Produkte

 

PAPI-Beratungsleitfaden I

 

Präventionskurs „Aktiv und gesund durch die Schwangerschaft“

 

Qualifizierungsmaßnahme für Hebammen

 

PAPI-Beratungsleitfaden II

 

PAPI-Karteikarten "Häusliche Bewegungsräume I"

 

PAPI-Multiplikatorenschulungen/Workshopreihe U3

 

PAPI-Coaching-Reihe für KiTas

 

PAPI-Handreichung zur Ernährungsbildung

 

PAPI-Karteikarten "Häusliche Bewegungsräume II"

 

PAPI-Familienkalender "Erkundungsspaziergänge"

 

PAPI-Gesundheitsführerschein

 

PAPI-Kinderküche

 

PaPiPu-Spielekartei

 

PaPiPu-Fortbildung/Workshop

 

Entwicklungsförderung durch Musik, Rhythmus und Bewegung

 

Fortbildung für Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen

 

Walking-Bus

 

PAPI-Beratungsleitfaden III

 

PAPI-Qualitätsleitbild für die Adipositasprävention in der Grundschule

 

Essen und Trinken in KiTa und Schule

 

PAPI-Mitmach-Choreografie „Beweg dich!”

 

Tipps für den Umgang mit Medien

 

Ernährungsirrtümer

 

PAPI-Beratungsleitfaden I

„Unbeschwert aufwachsen in Paderborn“ für Beratungssituationen mit Schwangeren


Dieser wurde in Form eines Aufklebers entwickelt, der auf die Rückseite des Mutterpasses aufgebracht werden kann. Somit haben Gynäkologen und Hebammen dieselbe Beratungsgrundlage zur Adipositasprävention für das Gespräch mit den Schwangeren. Die Botschaften sind kurz und einfach formuliert und mit anschaulichen Piktogrammen hinterlegt. Auf der Rückseite des Mutterpasses, den jede Schwangere besitzt, sind die Informationen für die Eltern gut sichtbar und stets präsent angebracht.

 

Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.

 

Präventionskurs „Aktiv und gesund durch die Schwangerschaft“

Das Präventionsprogramm „Aktiv und gesund durch die Schwangerschaft“ ist eine Kombination eines gezielten Bewegungstrainings mit einer spezifischen Ernährungsschulung. Mit diesem Angebot wurde im Themenfeld Schwangerschaft ein neues Präventionsangebot geschaffen. Die Innovation liegt hierbei einerseits in der Kooperation von Hebammen, Ernährungsfachkräften und Sportvereinen, anderseits geht das Präventionsangebot weit über die eigentliche Geburtsvorbereitung und Schwangerschaftsgymnastik hinaus.
Ausgewogene Ernährung und angemessene Bewegung in der Schwangerschaft wirken sich direkt positiv auf den Verlauf der Schwangerschaft und die weitere Gesunderhaltung von Mutter und Kind aus.

 

Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.

 

Qualifizierungsmaßnahme für Hebammen

Das Konzept des Präventionsprogramms „Aktiv und gesund durch die Schwangerschaft“ sieht für die Durchführung ein interdisziplinäres Team aus Hebamme, Ökotrophologin und Übungsleiter mit Zusatzqualifikation P (Präventionssport) vor.
Grundlegend für eine ganzheitliche Betreuung und Motivation der Schwangeren in diesem Kurskonzept ist eine Zusatzausbildung für Hebammen „Sport in der Schwangerschaft“.
Die schulische und praktische Ausbildung der Hebammen beinhaltet derzeit die Thematik „Sport in der Schwangerschaft“ nur marginal. Sie umfasst lediglich ansatzweise die Beratung zu Sport in der Schwangerschaft, aber nicht die Qualifikation für eine die praktische Umsetzung der Inhalte. Es besteht also Notwendigkeit, Hebammen in Theorie und vor allem in der Praxis für den Bereich „Sport in der Schwangerschaft“ zu qualifizieren. In Paderborn konnte diese erfolgreich in das Unterrichts-Curriculum der Hebammenschule der St. Vincenz Krankenhaus GmbH integriert werden. Ein Konzept für eine Weiterbildung der in der Schwangerenbetreuung tätigen Hebammen wird derzeit in Kooperation mit dem Landessportbund NRW erarbeitet.

 

PAPI-Beratungsleitfaden II

„Unbeschwert aufwachsen in Paderborn” für Beratungssituationen mit Eltern


Dieser Beratungsleitfaden II wurde in Form eines Aufklebers entwickelt, der auf die Rückseite des gelben Untersuchungsheftes aufgebracht werden kann. So haben Kinderärzte und Hebammen dieselbe Beratungsgrundlage zur Adipositasprävention für das Gespräch mit den neuen Eltern.


Die Botschaften sind kurz und einfach formuliert und mit anschaulichen Piktogrammen hinterlegt. Auf der Rückseite des gelben Untersuchungsheftes, das in der Geburtsklinik für jedes Kind ausgestellt wird, sind die Informationen für die Eltern gut sichtbar und stets präsent angebracht.

 

Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.

 

PAPI-Karteikarten "Häusliche Bewegungsräume I"

Für die praktische Umsetzung der Bewegungsförderung im Säuglingsalter durch die Eltern entwickelte das PAPI-Projekt das Karteikartensystem „Häusliche Bewegungsräume I“. Diese Karteikarten mit Bewegungsanregungen für „zu Hause“ werden von Multiplikatoren (Kinderärzte, Hebammen, Krabbelgruppenleitern, Erzieherinnen, etc.) an die Eltern weitergegeben.


Mit den Übungen und Bewegungsspielen können Säuglinge jeden Tag zu Hause bei ihrer Entwicklung begleitet und ihre Entwicklungsfortschritte spielerisch gefördert werden. Das Ziel ist eine erfüllte Spielzeit ohne Leistungsdruck für Eltern und Kinder. Die gezielten, alltäglichen Handlungs- und Bewegungsabläufe ermöglichen es den Kindern, ihre Selbstständigkeit zu erfahren und weiter zu entwickeln.

 

Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.

 

PAPI-Multiplikatorenschulungen/Workshopreihe U3

„Besser essen. Mehr bewegen. – U3“


Das PAPI-Team der Universität Paderborn entwickelte eine Fortbildungsreihe für alle, die beruflich mit Kindern im Alter von 0 – 3 Jahren zu tun haben. Angesprochen sind Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und Hebammen, Krabbelgruppenleiterinnen, Übungsleiterinnen, Tageseltern, aber auch Krankenschwestern, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Arzthelferinnen, etc. Das Thema der Multiplikatorenschulung lautet „Besser essen. Mehr bewegen. – U3 – Bewegungs- und Ernährungserziehung im Säuglings- und Kleinkindalter“.


Die einführende Veranstaltung liefert Impulsvorträge zu unterschiedlichen Ansätzen der Adipositasprävention. Den Einstieg in das Thema macht die Psychologin Dr. Birgit Sievers-Böckel in ihrem Vortrag „Der Schuster mit den schlechten Schuhen“ über den Spagat zwischen Vorbild und Selbstbetroffenheit, also über das Selbstverständnis der Multiplikatoren gegenüber Gesundheitsthemen.


Die Physiotherapeutin und Diplom Pädagogin Brigitte Michels betrachtet in ihrem Beitrag „1, 2, 3 im Sauseschritt…“ die motorische Entwicklung des Säuglings und Kleinkindes unter Berücksichtigung seiner sozialen Bezugssysteme.


Im Beitrag „Ein Löffel für die Oma…“ der Ärztin und Diplom Oecotrophologin Ines Gellhaus geht es um die frühkindliche Ernährungserziehung und -bildung.


Abschließend zeigt die Diplom Sportlehrerin Nicole Satzinger Möglichkeiten, Gelegenheiten und Räume für Sport und Bewegung von Kleinkindern auf. Mit ihrem Thema „es rappelt in der Kiste“ trifft sie besonders die Bedürfnisse von Erzieher/innen in Kindertageseinrichtungen, die zunehmend Kinder unter 3 Jahren aufnehmen.


Den Nachmittag des Fortbildungstages oder in einer zweiten Veranstaltung werden die oben beschriebenen Inhalte in vier Praxis-Workshops vertieft. Die Praxis-Workshops werden wiederholt, so dass jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin insgesamt zwei Workshops besuchen kann. Variationen im Ablauf und in den Inhalten sind nach Absprache möglich.

 

PAPI-Coaching-Reihe für KiTas

„Besser Essen. Mehr Bewegen.” in Kindertageseinrichtungen


Mit dem Besuch einer Kindertagseinrichtung werden die Erzieherinnen und Erzieher zu prägenden außerfamiliären Bezugspersonen und die Einrichtung zu einem bedeutsamen Lern- und Erfahrungsfeld für die Kinder. Für die Adipositasprävention und Intervention sind sowohl die Gestaltung günstiger Rahmenbedingungen, als auch gesundheitsförderliche Verhaltensweisen im Hinblick auf Bewegung und Ernährung wichtig. In enger Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen wurde ein Coachingprogramm zum Thema„Besser Essen. Mehr Bewegen.” entwickelt. Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht die Veränderung von Rahmenbedingungen, um Kinder und Eltern in der Entwicklung und Stabilisierung gesundheitsorientierter Lebensstile zu unterstützen. Mehr zu den Inhalten der Coachingreihe und der praktischen Umsetzung in den KiTas erfahren sie auf der PAPI-Homepage.

 

PAPI-Handreichung zur Ernährungsbildung

Essen und Ernährung in der frühkindlichen Bildung – ein Beitrag im Entwicklungsprojekt PAPI


Frühkindliche Bildung ist nach den zahlreichen Erhebungen zum Bildungsstand in Deutschland stärker in den Fokus gerückt. Die frühkindliche Bildungsforschung bietet jedoch für den Erwerb von Alltags- und Lebenskompetenzen - besonders im Umgang mit Essen, Ernährung und Konsum - keine Grundlagen, auf denen pädagogische oder didaktische Konzepte entwickelt, durchgeführt und evaluiert wurden. Hier fehlt ein entscheidender Bereich der Grundlagenforschung. Nichtsdestotrotz wimmelt es auf dem Markt an Tipps, Medien und Materialien unterschiedlicher Anbieter, die Hilfestellung im Umgang mit Essen und Ernährung in KiTas und Grundschulen versprechen. Diese Veröffentlichung verbindet die Erarbeitungen zum Curriculum Ernährungs- und Verbraucherbildung nach REVIS mit Erkenntnissen jahrelangen Coachings zum Ess- und Trinkmanagement mit Kindern in Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Es ist eine Handreichung für Multiplikatoren aber auch interessierte Eltern. Theorie und Praxis ergänzen sich in diesem Grundlagenwerk für eine fundierte Ausrichtung des Essund Trinkmanagements in KiTas und Grundschulen.

 

Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.

 

PAPI-Karteikarten "Häusliche Bewegungsräume II"

Die Bewegungsräume für Kinder im Wohnumfeld sind häufig sehr begrenzt, so dass viele Kinder davon träumen, die Wohnung als Spielplatz zu nutzen. Welche Möglichkeiten sich hier bieten, zeigt diese Spielekartei!


Das Karteikartensystem kann sowohl direkt von den Eltern, als auch in Kindertageseinrichtungen eingesetzt werden und so auf zwei Wegen Eingang in das familiäre Leben finden:

  • Die Kinder führen mit den Erzieherinnen die Bewegungsaufgaben in der KiTa durch und übertragen diese auf ihr häusliches Umfeld.

