Konzept

Was kennzeichnet eine Skulptur? Diese Frage stellt sich angesichts zunehmender Entgrenzungstendenzen in der zeitgenössischen Kunst verstärkt und lässt es zunächst fragwürdig erscheinen, weiterhin in traditionellen Gattungen wie Zeichnung, Malerei, Skulptur, Film, Fotografie oder Performance zu denken. Mit dieser Erweiterung des Skulpturalen ergeben sich neue Blickwinkel auf Lehr- und Lernprozesse in der Kunst. In Bezug auf die veränderten Erlebnisqualitäten des im Erfahrungsraum des Subjekts verorteten Kunstwerks soll gemeinsam über die Lehre der Bildhauerei nachgedacht werden. Welche Perspektiven lassen sich für eine Didaktik der Bildhauerei eröffnen? Wie hängen diese mit der Veränderung des Kunstbegriffs der letzten Jahrzehnte zusammen? Welche skulpturalen Fragen lassen sich kunstwissenschaftlich oder künstlerisch aufwerfen und inwiefern besitzen sie kunstpädagogische Relevanz? Welche Elemente der Skulptur existieren dabei immer schon und welche sind im Zuge der verschiedenen Entgrenzungstendenzen neu hinzugekommen? Wie wirkt sich dies auf die künstlerische Lehre von Bildhauerinnen und Bildhauern aus?
Mit diesen Fragestellungen werden sich 20 Referentinnen und Referenten aus Kunstwissenschaft, Kunst und Kunstpädagogik auseinandersetzen. Ihre Beiträge sind sechs Sektionen zugeordnet, innerhalb derer diese Perspektiven im Hinblick auf vier Aspekte von Entgrenzung diskutiert werden: Skulptur und Raum, Skulptur und Material, Skulptur und Zeit sowie Skulptur und Betrachter. Die Eingeladenen erörtern verschiedene Formen skulpturalen Denkens und Handelns im Kontext des Themas „Skulptur lehren“.

Sara Hornäk

 

PLANUNG
Sara Hornäk unter Mitarbeit von Susanne Henning

MODERATION
Sara Hornäk, Susanne Henning, Lisa Kuntze-Fechner, Anna Penning