die Messung von Agencykosten.
- verstehen die Zielkonflikte zwischen der Unternehmung und angestellten Managern und die daraus resultierenden Koordinationsprobleme
Methodenwissen
(methodic competence):
Die Studierenden…
- sind in der Lage Anreizsysteme formal zu beschreiben und für gegebene einfache Koordinationsprobleme mit Hilfe von Anreizsystemen optimale Lösungen herzuleiten
Transferkompetenz
(transfer competence):
Die Studierenden…
- können mit Hilfe des Gelernten Systeme der internen Unternehmensrechnung analysieren und Lösungsvorschläge für typische Koordinationsprobleme Unternehmenssicht unterbreiten.
- Verstehen existierende Lösungsvorschläge und sind in der Lage, diese kritisch zu bewerten.
Normativbewertendes Wissen
(normative competence):
Die Studierenden…
- können beliebige Entscheidungen unter Unsicherheit formal strukturieren und lösen.

- verstehen und beurteilen Aussagen zur Anreizkompatibilität von Koordinationsinstrumenten, die auf Informationen des Rechnungswesens aufbauen
Schlüsselqualifikationen (skills):
Die Studierenden…
- bilden selbständig Lern- bzw. Arbeitsgruppen und vertiefen gemeinsam das in der Vorlesung erlernte Wissen.
- beteiligen sich in den Kleingruppen durch aktive Mitarbeit.

Methodische Umsetzung (methodic implementation):
Die Studierenden…
- tragen durch Fragen und Diskussionsbeiträge zur Vorlesung bei und präsentieren im Rahmen der Übung ihre eigenen Lösungsvorschläge für die gestellten Übungsaufgaben.
Unterrichtssprache (teaching language):
Ablaufinformationen, Terminplan, etc. (practical implementation, schedule):
Informationen werden in der ersten Veranstaltung sowie in koaLA bekannt gegeben
Bemerkungen (remarks):
Lernmaterialien, Literaturangaben (learning material, literature):
Basisliteratur:
• Ewert, R., A. Wagenhofer: Interne Unternehmensrechnung, 8. Auflage, Springer-Verlag, Berlin, 2014
• Christensen, J., J. Demski: Accounting Theory – An Information Content Perspective, McGraw-Hill Irwin, Boston, 2003
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