  • Die Eltern lernen die Bewegungsaufgaben in regelmäßig stattfindenden Elterncafés kennen und werden so motiviert, die Aufgaben gemeinsam mit ihren Kindern im häuslichen Umfeld umzusetzen.

Die Karten beinhalten Abbildungen mit den unterschiedlichen Übungen, sowie kurze Erklärungen für Erzieherinnen. Je nach Farbgebung sind die Übungen den Bereichen Ausdauer, Kraft, Entspannung, Wahrnehmung, Spiel und Koordination zugeordnet.


Zusätzlich wird die Karteikartensammlung durch einen 6-Seiten-Farbwürfel ergänzt. Dieser soll die Kinder aktiv in den Prozess der Übungsfindung einbeziehen. Die Kinder dürfen würfeln und dann gemeinsam mit den Erzieherinnen eine der gewürfelten Farbe entsprechende Karteikarte ziehen. Die unterschiedlichen Farben stehen für die unterschiedlichen Bewegungskategorien.

 

Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.

 

PAPI-Familienkalender "Erkundungsspaziergänge"

Der Familienkalender ist praktisch und spannend zugleich! Er kann als Wochenplaner für die Familie genutzt werden und bietet darüber hinaus interessante Spielanregungen für Spaziergänge.


Der Familienplaner verfolgt das Ziel, Eltern und Kinder anhand von kleinen Bewegungsaufgaben zu regelmäßigen Erkundungsspaziergängen und zur Bewegungsförderung anzuhalten.


Die Erkundungsspaziergänge bieten eine hervorragende Möglichkeit, sich die sozialräumliche Umgebung zu erschließen und gleichzeitig Bewegung und Spiel zu integrieren. Sie können dazu beitragen, Eltern und Kindern ein Gemeinschaftserlebnis zu vermitteln.

 

Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.

 

PAPI-Gesundheitsführerschein

Der Gesundheitsführerschein ist ein Konzept zur Paderborner Adipositas Prävention und Intervention, das in Kindertageseinrichtungen angeboten werden kann. Über ein Kindergartenjahr werden Kinder und Eltern in Ernährungsund Bewegungsaktionen eingebunden mit dem Ziel, einen gesundheitsförderlichen Lebensstil zu verankern.
Der Gesundheitsführerschein besteht aus fünf Bausteinen, die auch unabhängig voneinander genutzt werden können:

  • Bewegungs-Hausaufgaben
  • Bonusheft
  • Urkunde
  • Bewegungskartei „Häusliche Bewegungsräume“
  • Familienkalender „Erkundungsspaziergänge“

 

PAPI-Kinderküche

In der Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen im Kreis Paderborn entstand die Idee, ein Rezeptbuch mit Lieblingsrezepten zu erstellen. Die Vorschläge entsprechen den Empfehlungen für Kinderernährung und ermöglichen ein „unbeschwertes“ Aufwachsen.


Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.

 

PaPiPu-Spielekartei

Die PaPiPu Spielekartei enthält abwechslungsreiche „bewegende” Spiele, die leicht in den täglichen Schul- sowie in den KiTa-Alltag eingebaut werden können.


Sie teilt sich auf in folgende Kategorien:

  • Spiele für zwischendurch
  • Aktivierungsspiele
  • Kooperationsspiele
  • Spiele zum Austoben
  • Spiele mit Musik, Tanz und Kreativität
  • Rhythmisierung
  • Lernspiele
  • Konzentrationsspiele
  • Spiele zur Wahrnehmungsschulung
  • Entspannungsspiele

Für die meisten Spiele werden keine oder in der Regel vorhandene Alltagsmaterialien benötigt. Zur Unterstützung einiger Übungen sind Buchstabenkarten, Farbkärtchen u. ä. sinnvoll. Diese stehen – mit hilfreichen Anregungen zum Einsatz der Spiele und einer Spieleübersicht zum Aufhängen – auf der PAPI-Homepage als Download zur Verfügung. Die Spielekartei kann problemlos selbst erstellt werden!

 

Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.

 

PaPiPu-Fortbildung/Workshop

„Bewegung im Unterricht – bewegtes Lernen“ mit der PaPiPu-Spielekartei


Im Workshop werden in einem Präsentationsteil die theoretischen Hintergründe für Bewegung im Unterricht/in der KiTa vorgestellt. Im anschließenden Praxisteil werden die Spiele der Spielkartei erprobt und Fragen zum Einsatz und zu den Förderbereichen geklärt.
Der Workshop wird von einer Sonderpädagogin durchgeführt, die auch an der Entwicklung der Spielekartei beteiligt war. Er richtet sich an pädagogische Mitarbeitende in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen, Übungsleiterinnen, Eltern und andere Interessierte.

 

Entwicklungsförderung durch Musik, Rhythmus und Bewegung

Kinder sind verspielt, lieben Musik und bewegen sich gerne. Indem diese Bereiche aufgegriffen und miteinander verbunden werden, soll bei den Kindern Bewegung mit positiven Emotionen verknüpft werden, „denn was man gerne tut, das tut man auch regelmäßig!“ (www.gut-fuer-dich.info).


Spielekarteikarten: Übungen aus dem Bereich Musik, Rhythmus und Bewegung für Kindergarten und Grundschule


Alle Spiel- und Übungsformen des Konzeptes sind so angelegt, dass sie mit Alltagsmaterialien, die entweder in Bildungseinrichtungen vorhanden oder leicht zu beschaffen sind, durchgeführt werden können. Die Aufgabenstellungen richten sich u. a. auf Kombinationen wie „Beobachten und Reagieren“, „Hören und Erkennen“, „Sehen und Reflektieren“.


Die Karteikarten sind so gestaltet, dass sie leicht in die PaPiPu-Spielkartei (s. S. 59) integriert werden können.

 

Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.

 

Fortbildung für Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen

In der Fortbildung werden die ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen mit den grundlegenden theoretischen Kenntnissen, den methodisch-didaktischen Überlegungen und der Anwendung der entwickelten Materialien (s. u.) vertraut gemacht. Darüber hinaus soll der Mut zu eigener Kreativität im Bereich Musik, Rhythmus und Bewegung unterstützt und gefördert werden.

 

Walking-Bus

Der Walking Bus ist eine gesunde, sichere und lustige Art zur Schule und wieder nach Hause zu gelangen. Dieser „Bus“ fährt nicht auf vier Rädern, wie es bei einem normalen Schulbus der Fall ist. Vielmehr handelt es sich um einen virtuellen Bus, in dem Kinder in Begleitung Erwachsener den Schulweg zu Fuß bestreiten. Dafür werden Haltestellen festgelegt, Routen und Fahrzeiten vereinbart, die Kinder als „Passagiere“ werden von Erwachsenen als „Busfahrer“ begleitet. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Schulkinder den täglichen Weg zur Schule zu Fuß gehen und dabei körperlich aktiv sind. Zur erfolgreichen „Busfahrt“ tragen alle Personen und Institutionen bei, die am Alltag von Heranwachsenden beteiligt sind: Eltern, Freunde, Nachbarn, Lehrer, Schule, Polizei, Gemeinde.

 

PAPI-Beratungsleitfaden III

„Unbeschwert aufwachsen in Paderborn” für Beratungssituationen mit Eltern
– zum Übergang von der KiTa zur Grundschule


Dieser Leitfaden wurde im Rahmen des PAPI-Projektes für Beratungssituationen mit Eltern entwickelt, deren Kinder von der KiTa in die Schule wechseln. Die wesentlichen Handlungsempfehlungen für diesen Übergang wurden mit Hilfe von Piktogrammen dargestellt und erleichtern die Orientierung für die Beratungssituation. Als Erinnerungsstütze wurde der Beratungsleitfaden im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung durch das Gesundheitsamt des Kreises in 2008 erstmalig an Eltern verteilt. In KiTas und Schulen soll er Pädagoginnen und Pädagogen als Hilfestellung im Rahmen der Gesundheitsförderung und Zusammenarbeit mit Eltern in derÜbergangssituation KiTa – Grundschule dienen.

 

Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.

 

PAPI-Qualitätsleitbild für die Adipositasprävention in der Grundschule

Adipositasprävention in der Grundschule


Das PAPI-Qualitätsleitbild ist eine wichtige Grundlage für die schulinterne Qualitätsentwicklung mit dem Fokus Gesundheitsförderung und Adipositasprävention in Grundschulen. Es bietet Orientierung für alle Beteiligten und Verantwortlichen in Schule. Die Zielsetzung ist es, ein breites Spektrum an Möglichkeiten für die Schulentwicklung abzubilden, das es Kindern ermöglicht „unbeschwert aufzuwachsen“.


Die Broschüre steht kostenlos als Download zur Verfügung.

 

Essen und Trinken in KiTa und Schule

Verpflegung in KiTas und Schulen des Kreises nach DGE-Qualitätsstandards Gemeinschaftsverpflegung in KiTas und Schulen in Deutschland ist nicht neu, hat aber durch die längere Verweildauer vieler Kinder und Jugendliche in diesen Einrichtungen eine neue Dynamik bekommen. Im Vergleich zu anderen europäischen
Staaten handelt es sich in Deutschland um ein vergleichsweise jungen Bereich, der von allen Beteiligten sowohl inhaltlich als auch formal entwickelt und etabliert werden muss. Hilfestellung geben die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlichten DGEQualitätsstandards (s. u.). Die Fachgruppe Ernährung und Verbraucherbildung der Universität Paderborn ist Partner im „Qualitätsnetzwerk Ernährung im Ganztag NRW“ und damit im Rahmen des Projektes PAPI ein wichtiger Netzwerkpartner für die Region. Für KiTas, Schulen, Schüler- und Elternvereinigungen, Kommunen und Multiplikatoren können prozessbegleitende Beratungs-, Informations- und Bildungsangebote angefragt werden.
Ergänzend unterstützt die „Vernetzungsstelle Schulverpflegung NRW”.


www.schulverpflegung.vz-nrw.de

 

PAPI-Mitmach-Choreografie „Beweg dich!”

Der Songtext geht schnell ins Ohr und die Choreographie ist dank der mitreißenden Musik und den leicht verständlichen Tanzbeschreibungen incl. Videoanleitung leicht erlernbar. Er wurde entwickelt für Kinder im Grundschulalter.


Produziert wurde der Song in Zusammenarbeit

mit Joachim Poschmann, sound-pool.net
Urheber des Songs:
Daniel Korting und Fatan Duraku

 

Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.

 

 

Tipps für den Umgang mit Medien

„Second Life“ – eine zweite Chance oder Leben aus zweiter Hand?

