Mission Reports: artistic practice in the field


Ursula Biemann (Zürich)

Einführung: Prof. Dr. Inga Lemke
28.10.2012
15-18 Uhr
S2.101 im Kunstsilo

Presseinformation Fach Kunst,

„Mission Reports: artistic practice in the field“
Workshop von Ursula Biemann über den Videoessay und ihre Feldforschung in den transnationalen Territorien der Welt

In ihren Videoessays hat die Künstlerin eine ästhetische Sprache für Themen der Migration, Mobilität, Technologie und Gender entwickelt, in der sich geografische und videografische Räume überlagern. Der Workshop diskutiert am Beispiel von Black Sea Files entlang der kaspischen Ölpipeline und Europlex im spanisch-marokkanischen Grenzland, wie eine Praxis aussehen könnte, die sich in der Zwischenlage zwischen theoretischem Diskurs, wissenschaftlicher Feldarbeit und künstlerischer Produktion situiert.

Ursula Biemann, geboren 1955 in Zürich. Lebt seit 1991 in Zürich und arbeitet weltweit. Bachelor of Fine Arts with honors der School of Visual Arts (1986) und Whitney Independent Study Program (1988) in New York. Seit 1988 künstlerische Forschungsprojekte und Videoessays zu Grenzen, Migration und Geografie. Initiatorin komplexer Formen von Zusammenarbeit in den kuratorischen Projekten Geografie und die Politik der Mobilität, Wien 2003, B-Zone. Becoming Europe and Beyond, Berlin 2005 und The Maghreb Connection, Kairo 2006. Ihre Videoinstallationen Black Sea Files zur kaspischen Ölgeografie und Sahara Chronicle zum nordafrikanischen Migrationssystem werden an internationalen Ausstellungen und Festivals gezeigt, u.a. den Biennalen von Istanbul, Sevilla, Liverpool, Shanghai, Gwangju, Thessaloniki, Bamako, Teneriffa und San Diego. Retrospektive Ausstellungen im Bildmuseum Umea, Kunsthalle Nikolaj Kopenhagen und Helmhaus Zürich. Autorin und Verlegerin von mehreren Büchern, darunter Stuff it - the video essay in the digital age, 2003; The Maghreb Connection, 2006, und die Monografie Mission Reports - artistic practice in the field, 2008. Sie forscht am Institut für Theorie an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie hält weltweit Vorträge und Workshops und erhielt den Ehrendoktor in Humanwissenschaft der Schwedischen Universität von Umea 2008.

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Prof. Dr. Katja Hoffmann

Dienstag, 18.07.2017
18 - 20 Uhr

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