Modulhandbuch (Module manual)

M.184.3356 Methoden der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle
(Methods for developing IT-based business models)
Unterrichtssprache (teaching language): Deutsch
Koordinator (coordinator): Prof. Dr. Kundisch, Dennis
Lehr- und Forschungseinheit (teaching unit): K.184.33561 Methoden der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle
K.184.33562 Methoden der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle Übung
Auskünfte (information): John, Thomas (Thomas.John@uni-paderborn.de)
Credits/ ECTS: 5
Zeitmodus (semester): Wintersemester (winter semester)
Kurzbeschreibung (short description):
Wie schafft es Nespresso, seinen Kaffee im Vergleich zu Wettbewerbern für den 10-fachen Preis zu verkaufen? Warum werden Airbnb und Uber von Hotel- bzw. Taxibesitzern so gefürchtet? Was hat dazu geführt, dass Netflix zu einem der weltweit führenden Videostreaming-Anbieter wurde?

Zentral für den Erfolg dieser Unternehmen sind ihre innovativen Geschäftsmodelle. Ein Geschäftsmodell beschreibt dabei die Grundlogik eines Unternehmens und definiert, wie ein Unternehmen seine Leistungen erstellt, an Kunden vermarktet und dadurch Gewinn erzielt. Zielgerichtete, substanzielle Änderungen am vorherrschenden Geschäftsmodell (sogenannte Geschäftsmodellinnovationen) sind im Zeitalter der Digitalisierung für Unternehmen aller Branchen und Größen ebenso erfolgskritisch wie Produkt- und Dienstleistungsinnovationen. In diesem Modul lernen die Teilnehmer daher Methoden kennen, um Geschäftsmodelle systematisch zu entwickeln.

Das Modul umfasst u. a. die folgenden Bestandteile:

(1) Einführung in das Geschäftsmodell-Konzept:
Notwendigkeit, Inhalt und Abgrenzung zu weiteren Konzepten (z. B. Strategie, Prozesse)
(2) Vorgehensmodell zur Entwicklung von Geschäftsmodellen in Start-ups und bestehenden Unternehmen:
Lean-Startup-Methode bzw. discovery-driven-planning

Zur Anwendung im Rahmen des Vorgehensmodells:
(3) Methoden zur Ideengenerierung und deren kognitive Grundlagen:
Einführung in kognitive kreative Prozesse (zunächst losgelöst von Geschäftsmodellen), Einführung in Methoden zur Ideengenerierung für Geschäftsmodelle (Pattern, Beispiel-Kataloge etc.)
(4) Methoden zur Ideendokumentation/-kommunikation/-analyse:
Business Model Canvas, Value Proposition Canvas, Environment Map
(5) Methoden zur Analyse der Nachfragerseite:
Lean prototyping, Suchmaschinen-/Facebook-/Crowd-Experimente und A/B-Testing
(6) Methoden zur Analyse der Anbieterseite: Aufwandsschätzung, Online-Wettbewerbsbeobachtung
(7) Integrierte Anwendung der Methoden aus (3-6) mittels des Vorgehensmodells (2) im Rahmen einer Fallstudie

Einen Überblick über Themen-verwandte Lehrveranstaltungen unseres Lehrstuhls erhalten Sie auf unserer
Lehrprofil-Übersicht.
Lehrveranstaltungen - Teilmodule (courses - module elements):
W3356: Vorlesung und Übung (50 h Kontaktzeit, 100 h Selbststudium), Dozent: Dr. des. Thomas John
Modulinformationen auf unserer Lehrstuhl-Webseite
Empfohlene Voraussetzungen (prerequisites):
Die Inhalte der folgenden Module werden für dieses Modul vorausgesetzt (the following modules are prerequisites):

Zur Zeit sind keine Voraussetzungen bekannt. (No conditions are known.)
Voraussetzungshinweise (prerequisite suggestions):
Zurzeit sind keine Voraussetzungen bekannt.
Kombinationshinweise - Überschneidungen (overlapping modules):
Die Kombination mit folgenden Modulen ist nicht zulässig. (it is not feasible to combine with these modules):

Zur Zeit sind keine Überschneidungen bekannt. (No overlaps are known.)
Erläuterungen (comments):
Zurzeit sind keine Überschneidungen bekannt.
Prüfungsmodalitäten (assessments):
1. 100 % ak: Abschlussklausur / final written exam
Summe 100 %

Erläuterungen / comments:
In der Abschlussklausur werden die Inhalte der Vorlesung sowie der Übung abgefragt. Für die Zulassung zur Prüfung ist ein Nachweis darüber zu erbringen, dass die Teilnehmer die im Modul eingeführten Geschäftsmodell-Entwicklungsmethoden im Semesterverlauf selbstständig angewendet haben (die Anforderungen an diesen Nachweis werden zu Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben).
Lernziele (learning objectives):
Faktenwissen
(factual knowledge):
siehe Schlüsselqualifikation
Methodenwissen
(methodic competence):
siehe Schlüsselqualifikation
Transferkompetenz
(transfer competence):
siehe Schlüsselqualifikation
Normativbewertendes Wissen
(normative competence):
siehe Schlüsselqualifikation
Schlüsselqualifikationen (skills):
Die Studierenden…
1.1 können erläutern, was das Geschäftsmodell-Konzept ist und warum und wofür man es benötigt.
1.2 können erläutern, warum bei der Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle die Lean-Startup-Methode bzw. discovery-driven-planning häufig zielführender ist als Kapitalwert-basiertes Vorgehen.

2.1 können die im Modul gelehrten Methoden alleine und im Team anwenden.
2.2 können in einem gegebenen Fall entscheiden, welche der im Modul gelehrten Methoden in welcher Reihenfolge sinnvoll angewendet werden sollten.

3.1 können die zentralen Charakteristika sowie die Limitationen eines (selbstentwickelten) Geschäftsmodells souverän präsentieren.
3.2 können in einer Diskussion den eigenen Standpunkt zur Qualität eines (selbstentwickelten) Geschäftsmodells überzeugend vertreten.
Methodische Umsetzung (methodic implementation):
Unterrichtssprache (teaching language):
Deutsch
Ablaufinformationen, Terminplan, etc. (practical implementation, schedule):
Bemerkungen (remarks):
Lernmaterialien, Literaturangaben (learning material, literature):
Osterwalder, Alexander; Pigneur, Yves; Bernarda, Greg; Smith, Alan (2014): Value Proposition Design. How to create products and services customers want. Wiley, Hoboken, NJ.

Osterwalder, Alexander; Pigneur, Yves (2010): Business model generation. A handbook for visionaries, game changers, and challengers. Wiley, Hoboken, NJ.
Zum Seitenanfang