(Psychologische Beratungsstelle für Schule, Jugend und Familie des Kreises Paderborn -Regionale Schulberatungsstelle-)

 „ Unsere Tochter schaut nicht viel fern. Sie sitzt zwar mit mir im Wohnzimmer, wenn „meine Serie" läuft, aber sie guckt kaum hin.“

„ Unser Sohn sitzt eindeutig zu viel vor der „Kiste“, mein Ex-Mann achtet überhaupt nicht darauf, da kann ich nichts machen“

„ Seitdem wir ihm den Zugang zum Internet erlaubt haben, guckt unser Sohn kaum noch fern- nur noch nach dem Abendbrot.“

„ Bei uns gibt es Fernsehen und Computer erst, wenn die Hausaufgaben erledigt sind.“

„Unser Sohn spielt gern diese Internetspiele, zur Zeit „World of Warcraft“. Ich kann ihm das nicht verbieten, da nehme ich ihm ja die Kontakte, die er endlich mal geknüpft hat.“

„Unsere Tochter hat einen eigenen Fernseher auf dem Zimmer, da gibt es keinen Streit mehr über das Fernsehprogramm.“

Ein paar Fakten:
Fernsehen, Video, Computer, Playstation, Nintendo DS, MP3-Player  Digitalkamera: Medien beherrschen unser Leben- im Berufsalltag, in der Freizeit zu Hause- als Kinder und auch als Erwachsene.

  • Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben 99% der Haushalte mit Kindern mindestens ein Handy, 98% einen Fernseher und einen Computer, mehrheitlich mit Internetzugang. 92% der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren besitzen ein eigenes Handy, 65 % einen eigenen Fernseher und 60 % einen eigenen Computer, 42 % einen Spielekonsole für den Fernseher. Bei den Kindern unter 13 Jahre finden wir bei 44% einen eigenen Fernseher, bei 43 % eine eigene Spielekonsole, 36% ein eigenes Handy und 18% einen eigenen Computer. Allerdings sind erhebliche Geschlechtsunterschiede zu beobachten. Bereits 42% der Jungen, aber nur 31% der Mädchen im Grundschulalter haben einen eigenen Fernseher. Bei Computern beträgt das Verhältnis 41%  zu 31%, bei Spielekonsolen sogar 38% zu 16%.
  • Der Durchschnittsdeutsche sieht etwa 3, 5 Std. fern und nutzt 0,75 Std. das Internet. Kinder unter 13 Jahren mit eigenem Fernseher schauen 2Std. fern, ohne eigenen Fernseher 1, 5 Std. Dazu kommt die Nutzung von Computer und Spielekonsole.

Der Psychiater Mathew Dumont schreibt: „Durch das ständige Wechseln von Kameraposition und Fokus verändert sich auch der Bezugspunkt des Betrachters alle paar Sekunden. Diese Technik programmiert die Zuschauer regelrecht auf eine kurze Aufmerksamkeitsspanne“.  Der Sonderpädagoge Thomas Armstrong sieht eine negative Beeinflussung der Kinder durch Fernsehen und Videospiele, weil sie sie von multisensorischen Aktivitäten abhalten, die intellektuell, sozial und emotional bereichern. Der Kriminalpsychologe Christian Pfeiffer sieht vor allem die Jungen gefährdet, da sie viel häufiger über eigene Geräte verfügen, deshalb deutlich mehr Zeit mit den Medien verbringen und  auch deutlich mehr Interesse an gewaltverherrlichenden Medien haben.

Hoher Medienkonsum trägt bei zu:

  • motorischen Defiziten
  • schulischen Leistungsproblemen
  • Schulunlust
  • Aufmerksamkeitsdefiziten
  • LRS
  • Aggressionen
  • Identifikation mit Rollenbildern aus den Medien
  • soziale Störungen
  • Träumereien/ Leben in einer Serienwelt

Es lohnt sich also

  • für medienfreie Zeiten zu kämpfen
  • sich um eine entwicklungsfördernde Tagesstruktur zu bemühen
  • die positiven Wirkungen des Aushaltens von Langeweile als einer kreativen Pause anzuerkennen
  • die familiäre Kommunikation zu intensivieren


Vorsicht:  G l o t z e


Fernsehen kann die Entwicklung von Kindern gefährden!!
Fernsehen kann die Lernfähigkeit von Kindern gefährden. Sehen Kinder zu früh zu lang und zu oft fern, können Kinder körperlichen und seelischen Schaden nehmen.
Dies hat die Forschung jetzt unzweifelhaft  festgestellt.
Kinder, die zu viel fernsehen, leiden  viel häufiger als andere Kinder an Bewegungsmangel und Dickleibigkeit (Adipositas). Ihre Aufmerksamkeit und  ihre Konzentration werden geschwächt und sie sind häufiger als andere Kinder seelisch unausgeglichen.
Vielseher erbringen in Sprachtests, im Lesen und Schreiben deutlich schlechtere  Schulleistungen als Wenigseher.
Sogenannte Kindersendungen  - insbesondere privater Sender - enthalten ein hohes Maß an Gewaltdarstellungen. Dies führt  bei Vielsehern eindeutig zu mehr Gewaltbereitschaft und schlechtem Sozialverhalten in der Schule.

Daher Empfehlung an alle Eltern von Kindern:

Kein Fernseher ins Kinderzimmer!
Fernsehzeit begrenzen!
Nur ausgewählte Sendungen sehen lassen!
Über das Gesehene sprechen!“

So zeigen Sie als Eltern Verantwortung!

 

 

Die  Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt folgende Empfehlungen heraus:

Kinder brauchen klare Regeln im Umgang mit dem Fernseher!

Aufgrund der steigenden Zahl von Kindern mit Übergewicht, Konzentrations-, Hyperaktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen rückt die Frage nach den Einflussmöglichkeiten der Eltern immer mehr in den Vordergrund. Dabei geht es darum, wie Eltern eine altersgerechte und psychosoziale Entwicklung ihrer Kinder unterstützen können.

Neben regelmäßigen, gemeinsamen Mahlzeiten und geregelten Schlafenszeiten gehört tägliche körperliche Aktivität zur gesunden Entwicklung eines Kindes. Da übermäßiger Fernseh- und Computerkonsum einen negativen Einfluss auf das Verhalten der Kinder hat, brauchen sie von ihren Eltern klare Regeln im Umgang mit TV und PC. Wissenschaftlich belegt ist, dass zu früher und häufiger Fernseh- und Computerkonsum negativen Einfluss auch auf die geistigen Fähigkeiten und damit auf die Schulleistungen hat.

 

 

Empfehlungen zum Fernseh- und Computerkonsum der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA):

  • Kinder unter drei Jahren sollen überhaupt nicht fernsehen oder Computer spielen.
  • Vorschulkinder zwischen drei und fünf Jahren sollen nicht länger als eine halbe Stunde pro Tag vor dem Fernseher oder am Computer verbringen.
  • Bei Grundschulkindern sind bis zu einer Stunde Fernseh- bzw. Computerzeit pro Tag akzeptabel.
  • Kinder sollen nur einmal am Tag eine bestimmte Sendung schauen. Danach wird der Fernseher abgeschaltet.
  • Morgens vor dem Kindergarten oder vor der Schule, während der Mahlzeiten und unmittelbar vor dem Schlafengehen bleiben Fernseher bzw. Computer ausgeschaltet.
  • Dauert eine Sendung länger als die vereinbarte Zeit, sollte sie in altersgerechte „Portionen“ mit Hilfe eines DVD- oder Videorecorders aufgeteilt werden.
  • Kinder sollen auf gar keinen Fall alleine vor dem Fernseher sitzen und Eltern sollen darauf achten, dass auch nur die abgesprochene Sendung geschaut wird.
  • Fernsehgeräte gehören nicht ins Kinderzimmer.
  • Kinder unter zehn Jahren sollen nicht ohne Begleitung eines Erwachsenen im Internet surfen.

Fazit:

Wir stimmen dem Gesellschaftskritiker Jerry Mander zu: „Das Schlimmste, was man einem hyperaktiven Kind antun kann, ist, es vor ein Fernsehgerät zu setzen, denn dadurch wird es innerlich aktiviert und gleichzeitig von realer, sensorischer Stimulation und der Möglichkeit, auf dieselbe mit physischen Ausdruck zu reagieren, abgeschnitten.“ Also das Beste, was wir all unseren Kindern, vor allem unseren Söhnen antun können, ist, ihnen Gelegenheit zu beben, sich mit  anderen Dingen zu beschäftigen, die sie emotional, körperlich, geistig und sozial fordern und fördern, auch indem wir Erwachsene/ Eltern dafür Sorge tragen, dass Fernseher und PC bis auf begrenzte Zeiten abgeschaltet bleiben.

 

 

 

 

Ernährungsirrtümer von A bis Z

Abends essen macht dick
Diese Regel hat sich bei vielen Verbrauchern fest eingeprägt. Sie stimmt aber trotzdem nicht. Wann wie gegessen wird, hat vor allem klimatische und kulturelle Gründe. Auch wenn die Verdauung nachts etwas langsamer vorangeht, werden die Nährstoffe genauso gut verwertet wie tagsüber. Entscheidend für eine Gewichtszunahme ist die Gesamtmenge der aufgenommenen Kalorien während des ganzen Tages.

Solange sich Bedarf und Zufuhr immer wieder ausgleichen, kann man essen, wann man will, ohne zuzunehmen. So erklärt es sich auch, warum Spanier und andere Südeuropäer, die oft erst nach 22 Uhr richtig zulangen, nicht die dicksten und ungesündesten Europäer sind. Der genannte Zusammenhang klingt zwar auf den ersten Blick logisch: erst essen, dann schlafen - das muss ja ansetzen. Doch in Wahrheit ist es egal, wann gegessen wurde.

Abwechslungsreich essen
Dies bedeutet nicht, zum Bäcker gehen, und alle angebotenen Kuchen und Teilchen probieren. Abwechslungsreich essen bedeutet: Lebensmittel aus den verschiedenen Lebensmittelgruppen (Obst, Gemüse, Getreide, Milch, Fleisch, Fisch ...) essen. Das ist die beste Gewähr für eine ausreichende Bedarfsdeckung mit essentiellen Nährstoffen und stellt gleichzeitig einen guten Schutz vor einer hohen Aufnahme unerwünschter Nahrungsbegleitstoffe (z.B. Cholesterin, Purine, Schadstoffe) dar.

Aloe Vera stärkt das Immunsystem
Laut Werbung macht die Wüstenpflanze Aloe Vera nicht nur schön, sondern auch gesund. Angeblich senkt sie den Blutdruck, entgiftet den Darm und heilt sogar Akne und Krebs. Seit neuestem werden deshalb auch Lebensmittel wie Saft und Joghurt mit Aloe-Vera-Extrakten angereichert – allerdings in minimalen Dosierungen. Die gesundheitsfördernde Wirkung ist allerdings reine Glaubenssache, ein wissenschaftlicher Nachweis liegt nicht vor.

Ein Apfel am Tag deckt den Vitaminbedarf

Eine ziemliche Übertreibung. Ein Apfel kann niemals den Vitaminbedarf eines ganzen Tages decken. Insbesondere deshalb, weil Äpfel häufig unreif geerntet werden und noch während des Transports oder im Geschäft nachreifen. Dabei entwickeln sich viel weniger Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Durch Berücksichtigung der Empfehlung "5 Portionen Obst und Gemüse am Tag essen" inkl. dem einen oder anderen Apfel wird der Bedarf an Vitamin C dagegen sicher gedeckt.

Bananen machen glücklich
Stimmt, aber nur auf Umwegen. Bananen enthalten relativ viel Tryptophan, einem Vorläufer-stoff des Botenstoffs Serotonin. Serotonin, das ähnlich wie Endorphin wirkt, gilt als durch die Ernährung zu beeinflussender "Glücksbringer”. Er fördert die Tiefschlafphase, senkt die Schmerzempfindlichkeit und steigert die Geselligkeit oder vermittelt Zufriedenheit. Damit der Körper ausreichend Serotonin bilden kann, muss er besonders viel von dem Vorläuferstoff Tryptophan aufnehmen. Die Produktion von Serotonin funktioniert umso besser, je mehr Kohlenhydrate und je weniger Eiweiße insgesamt mit der Nahrung aufgenommen werden.

Bier auf Wein - das lass sein

Mit diesem meist väterlich gemeinten Rat von Trinkkumpel zu Trinkkumpel ist schlicht und ergreifend gemeint: "Jetzt fang nicht an, alkoholische Getränke mit unterschiedlicher Prozentzahl durcheinander zu trinken. Davon bekommst du morgen einen mächtigen Kater."
Wahrscheinlich stammt der Ratschlag aus dem 19. Jahrhundert. Damals trank das Volk meist Bier; den teureren Wein konnten sich nur wenige leisten. Wer sich also einen edlen Tropfen gönnte, sollte sich diesen Geschmack nicht verderben - durch das Getränk der ärmeren Bevölkerung.

Aber: mit diesem Sprichwort ist es so wie mit vielen anderen sogenannten Lebensweisheiten. Sie stimmen nicht! Und speziell diese Trinkempfehlung ist in anderen Ländern unbekannt. Die Franzosen zum Beispiel haben stattdessen ein Sprichwort, das sich auf das Durcheinandertrinken von Rot- und Weißwein bezieht: "Weiß auf Rot ist gesund für den Magen, während es bei der umgekehrten Reihenfolge zur Rebellion der Innereien kommt."

Mit einem noch so schlauen Spruch lassen sich allerdings der Kater und die Kopfschmerzen nach einer durchzechten Nacht am nächsten Tag nicht verhindern. Wichtig sind die Reinheit des getrunkenen Alkohols, die Alkoholmenge, die allgemeine Verfassung, das Geschlecht und das Gewicht. Alkopops, billiger Wein, billige Brände bzw. Schnäpse, Fruchtliköre und sowie einige Biere enthalten oft besonders hohe Mengen an Fuselalkoholen, die zu leichten Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen und Übelkeit führen.

Auch überschwefelter Wein führt leicht zu Unwohlsein. Äthanol ist von allen berauschenden Alkoholen der am wenigsten schädliche Stoff für Menschen. Alkohol wirkt außerdem dehydrierend auf den Organismus und entzieht dem Körper Wasser. Um einen Kater zu vermieden, sollten man nach jedem zweiten Glas Bier oder Wein ein Glas Wasser trinken. Am Bekömmlichsten sind klare Schnäpse wie Wodka oder Doppelkorn.

Birnen machen dick
Stimmt nicht. Birnen enthalten viel Wasser und wenig Energie. Sie füllen den Magen, sorgen somit für eine gute Magenfüllung, ohne dass zu viel Energie aufgenommen wird.

Brauner Zucker ist gesünder als weißer Zucker

Als "brauner Zucker" werden verschiedene braune Zuckerarten bezeichnet, die sich in ihren Bestandteilen und Eigenschaften von herkömmlichem Zucker unterscheiden. Eine künstliche Färbung findet nicht statt.
Brauner Zucker wird unter folgenden Bezeichnungen in den Verkehr gebracht:

  • Kandisfarin (Farin), hell- bis dunkelbrauner feinkristalliner Zucker, der seine besonderen geschmacklichen Eigenschaften durch karamellhaltigen Sirup erhält.
  • Rohzucker (Roh-Rohrzucker, Rohr-Rohzucker) wird überwiegend aus Zuckerrohr her-gestellt. Die braune Farbe ist durch Anhängen von Melasse bedingt. Die in Rohzucker ent-haltenen Mineralstoffe tragen nicht signifikant zur Mineralstoffaufnahme bei.

Kandisfarin und Rohzucker eignen sich gut zum Backen. Sie verstärken das Aroma von Backwaren und verbessern Bräunung und Porung. Zur Gruppe der braunen Zucker werden auch brauner Kandis und Vollzucker gerechnet.

Viele Verbraucher bevorzugen braunen Zucker. Sie halten ihn für gesünder und bekömmlicher als weißen Zucker. Das ist jedoch ein Irrglaube. Brauner Zucker enthält etwas mehr Mineralstoffe, vor allem Kalium, Aminosäuren und Vitamine der B-Gruppe als weißer Raffinadezucker (Haushaltszucker).

Diese Mengen sind jedoch so gering, dass sie nicht wesentlich zur Nährstoffversorgung beitragen können. Der Kalorien- und Kohlenhydratgehalt beider Zuckersorten ist identisch. Auch fördern sie gleichermaßen die Kariesentstehung. Brauner Rohzucker ist also weder zahnfreundlicher, noch gesünder, noch besser für die Figur. Weil brauner Rohzucker einen höheren Wassergehalt als Raffinade hat, bietet er Mikroorganismen bessere Lebensbedingungen und verdirbt deshalb leichter.

Die Angst vor dem Cholesterin
Cholesterin ist lebenswichtig. Es schützt Zellmembranen und Nerven, ist Ausgangssubstanz von Gallensäuren, die wir zur Fettverdauung brauchen, wird für die Bildung von Hormonen gebraucht, hilft bei der Bildung von Vitamin D, unterstützt das Immunsystem, schützt die Haut und beeinflusst unseren Gemütszustand. Daher kann der Körper auf Cholesterin nicht verzichten und produziert es deshalb auch selbst.

Jeder Mensch hat seinen eigenen Cholesterinwert, den der Körper versucht konstant zu halten. Bekommt er zu wenig Cholesterin durch die Nahrung, stellt er es selbst her. Wird dagegen mit der Nahrung reichlich Cholesterin aufgenommen, dann drosseln viele - aber nicht alle Menschen - die körpereigene Cholesterinproduktion. Deshalb lässt sich der Cholesterinwert durch die Nahrung nur bedingt senken. Bei Menschen ohne eine wirksame Rückkoppelung der Cholesterinsynthese ist eine cholesterinarme Ernährung dagegen sehr hilfreich.

Currywurst schützt vor Alzheimer

Nach einer Studie eines italienisch-amerikanischen Forscherteams soll der im Curry ent-haltene Farbstoff Curcumin möglicherweise vor Alzheimer schützen. Nervenzellen von Mäusen waren in einem Reagenzglasversuch mit dem Farbstoff Curcumin versetzt worden. Hierauf produzierten diese mehr von einem Schutzstoff, der die Nervenzellen vor hirnschädigenden Krankheiten wie Alzheimer schützen kann.

Die Untersuchung wurde aber weder an menschlichen Nervenzellen noch im kontrollierten Langzeitversuch am Menschen durchgeführt. Da es sich bei Alzheimer außerdem um eine sehr komplexe Krankheit handelt, ist der Wahrheitsgehalt der Zeitungsüberschrift äußerst fraglich. Ein bedenkenloser Verzehr der Currywurst kann keinesfalls empfohlen werden, da der hohe Fett- und Energiegehalt der Currywurst eine Überernährung begünstigen dürfte.

Erdnüsse sind Nüsse
Das ist nicht wahr. Erdnüsse sind Bohnen und keine Nüsse, sie gehören wie die Erbsen und die Bohnen zu den Hülsenfrüchten, die ihre Samen durch eine elastisch-ledrige Hülse schüt-zen. Nüsse dagegen haben harte Schalen.

Erkältung und Fieber: Eine Erkältung soll man füttern und ein Fieber aushungern
Jede Krankheit bedeutet für den Körper eine Belastung und damit einen besonderen Ener-gieaufwand. Es ist ganz normal, bei einer Erkältung, also wenn man weder riechen noch schmecken kann, weniger Appetit zu haben. Als Fieberkranker braucht man nicht nur be-sonders viel Flüssigkeit, sondern – außer bei hohem Fieber – auch Stärkung durch regelmäßige, leichte Mahlzeiten. Die Menge sollte sich allerdings nach den individuellen Bedürfnissen des Kranken richten.

Essen nach Geschmack
Manche Leute verlassen sich ganz darauf, dass alles, was ihnen schmeckt, auch gut und richtig für sie ist. Dabei wird übersehen, dass (fast) alle Menschen die Fähigkeit haben, Energiedepots in Form von Fettgewebe zu bilden. In der langen Evolutionsgeschichte hat sich die Fähigkeit, bei ausreichendem Energieangebot neue Fettzellen bilden und schnell mit Fett füllen zu können, als wichtiger Überlebens- und Fortpflanzungsvorteil herausgestellt.

Unsere Gene und der dadurch gesteuerte Stoffwechsel sind daher gut darauf eingerichtet, Situationen des Hungers und des Mangels, nicht aber solche der Überernährung zu meistern. Daher ist die Ausbildung von Übergewicht und Adipositas in Zeiten des Nahrungsüberflusses und des Bewegungsmangels (fast) als ein Normalzustand anzusehen, wenn nicht bewusst gegen gesteuert wird. Essen nach dem "Geschmack" oder "Bauchgefühl" führt dazu, dass wir pro Jahr im Durchschnitt 1-2 kg zunehmen.

Fasten „entschlackt“
Eigentlich handelt es sich bei Schlacken um „glas- oder emailleartige Abfälle der meisten Schmelzprozesse“, neuere Definitionen beziehen auch Verbrennungsrückstände und Stoffe aus unvollständiger Verbrennung mit ein.

In der Ernährung könnte man unter Schlacken alles „Unverbrennbare“ verstehen, z.B. unverwertbare Mineralstoffe (z.B. Silikate, Aluminate) sowie Ballaststoffbestandteile, über den Bedarf hinaus zugeführte Vitamine, Purine (Verstoffwechselung zu Harnsäure), Kreatin / Kreatinin, Pestizide, Umweltgifte und andere Substanzen der Entgiftung.
Es werden auch "Verbrennungsrückstände“ des Stoffwechsels, wie Harnstoff (Eiweißabbau), Kohlendioxid und andere dazu gezählt. Weiterhin fallen auch Verbindungen einer unvollständigen Verbrennung, wie z.B. die Ketonkörper, die beim Fasten oder bestimmten Krankheiten entstehen und zu einer Übersäuerung des Blutes führen können, darunter.

Glücklicherweise werden die meisten natürlich entstehenden Stoffwechselprodukte bzw. Abfallstoffe, vorausgesetzt sie sind nicht fettlöslich, kaum gespeichert. Und wenn doch, dann meist nur kurzfristig und zumeist ohne gesundheitliche Konsequenzen, abgesehen von krankhaften Zuständen wie der Gicht.

Anders verhält es sich allerdings bei den häufigen fettlöslichen Umweltgiften, wie z.B. PCB, Dioxine, chlorierte Kohlenwasserstoffe, die über einen langen Zeitraum im Fettgewebe gespeichert werden können.

Was passiert beim Fasten?
Gerade beim viel gepriesenen Fasten entstehen besonders viel Stoffwechselprodukte wie z.B. Purine und Ketonkörper, die im Volksmund als Schlacken bezeichnet werden. Eine Fastenkur kann allerdings bei erblich belasteten Personen zu einem akuten Gichtanfall führen. Fettlösliche Substanzen werden allerdings aus dem abschmelzenden Fettgewebe freigesetzt und dann ausgeschieden oder abgebaut.

Beim Fasten ist es daher zwingend erforderlich, viel Trinkwasser zu trinken. Denn erstens fehlt dann das mit fester Nahrung zugeführte Wasser und zweitens haben die Nieren es ein-facher, anflutende Harnstoffe und andere durch die Stoffwechselumstellung entstehende ausscheidungspflichtige Substanzen auszuscheiden.

Fasten macht schlank

Mahlzeiten auszulassen oder über längere Zeit nichts zu essen, führt zwar kurzfristig zu Gewichtsverlusten. Langfristig kann Fasten aber genau das Gegenteil bewirken.

Der Körper versucht in einer Hungersituation, einen Ausgleich zu schaffen. Im Hungerzustand reduziert der Körper seinen Energieverbrauch, der Stoffwechsel arbeitet sozusagen auf Sparflamme. Regelmäßige Einhaltung strenger Diäten oder Fastenkuren trainiert sogar regelrecht diese Energiesparmechanismen, so dass der Körper allmählich auch mit weniger Energie auskommt.
Nach Beendigung des Hungerns bzw. Fastens erreicht der Körper relativ schnell wieder das alte Gewicht und legt in Erwartung der nächsten "Hungersnot" noch ein paar Extrakilos zu (Jo-Jo-Effekt). Dauerhaft abnehmen kann man nur, wenn man gleichmäßig weniger isst, anstatt ganze Mahlzeiten auszulassen.

Fett macht Fett
Stimmt. Fett ist mit 9 kcal/g der energiereichste Nahrungsmittelbestandteil und damit der größte Kalorienlieferant. Kohlenhydrate haben im Vergleich hierzu nur 4 kcal/g. Fette lösen darüber hinaus keine primären Sättigungssignale aus. Außerdem kann der Körper Fette im Körper sehr ökonomisch und ohne größere Umwandlungsverluste speichern.
Kohlenhydrate müssen dagegen erst in einem energieaufwändigen Prozess in Fette umgewandelt werden. Insofern ist es sinnvoll, nicht allzu fettreich zu essen.

Aber:
es gibt gute und schlechte Fette. Die ungesättigten Fettsäuren im Olivenöl etwa können die Konzentration an LDL- (also dem „schlechten“) Cholesterin im Blut senken. Besonders wertvoll sind neben Olivenöl auch Raps- und Walnussöl.

Fisch ist gesünder als Fleisch
Stimmt! Fischeiweiß ist leichter verdaulich. Außerdem enthalten besonders die Fische aus kalten Meeresgewässern wie Hering, Makrele, Lachs, Heilbutt, Thunfisch reichlich wertvolle Fischöle. Das sind langkettige, hochungesättigte Fettsäuren, die das Herzinfarktrisiko reduzieren.

Fisch muss schwimmen
Viele Feinschmecker führen diese alte Regel als Rechtfertigung an, um bei der Fischmahlzeit dem Bier und vor allem dem Wein weit mehr zuzusprechen als bei anderen Speisen. Das ist unsinnig, denn Fisch ist äußerst gut verdaulich. Aus ernährungsphysiologischer Sicht gibt es absolut keinen Grund für einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf im Zusammenhang mit fischreicher Kost.

Frische Eier schmecken am besten

Nach Meinung von Fachleuten braucht ein Ei zehn Tage, um sein volles Aroma zu entwickeln. Auch verschiedene Testessen haben ergeben, dass den Probanden 14 Tage alte hartgekochte Eier besser schmeckten als drei- aber auch als 21 Tage alte.

Frischgemüse ist besser als tiefgekühltes
Stimmt nicht! Wenn Rosenkohl, Spinat oder Karotten schon mehrere Tage im Supermarkt-regal oder zu Hause in der Küche lagern, ist der Vitamingehalt bereits deutlich abgefallen. Tiefkühlgemüse dagegen wird meist kurz nach der Ernte schockgefrostet und in licht- und luftdichte Verpackungen gesteckt. Die Vitamine werden geschont.

Grillen gefährdet die Gesundheit

Eine Behauptung, die so nicht stehengelassen werden kann. Man kann auch gesund grillen. Man sollte mageres Fleisch verwenden und darauf achten, dass das Fett nicht auf die Glut tropft, denn durch die Verbrennung können krebserregende Benzpyrene gebildet werden. Auch mariniertes Fleisch sollte vorher gut abgetupft werden. Gepökelte Fleisch- und Wurstwaren, wie z.B. Kasseler oder Wiener Würstchen, gehören nicht auf den Grill!
Hier können krebserregende Nitrosamine entstehen.

Hier noch ein paar wichtige Grilltipps:

  • kein Papier, Altholz, Kiefernzapfen oder ähnliches Brennmaterial verwenden (Entstehung giftiger Verbrennungsgase)
  • geeignetes Brennmaterial sind Holzkohle und Holzkohlebriketts
    Kohle gut durchglühen lassen
  • Grillfleisch sollte nicht gepökelt, nicht geräuchert und nicht zu fett sein
  • das Grillgut nicht mit Bier begießen (?Benzpyrenentstehung!)
  • Grillgut durch Aluminiumfolie oder –schalen schützen
  • schwarze, verbrannte Stellen nicht verzehren
  • nach Möglichkeit einen Grill verwenden, bei dem sich die Wärmequelle seitlich oder über dem Grillgut befindet

Honig ist das gesündere Süßungsmittel
Honig hat aufgrund seines hohen Kohlenhydratanteils von etwa 80% (Glucose und Fructose) einen beträchtlichen Energiegehalt. So liefern 100 g Honig 300 Kilokalorien, etwas weniger Kalorien als Zucker. Zwar enthält Honig mehr Vitamine und Mineralstoffe als Haushaltszucker, die zusätzlichen Mengen sind aber gering und deshalb zu vernachlässigen.

Daher ist Honig aus ernährungsphysiologischer Sicht genauso ungünstig zu bewerten wie Zucker. Die Gefahr von Zahnkaries ist durch die Klebrigkeit von Honig sogar noch höher als durch Haushaltszucker. Die im Honig enthaltenen viel gepriesenen Enzyme verlieren durch die Salzsäureeinwirkung und die eiweißspaltenden Enzyme im Magen leider ihre Wirksamkeit.

Im ersten Lebensjahr kann Honig für Babys sogar gefährlich sein. Bakterien im Honig können zu Säuglings-Botulismus – einer lebensgefährlichen Lähmung von Darm, Muskeln und Atmung – führen.
Also: Auch mit Honig sollte man sparsam umgehen, Säuglinge dürfen keinen Honig bekommen.

Industriell verarbeitete Lebensmittel enthalten kaum Nährstoffe
Wie viele Nährstoffe verarbeitete Lebensmittel enthalten, hängt sehr davon ab, welche Lebensmittel welcher Qualität welche Verarbeitungsprozesse durchlaufen.

Nicht jede Art der Konservierung vernichtet wertvolle Nährstoffe. Aufgetaute Tiefkühlerbsen beispielsweise haben einen höheren Vitamin-C-Gehalt als bei Zimmertemperatur länger aufbewahrte frische Erbsen. Lebensmittel tierischen Ursprungs haben auf Grund der Fütterung der Schlachttiere mit nährstoffangereichertem Futter heute teilweise höhere Vitamingehalte als früher. Hinzu kommt, dass nicht wenige Nahrungsmittel heute mit verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert werden.

Joghurt, Käse, Wurst mit niedrigster Fettstufe machen schlank
Ja, aber nur, wenn man wenig davon isst. Sonst ist der Satz ein Trugschluss.

Kaffee entwässert
Die Zufuhr von Wasser nach dem Kaffee verdünnt nicht nur die Röststoffe des Kaffees, sondern liefert auch für die diuretische (harntreibende) Wirkung des Kaffees die notwendige Flüssigkeit. Nicht umsonst bekommt man in südlichen Ländern stets ein Glas Wasser zum Kaffee oder Espresso dazu, um den Flüssigkeitshaushalt in einem ausgeglichenen Zustand zu halten. Diese Praxis beruht jedoch auf einem Fehlschluss!

Den vorliegenden Literaturquellen haben 3-4 Tassen Kaffee täglich keinen negativen Einfluss auf die Flüssigkeitsbilanz. Die über den Kaffee zugeführte Flüssigkeitsmenge ist der Flüssigkeitszufuhr insgesamt pro Tag hinzuzurechnen.

Unter Berücksichtigung individueller Unterschiede wird die harntreibende Wirkung dieser Kaffeemenge vernachlässigbar sein, eine zusätzliche Zufuhr von Wasser zum Ausgleich der Flüssigkeitsbilanz (das obligatorische Glas Wasser zum Kaffee) ist somit nicht notwendig.

Das Getränk Kaffee liefert einen wichtigen Beitrag zur täglichen Gesamt-Wasserzufuhr. In der Flüssigkeitsbilanz kann Kaffee in aller Regel so wie jedes andere Getränk behandelt werden. Die Geschichte vom Kaffee als Flüssigkeitsräuber beruht auf einem Irrtum, ist also eine Mär.

Karotten schärfen die Augen

Mit dieser Behauptung versuchen Mütter seit Generationen, ihren Kindern die Möhrchen schmackhaft zu machen. Karotten haben reichlich Beta-Carotin. Aber leider: Karotten können bei unseren Sehschwächen wie Weit– oder Kurzsichtigkeit weder vorbeugen noch irgendetwas ausrichten.
Wer eine Brille braucht, kann auf diese auch dann nicht verzichten, wenn er Tag für Tag kiloweise Möhren verschlingt. Einzige kleine Ausnahme: In der Retina (Netzhaut) gibt es Zellen, die für das Hell-Dunkel-Sehen zuständig sind.

Das Vitamin A aus den Karotten wird zum Aufbau des Sehpurpurs benötigt, der für den Durchblick bei Dunkelheit unentbehrlich ist. Das Dämmerungssehen wird bei Vitamin-A-Mangel in der Tat beeinträchtigt, der aber kommt im Gegensatz zu einigen Entwicklungsländern in unseren Breiten höchst selten vor. Die normale Nahrung enthält genügend Vitamin A (Eier, Butter, Milch, Käse und Seefisch) und schützt uns sicher vor der Nachtblindheit.

Kartoffeln machen dick
Pellkartoffel machen nicht dick. Sie enthalten viel Wasser und wenig Fett. Dick machen nur die Soßen oder die Butter, die man dazu isst. Oder Kartoffelgerichte wie Pommes, Kroketten etc., die mit reichlich Fett zubereitet worden sind.
Die folgende Tabelle zeigt den Energie– und Fettgehalt von Kartoffeln, Pommes frites und Chips im Vergleich:

 

Kartoffeln

Pommes frites

Kartoffelchips

Energiegehalt (kcal/100g) 75 273 538
Fettgehalt (g/100 g) 0,3 14,5 39,4
Kohlenhydratgehalt (g/100 g) 16 5 32 5 41


Käse schützt vor Karies

Stimmt! Häufiger Genuss von Süßigkeiten, Süßspeisen und süßen Getränken ist schlecht für die Zähne. Weniger bekannt ist, dass der Genuss anderer Lebensmittel die Zähne schützt.
Ganz oben auf der Liste zahngesunder Speisen steht der Käse. So erhöht z.B. Hartkäse die Speichelbildung. Käse enthält außerdem Kalzium, Phosphat und Kasein, ein Milchprotein, das vor einer Demineralisierung (Verlust von Mineralstoffen) des Zahnes schützt.

Werden Mahlzeiten mit einem Stück Käse beendet, hilft dies der Säurebildung aus den kohlenhydratreichen Lebensmitteln der jeweiligen Mahlzeit entgegenzuwirken. Diese Säuren werden von Bakterien in der Mundhöhle aus Zucker gebildet und fördern die Kariesentstehung.

Kinderlebensmittel
In zunehmendem Maße werden Lebensmittel speziell für Kinder angeboten. Diese so genannten Kinderlebensmittel wie Milchschnitte, spezielle Milch-Mischprodukte, Müsliriegel sind in der Regel nichts anders als Süßigkeiten mit einem hohen Zucker- und Fettanteil, und noch dazu relativ teuer.
Auch wenn diese Produkte manchmal etwas verschämt als „gesunden Süßigkeiten“ beworben werden, tragen sie doch in erheblichem Maße zur Überernährung. Ein besonderer gesundheitlicher Nutzen oder Wert ist nicht erkennbar.
Im Gegensatz: nicht selten verdrängen sie einen Apfel oder eine Birne aus dem Speiseplan.

Kiwis kommen aus Neuseeland
Stimmt nicht. Die ersten den Europäern bekannten Kiwifrüchte wurden Mitte des 19. Jahrhunderts am Jangtse in China gefunden. Im Jahr 1906 kamen die ersten Kiwi-Pflanzen nach Neuseeland, aufgrund des guten Klimas wurden diese bald in großen Mengen angepflanzt, so dass die meisten der heute weltweit konsumierten Kiwis aus Neuseeland kommen.

Kiwis sind Vitamin-C-Bomben
Stimmt nicht. Erdbeeren, Orangen und viele andere exotische Früchte enthalten ähnlich viel Vitamin C.

Kopfsalat ist keine gute Vitamin-Quelle
Im Schnitt beträgt die üblicherweise verzehrte Menge einer Portion Kopfsalat ca. 50 g. Darin befinden sich 0,7 mg ß-Carotin, 38 mg Vitamin C, 40 µg Folat. Daraus ist ersichtlich, dass grüner Salat einen Beitrag zur Bedarfsdeckung der genannten Vitamine leistet.

Kräutertee ist gesünder als Kaffee

Eine Behauptung, die nur bedingt stimmt, da man diese beiden Getränke schlecht mit-einander vergleichen kann. 3 bis 4 Tassen Kaffee am Tag sind in Ordnung. Man kann einem passionierten Kaffeetrinker nicht einreden, morgens Kräuter- oder Früchtetee zu trinken.

Kuhmilch verursacht Prostata-Krebs
Einige Studien belegen, dass das Risiko, an Prostata- oder Brustkrebs zu erkranken, durch Milchkonsum steigt. Dafür erkranken Milchtrinker seltener an Darmkrebs. Die Zusammenhänge sind allerdings noch nicht genau erforscht.

Lakritz steigert die Libido

Das Gegenteil ist in wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt worden. Männer, die regelmäßig Lakritz essen, könnten Probleme mit der Potenz bekommen. Es wurde herausgefunden, dass bei gesunden Männern, die zehn Tage lang täglich 1,3 Gramm Lakritzwurzel-Extrakt eingenommen hatten, die Testosteronwerte deutlich gesunken waren. Das wiederum kann zu Libidoverlust und einer Minderung der Potenz führen. Die hormonsenkende Wirkung ist aber vollständig reversibel. Eine dauerhafte Schwächung der Manneskraft durch Lakritzgenuss ist also nicht zu befürchten. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung sind 50 g Lakritz pro Tag erlaubt.

Leere Kalorien

Hiermit sind keinesfalls Lebensmittel gemeint, die keine Energie enthalten und deshalb nicht zur Bildung von Fettpölsterchen beitragen können.
Das Gegenteil ist der Fall: hierbei handelt es sich um reine Energieträger (z. B. Zucker, Fette, Weißmehl), die keine oder kaum Vitamin- oder Mineralstoffe enthalten.

Light-Produkte machen schlank
Nicht unbedingt. Leichter wird nur, wer mehr Kalorien verbraucht als er aufnimmt. Light-Produkte verleiten mitunter dazu, mehr davon zu essen und fördern dann natürlich die Überernährung.

Light-Produkte sind nicht generell fett-, zucker- oder kalorienarm. Oft enthalten sie nur etwas weniger Fett oder Zucker als andere, besonders fett- und zuckerhaltige Produkte desselben Herstellers.
Besser ist es, die gesamte Ernährung umzustellen und sich ausgewogen und mit angemessenen Mengen natürlicher Lebensmittel zu ernähren.

Low Carb - High fat macht schlank
Low Carb- High fat bedeutet: Kostform mit niedrigem Kohlenhydratanteil und gleichzeitig hohem Fettanteil.
Mit neuen griffigen Slogans wie „low carb“, „Atkins-friendly“ oder „Glyx-Diät“ und entsprechender Medienbegleitung wird versucht, damit verbundene Ernährungs-ratschläge populär zu machen. Dabei ist die Datenlage keinesfalls so eindeutig, wie dies von den Protagonisten der low-carb-Ernährung gern dargestellt wird.

Eine ausgewogene Ernährung mit einer ausgeglichenen Energiebilanz und reichlich körperlicher Bewegung sind langfristig am ehesten geeignet, Übergewicht und Adipositas zu vermeiden oder zu reduzieren. Ein Abbau von Körperfett setzt immer auch eine negative Energiebilanz voraus. An den Gesetzen der Thermodynamik kommt keiner vorbei: eine Kalorie ist eine Kalorie. Wenn die Energiezufuhr den Energiebedarf überschreitet, ist Übergewicht die Folge, egal wie hoch die Anteile von Fett, Eiweiß oder Kohlenhydraten auch immer sind.

Margarine ist gesünder als Butter
Der Energiegehalt von Butter und Margarine sind annähernd gleich. Während Butter mehr gesättigte Fettsäuren enthält, kann Margarine auch trans-Fettsäuren enthalten. Viele Margarine haben einen hohen Gehalt an Linolsäure, während der Gehalt an der günstigeren Linolensäure relativ niedrig ist. Daher sollte man sowohl mit Butter als auch mit Margarine sparsam umgehen.

Milch macht müde Männer munter
Der Slogan zur Milch stammt von den Werbetextern der Milchwirtschaft und sollte für besseren Absatz sorgen. Milch hat leider keinen anregenden Effekt.
Als gute Eiweiß- und Calciumquelle ist Milch aber generell wichtig - für Männer und für Frauen. Aber: Milch ist kein Getränk zum Durstlöschen, sondern ein flüssiges Lebensmittel. Grundsätzlich sollte man zur Vorbeugung von Übergewicht die fettarme Milch (1,5%) bevorzugen, das gilt auch für Kinder!

Nur Milch kann das nötige Calcium für die Knochen liefern
Auch aus Milch hergestellte Produkte, wie Buttermilch, Joghurt, Quark oder Käse sind calciumreich. Leider werden diese Produkte heute insbesondere für Kinder in fettangereicherter und/oder stark gezuckerter Form in unübersichtlicher Vielfalt angeboten.
Diese Produkte sind nicht gerade preiswert und bieten keinerlei Vorteil gegenüber den naturbelassenen Milchprodukten. Mit einem untergerührten Löffel Marmelade ist ein fettarmer Naturjoghurt doppelt so wertvoll wie ein kleines Steak!!

Es gibt für alle, die Milch nicht mögen oder vertragen auch andere Calciumlieferanten. Besonders empfehlenswert sind calciumreiche Mineralwässer (über 150 mg Calcium / Liter) oder auch mit Calcium angereicherte Sojaprodukte und -milchen.

Gute Calciumquellen sind ebenfalls Sesamsamen und Haselnüsse – beachten Sie allerdings den hohen Energiegehalt dieser Produkte! Kohlgemüsesorten, wie z.B. Brokkoli oder Grünkohl haben auf den ersten Blick einen relativ hohen Calciumgehalt. Jedoch ist das darin enthaltene Calcium an Pflanzenbestandteile gebunden und kann daher nur schlecht vom Darm aufgenommen werden.

Morgens essen wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann
Für diese Regel spricht, dass man Energie braucht, um den Organismus in Schwung zu bringen. Dagegen spricht, dass die Verdauung üppiger Mahlzeiten schläfrig machen kann. Die Hauptsache ist, dass man die Energie dann hat, wenn man sie braucht. Aber Mahlzeiten sind nicht nur für den Körper, sondern auch für das Sozialleben wichtig. Ob eine Mahlzeit karg oder üppig ausfällt, richtet sich meist danach, ob man alleine oder in Gemeinschaft isst.

Naturbelassen ist gesund, weil es der ursprünglichen Nahrung des Menschen entspricht
Wer so argumentiert, ignoriert die Entwicklung des Menschen im Laufe der letzten eineinhalb Millionen Jahre. Damals machten sich unsere Ur-Ahnen das Feuer nutzbar und so manches wurde einfacher. Die Verdaulichkeit erhitzter oder anderweitig verarbeiteter Lebensmittel ist besser. Viele Lebensmittel wie Kartoffeln und Hülsenfrüchte sind erst im erhitzten Zustand überhaupt verträglich und damit genießbar.

Nudeln machen dick
Nudeln bestehen vor allem aus Kohlenhydraten und sind hervorragende Energielieferer. Dick wird man nur, wenn man es mit der Menge extrem übertreibt. Was sich auf den Hüften ablagert, sind vor allem ihre fetten Begleiter: Sahnesaucen, Mehlschwitzen und dicke Käseüberbackungen haben Nudelgerichte in Verruf gebracht. Mit leichten Gemüsesaucen (z.B. Tomatensoße) eignen sich Nudeln sogar zum Abnehmen.

Obst und Gemüse enthalten heute weniger Nährstoffe als früher
Im Rahmen von Werbekampagnen und Produktinformationen wird oftmals der Eindruck erweckt, dass die heute im Handel verfügbaren pflanzlichen Lebensmittel im Vergleich zu früher an Nährstoffen verarmt sind, so dass eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen, insbesondere mit Vitaminen und Mineralstoffen, durch eine ausgewogene Ernährung nicht mehr gewährleistet werden kann.
Es wird suggeriert, dass eine ausreichende Nährstoffversorgung heute nur mit Nahrungsergänzungsmitteln erreicht wird. Wissenschaftlich fundierte Untersuchungen liegen diesen Aussagen jedoch nicht zu Grunde.

Es ist sehr schwierig, den Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen von Pflanzen in einem zeitlichen Verlauf von 50 Jahren zu beurteilen. Schwankungen im Nährstoffgehalt von Obst und Gemüse sind ganz natürlich in Abhängigkeit der Sorte, des Reifeprozesses, der Sonneneinstrahlung, der Transport- und Lagerbedingungen sowie der unterschiedlichen Gewinnung der Nährstoffdaten. Auch bei der Analytik von Lebensmittelinhaltsstoffen gab es besonders im Bereich der Vitamine in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte. Ältere Messmethoden sind durch empfindlichere Hochdruckflüssigkeitschromatographie (HPLC)-Methoden abgelöst worden
.
Um dennoch einen Eindruck des zeitlichen Verlaufs der Konzentrationen von Vitaminen und Mineralstoffen pflanzlicher Lebensmittel zu vermitteln, wurden die Mineralstoff- und Vitamin-gehalte von 8 exemplarisch ausgewählten pflanzlichen Lebensmitteln aus 10 internationalen Nährwerttabellen der letzten 50 Jahre zusammengestellt.

Betrachtet man den Gehalt an Mineralstoffen als Summe in den 8 untersuchten Lebensmitteln, so zeigen sich konstante Werte mit geringen Schwankungsbreiten. Die Vitamin-konzentrationen in den ausgewählten Lebensmitteln liegen mit einigen Ausnahmen ebenfalls innerhalb dieser Schwankungsbreiten.

Insgesamt lässt sich aus den vorliegenden Werten keine Tendenz zu sinkenden oder steigenden Nährstoffkonzentrationen der ausgewählten Lebensmittel in dem angegebenen Zeitraum feststellen.

Ohne Zucker
Vorsicht! Zucker hat viele Namen. Zucker wird vielen Lebensmitteln zugesetzt ohne dass dies auf den ersten Blick zu erkennen ist. Auskunft gibt das Zutatenverzeichnis bei verpackten Lebensmitteln.

Unterschiedliche Bezeichnungen weisen auf die zugesetzte Süße hin: Glukose, Glukosesirup, Traubenzucker, Fruktose, Fruchtzucker, Dextrose, Maltodextrin, Maltose, Malzzucker, Laktose, Milchzucker, Saccharose a.a..

Auch "natürliche" Süßungsmittel wie Honig, Sirup oder Fruchtdicksäfte sollten beachtet werden. Sie sind aus gesundheitlicher Sicht ähnlich zu bewerten wie herkömmlicher Zucker. Honig enthält etwa 80 % Zucker (Glukose, Fruktose, Saccharose). Sein Energiegehalt beträgt 3,3 kcal / g.

Zum Süßen kann die gleiche Menge Honig wie Zucker verwendet werden, vielleicht auch etwas weniger, da Honig sehr geschmacksintensiv ist. Durch seine klebrige Konsistenz birgt er allerdings ein hohes Kariesrisiko. Ahornsirup enthält durchschnittlich 65 %, Rübensirup etwa 62 % und Apfel- und Birnendicksaft 78 % Zucker.

Olivenöl

Zwei Esslöffel Olivenöl vor dem Frühstück schützen vor Arteriosklerose. Olivenöl und auch Rapsöl weisen zwar ein günstiges Fettsäurenmuster auf und sollten daher in der Küche bevorzugt eingesetzt werden. Doch so gesund Olivenöl auch ist, es sollte dennoch nicht zusätzlich zur normalen Ernährung aufgenommen werden. Empfehlungen, täglich einen Ess-löffel davon pur zu schlucken, sind schlichtweg Unsinn.

Sinnvoll ist dagegen, Olivenöl oder Rapsöl im Austausch gegen andere Öle und Fette (z. B. tierische Fette, Plattenfette, Maiskeim- oder Sonnenblumenöl) mit eher ungünstigen gesundheitlichen Auswirkungen bevor-zugt zu verwenden. Grundsätzlich gilt bei allen Ölen und Fetten, dass diese auf Grund des hohen Energiegehaltes nur sparsam verwendet werden sollten.

Peperoni sind gut für die Verdauung
Alle scharfen Speisen reizen die Magen- und Darmschleimhaut und können auf Dauer zu Magen- und Darmbeschwerden führen.

Pflanzenfresser Mensch
Pflanzenfresser brauchen einen langen Darm und viel Energie, um die teilweise schwer verdauliche Kost aufzuschließen und überhaupt nutzen zu können. Fleischfressern reicht dagegen ein wesentlich kürzerer Darm. Menschen haben sich im Laufe der Evolution zum Allesfresser entwickelt. Unsere Darmlänge liegt zwischen dem eines reinen Pflanzen- und dem eines reinen Fleischfressers.

Außerdem haben wir das Kochen erfunden: dadurch wird quasi ein Teil der Verdauung ausgelagert und die Nahrung ist leichter bekömmlich - vor allem die pflanzliche. Außerdem deutet unser Gebiss mit Mahl- und Eckzähnen darauf hin, dass der Mensch sowohl auf den Verzehr pflanzlicher als auch tierischer Nahrung eingestellt ist.

Pflaumen sind gut für die Verdauung

Sie fördern zwar bei einigen Menschen die Verdauung, verursachen aber bei vielen anderen Menschen unangenehme Blähungen.

Aufgewärmte Pilze sind giftig
Speisepilze müssen immer sehr frisch verarbeitet werden, denn verdorbene Pilze können tatsächlich zu gefährlichen Vergiftungen führen.
Waldpilze sind anfälliger für Fäulnis als Zuchtpilze, beide sollte man vor dem Zubereiten genau untersuchen.

Frische Pilzgerichte halten sich aber im Kühlschrank einen ganzen Tag lang und können bei mindestens 70 Grad risikolos wieder aufgewärmt werden. Dies gilt nicht für Dosenpilze, die während der Verarbeitung hinreichend hoch und lange erhitzt wurden.

Probiotische Joghurts sind gesünder als normale Joghurts

Sie unterstützen vielleicht die Darmflora etwas mehr, vor allem wenn immer der gleiche Jo-ghurt mit den gleichen Bakterienstämme gegessen wird. Dazu fehlen aber entscheidende wissenschaftliche Studien, insbesondere die Menge der in dem Joghurt enthaltenen Bakterien scheint nach derzeitigem Stand der Wissenschaft völlig unzureichend für irgendeine Wirkung.

Ein Teil der zugeführten lebenden Bakterienkulturen werden von der Magen-säure abgetötet. Probiotische Joghurts bauen den Darm nach einer Antibiotikatherapie schneller auf und verbessern das Immunsystem des Darms, aber sie schützen keinesfalls vor Erkältungen, wie die Werbung oft behauptet. Eine Durchfallerkrankung könnte mit dem Einsatz von Probiotika in therapeutischer Dosis ggf. um einen Tag verkürzt werden.

Außerdem: Probiotische Joghurts müssen täglich gegessen werden, um eine Wirkung zu zeigen. Normaler Joghurt ist genauso gesund und viel preiswerter.
Rohes Gemüse ist gesünder als gekochtes.

Spinat, Brokkoli und Möhren sind gekocht leichter verdaulich als die entsprechende Rohware
Manche Lebensmittel (z.B. Kartoffeln, Bohnen, Linsen) sind so gar weitgehend unverdaulich. Das Kochen macht die Zellwände weich und durchlässig, so dass der Körper die Nährstoffe leichter aufnehmen kann.
Da auch ein kleiner Teil der Nährstoffe ins Kochwasser entweicht, sollte man Gemüse immer nur kurz und nur mit wenig Wasser blanchieren.
Anstatt den Gemüsesud wegzuschütten, kann man ihn anschließend noch als Saucenfond verwenden.

Salate, Karotten, Tomaten, Paprika und viele andere Gemüse müssen dagegen nicht erhitzt werden und liefern als Rohkost besonders viele Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralstoffe.

Rohkost macht schlank
Eine an der Universität Gießen durchgeführte Studie hat gezeigt, dass 30 Prozent der Roh-köstler Untergewicht hatten. Da sie auf Kartoffeln, Reis oder Nudeln und auf erhitzte Lebensmittel generell verzichten, müssen sie sehr viel Obst und Gemüse essen.
Das sind Lebensmittel mit einer geringen Energie- und gleichzeitig hoher Nährstoffdichte. Dadurch stellt sich ein gutes Sättigungsgefühl, ohne dass es zu einer überhöhten Kalorienaufnahme kommt.

Also: Rohkost vor der Mahlzeit gegessen eignet sich hervorragend zum Abnehmen!

Rohmilch-Käse wird aus Rohmilch gemacht
Die Franzosen pasteurisieren die Milch für den Käse nicht, aber sie erhitzen sie zumindest leicht, damit möglicherweise in der Milch enthaltene gefährliche Bakterien (z.B. Listerien) abgetötet werden.

Ein Glas Rotwein am Tag verlängert das Leben
Das Resveratrol im Rotwein soll die Entstehung einer Arteriosklerose verlangsamen. Aber mehr als 1/4 Liter Wein belastet bereits die Leber und das Gehirn.

Der Mythos vom langen und gesunden Leben speziell durch Rotweinkonsum ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Tatsächlich gibt es nur wenige epidemiologische Studien, die hinsichtlich der biologischen Wirkungen zwischen rotem und weißem Wein unterscheiden.

So geht moderater Wein-konsum generell mit einer Senkung des Risikos für Herz-Kreislauferkrankungen einher. Damit wird der weit verbreitete Glauben in Frage gestellt, dass gesundheitlich förderliche Wirkungen nur dem Rotwein zuzuschreiben seien. Offensichtlich gehen von Weißwein vergleichbar günstige präventive Wirkungen aus.


Angemachter Salat wird schlecht
Warum wird Salat so schnell schlecht, wenn er mit Salz und anderen Gewürzen angemacht wurde?

Der Salat wird eigentlich nicht schlecht, er wird nur weich. Osmose zieht das Wasser aus dem Blättern. Fehlender Innendruck macht die Blätter weich. Essen kann man sie nach wie vor.

Salz fördert den hohen Blutdruck
Nur salzempfindliche Personen reagieren auf eine erhöhte Kochsalzaufnahme mit einer Blutdrucksteigerung. Für ältere Menschen kann es sogar gefährlich sein aus Angst vor Bluthochdruck und seinen Folgen salzlos zu essen. Sie werden depressiv und sind geistig weniger fit.

Sauerstoff-Wasser ist ein Power-Elixier

Sauerstoffangereichertes Wasser ist laut Werbung für Vieles gut. Ernährungsexperten dagegen halten Sauerstoff-Wasser für reine Geldverschwendung.
Unsere Lunge hat eine große Überkapazität um uns mit lebensnotwendigem Sauerstoff zu versorgen. Dazu brauchen wir unseren Darm nun beileibe nicht.


Schlank durch bestimmte Lebensmittel

Ananas, Grapefruits, Papayas, Brokkoli, Apfelessig oder Pu-Ehr-Tee: Jedes Jahr kommt ein anderer findiger Geschäftsmann auf die Idee, Lebensmittel als wahre Fettverbrenner anzupreisen.
Oft werden angebliche wissenschaftliche Test als Beweis für die Wirksamkeit herangezogen. Dazu kommt die Tatsache, dass die angeblichen Schlankmacher-Enzyme aus Ananas, Kiwi oder Papaya gar nicht im Fettgewebe wirken können: Wie alle Eiweiße spalten Säure und Verdauungsenzyme die angeblichen Fatburner-Stoffe schon im Magen auf.

Fakt ist jedoch, dass es bisher keinen Nachweis dafür gibt, dass bestimmte Lebensmittel den Fettabbau beschleunigen. So erbarmungslos es klingt, aber Fettreserven schmelzen nur, wenn wir mehr Energie verbrauchen als aufnehmen.

Schlankheitsmittel machen schlank

Um abzunehmen sind Schlankheitsmittel sehr beliebt. Ganz oben auf der Liste stehen dabei sogenannte Fatburner, gefolgt von Appetitzüglern, Quell- und Entwässerungsmitteln sowie Abführmitteln. Diese werden mehr und mehr auch über das Internet angeboten.

Statt dauerhaft das Gewicht zu reduzieren, gefährden viele Schlankheitsmittel aus dem Internet die Gesundheit der Benutzer. Das zeigt eine Untersuchung der Stiftung Warentest. Viele Menschen, die abnehmen wollen, zahlen viel Geld und setzen große Hoffnung auf diese Mittel.

Im Rahmen der Untersuchung von Warentest berichteten viele Nutzer derartiger Präparate über erheblichen Nebenwirkungen. Nutzer können nach Einnahme der Mittel unter Schlaflosigkeit leiden, Herzrasen und innere Unruhe bekommen. Weitere Nebenwirkungen sind Schweißausbrüche, Niedergeschlagenheit, aber auch Zittern und Kreislaufprobleme. Viele Nutzer fühlten sich durch diese Wirkungen so sehr beeinträchtigt, dass sie die Mittel absetzen. Aus Italien und den USA sind auch Todesfälle bekannt geworden.

Fazit: Ohne eine dauerhafte Umstellung der Lebensgewohnheiten, mehr Sport und einer gesünderen Ernährung wird allenfalls eine kurzfristige Gewichtsabnahme erreicht. Wunder sollte sich daher niemand von Schlankheitspillen erwarten. Sie bergen zudem oft erhebliche Nebenwirkungen, die die Gesundheit nachhaltig schädigen können.

Schnaps wärmt bei Kälte

Das altbekannte Hausmittel, sich, ein "Schnäpschen" zu genehmigen, wenn man vor Kälte zitterte, weil das so schön von innen wärmt, ist keinesfalls empfehlenswert!

Zwar erzeugt der Alkohol anfänglich tatsächlich ein angenehmes Wärmegefühl, weil er die Blutgefäße erweitert, so dass mehr warmes Blut hindurch fließen kann. Danach aber dreht sich der Effekt ins Gegenteil um: Über die besser durchblutete Haut wird nun aber erheblich mehr Wärme abgegeben als dass bei verengten Gefäßen der Fall gewesen wäre. Die Folge: Der Körper friert immer stärker, ohne dass das dem Betroffenen bewusst wird.

Schokolade macht süchtig
Sie sehen Schokolade und können sich kaum beherrschen? Die Ausrede mit der Sucht zählt von nun an nicht mehr.
Heißhunger auf Schokolade ist keine körperlich bedingte Sucht, sondern hängt eher damit zusammen, dass viele Menschen von klein auf damit getröstet oder belohnt wurden.

Psychoaktive Stoffe wie Koffein oder Theobromin sind in Schokolade nur in minimalen Dosen enthalten. Die reichlich enthaltene, nicht abhängig machende Kombination aus Zucker und Fett dagegen kennen viele Menschen bereits aus der Kindheit als Beloh-nung, Liebesbeweis oder Wundermittel gegen miese Laune. Diese Sichtweise kann man sich an- und genauso auch wieder abgewöhnen.

Um eine angefangene Schokolade nicht ganz aufessen zu müssen, ist es hilfreich, den Mund nach dem Essen eines Schokoladenriegels auszuspülen. Denn beim Zergehenlassen der Schokolade im Mund wird zunächst der Zucker gelöst und der angenehme süße Geschmack lässt allmählich nach. Zurück bleibt häufig ein unangenehmer Nachgeschmack, der durch die auf der Zunge noch längere Zeit verbleibenden Bitterstoffe der Schokolade ausgelöst wird. Durch Essen eines weiteren Schokoladenstücks wird das angenehme Mund-gefühl wieder erreicht ... und so weiter ... bis zum letzten Schokoladenstück.

Schokolade und fettreiche Nahrung verursachen Pickel und Akne
Akne (Acne vulgaris) ist die häufigste Hautkrankheit bei Jugendlichen. Bei Akne wird in den Talgdrüsen der Haut vermehrt Talg produziert, wobei das Sekret verändert zusammengesetzt ist. Darüber hinaus sind häufig die Ausführungsgänge der Talgdrüsen verstopft, so dass der Talg nicht austreten kann. Die Folge sind Mitesser und Pickel, die sich entzünden und Narben hinterlassen können.

Die Ursachen für Akne sind vielfältig. Voraussetzung ist eine genetische Veranlagung. Gerade in der Pubertät entwickelt sich eine Akne aufgrund der hormonellen Umstellung.

Immer wieder werden einzelne Lebensmittel wie Schweinefleisch, Wurst, Vollmilch, fetter Käse, Nüsse, Süßigkeiten, Schokolade, Gebäck, Torten, Seefisch und Schalentiere, jodiertes Speisesalz, scharfe Gewürze, Kaffee und Alkohol als Mitverursacher der Akne genannt.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) ist kein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Verzehr einzelner Lebensmittel und der Entstehung von Akne fest-gestellt worden.

Auch Jodsalz wird immer wieder als Auslöser für Akne genannt. Laut DGE ist dieser Vorwurf nicht berechtigt, da die Jodmenge, die durch Jodsalz und damit hergestellte Produkte aufgenommen wird, nicht ausreicht, um eine Jodakne auszulösen.

Die Akne ist weder Symptom einer Allergie noch Symptom einer Nahrungsmittel-Intoleranz.B ei Akne steht die ärztliche Behandlung und nicht die Ernährung im Vordergrund. Bei un-reiner Haut dagegen kann eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung unter-stützend als "Hautpflege von innen" wirken. Von strengen Diätvorschriften ist in jedem Falle abzuraten.

Schwangere müssen für zwei essen
Während der Schwangerschaft müssen Frauen entgegen der verbreiteten Meinung nicht "für zwei" essen. Isst eine Frau während der Schwangerschaft allerdings tatsächlich doppelt so viel wie sonst, tut sie sich und dem Kind keinen Gefallen.

Eine zu starke Gewichtszunahme in der Schwangerschaft erhöht das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen ganz erheblich. Eine Zunahme von 10-12 kg gilt als normal.
Grundsätzlich hängt die Zunahme aber von dem Gewicht vor der Schwangerschaft ab. Handelt es sich eher um eine untergewichtige oder an der unteren Grenze der Norm gewichtige Frau, dann darf auch etwas mehr als 12 kg zugenommen werden. Im Gegensatz dazu sollten übergewichtige Frauen möglichst darunter bleiben.

Der Mehrbedarf an Energie hängt immer von der Größe und vom Gewicht der werdenden Mutter ab und beträgt oft weniger als zehn Prozent. Im Schnitt liegt der Mehrbedarf somit bei etwa 250 Kalorien am Tag. Dieser Mehrbedarf lässt sich alleine mit einem Glas Orangensaft, einer Scheibe Vollkornbrot mit magerem Käse oder mit einem halben Liter fettarmer Milch abdecken.

Wichtig ist allerdings, dass während der Schwangerschaft und in der Stillzeit ausreichend lebenswichtige Mineralstoffe und Vitamine mit der Nahrung auf-genommen werden. Der Bedarf an Folsäure und Eisen kann tatsächlich auf das doppelte erhöht sein.

Sekt bleibt mit Löffel länger frisch
Der Löffel im Flaschenhals soll verhindern, dass die Kohlensäure aus dem Sekt über Nacht verschwindet und er deshalb länger genießbar bleibt. In Studien wurde dies Phänomen in aufwändigen Tests untersucht. Viele vermuteten, dass die gute Wärmeleitfähigkeit des Löffels die Luft in der Flasche nach dem Ausschenken schneller wieder abkühlt. Und eine kühlere Situation sorgt dafür, dass weniger Kohlensäure aus dem Sekt und der Flasche entweicht. Somit bliebe der Sekt länger genießbar. Soweit die Theorie.

Aber die Ergebnisse waren auch für Sektfreunde ernüchternd, denn der Löffel ist eine Schnapsidee und beeindruckt den Sekt überhaupt nicht. Mal hat der Nachweis im Experiment ein bisschen geklappt, mal gar nicht. Die Löffelgeschichte ist also ein Mythos. Es gibt aber einen ganz anderen, völlig überraschenden Tipp, damit Ihr Sekt frisch bleibt... Korken drin lassen!

Spinat enthält viel Eisen
Ganze Generationen haben als Kind tapfer Spinat heruntergewürgt – vergebens, wie sich inzwischen herausstellte. Als Ursache für den Mythos vom eisenreichen Spinat werden ein Tippfehler oder eine Messung an getrockneten Blättern vermutet. Jedenfalls enthalten 100 g frischer Spinat nicht die vermeintlichen 34 mg Eisen, sondern nur unspektakuläre 3,4 mg.

Sportler brauchen Vitaminpräparate

Hochleistungssportler und auch viele Freizeitsportler greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück, um ihre Leistungen zu verbessern. Dabei konnte in gut kontrollierten Studien durch eine bedarfsüberschreitende Vitaminzufuhr nie ein messbarer Erfolg erzielt werde.

Da Sportler einen höheren Energiebedarf haben und entsprechend mehr nährstoffhaltige Lebensmittel essen, ist die Vitaminzufuhr von Sportler bei einer normalen, abwechselungsreichen Kost grundsätzlich höher und deckt in der Regel einen z.B. durch die größere Muskelmasse bedingten höheren Vitaminbedarf. Die zusätzliche Vitaminaufnahme von Sportlern führt in erster Linie dazu, dass die Abwässer aus Sportanlagen mit Vitaminen besonders belastet sind.

Süßstoffe provozieren Heißhunger auf Süßigkeiten
Das Argument, dass dieser Zuckerersatz den Appetit zusätzlich anregt und zu Heißhunger-attacken führt konnte wissenschaftlich nicht belegt werden.

Vermutlich basiert diese Vorstellung auf der Tatsache, dass Süßstoffe Verwendung in der Schweinemast finden. Süßstoffe fungieren hier allerdings als Geschmacksverbesserer des wenig geschmackvollen Schweinefutters. Die Schweine fressen mehr von diesem mit Süßstoff versetzten Futter, weil es ihnen besser schmeckt, nicht weil sie Heißhungerattacken bekommen!

Süßstoffe bieten aus ernährungsphysiologischer Sicht einige Vorteile: Sie sind kalorienfrei und wirken nicht kariogen. Gerade mit dem Konsum von Light-Getränken auf Süßstoffbasis können im Alltag viele Kalorien eingespart werden!

Toastbrot schmeckt besser

Schmeckt Toastbrot tatsächlich besser als Brot?
Im Brot enthaltener Zucker und Fett karamellisieren beim Toasten direkt an der Oberfläche der Scheibe, was den Toast leckerer macht, ohne dass er aufdringlich süß schmeckt. Der Ballaststoff- und Nährstoffgehalt ist aber im Vergleich zu einer Scheibe eines herzhaften Vollkornbrots deutlich geringer, der Zucker und Fettgehalt höher.

Und: von einer Scheibe Toastbrot wird man nicht satt!!

Trennkost ist leichter verdaulich als Mischkost
Die Annahme, der Mensch könne Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße nicht gleichzeitig ver-dauen, wurde bisher nicht wissenschaftlich bewiesen. Der Mensch ist ein „Allesfresser“ und stellt seine Mahlzeiten in so gut wie allen Kulturen als Mischkost zusammen.

Trinke nach Obst kein Wasser, sonst verdirbst du dir den Magen oder bekommst „Würmer in den Bauch“
Wer hat das noch nicht von besorgten Eltern zu hören bekommen! Magenprobleme entstehen durch Gärungsprozesse in Magen und Darm. Dafür müssen aber unbedingt Hefen oder Bakterien vorhanden sein. Diese können mit dem Obst durchaus in den Magen gelangen, werden dort aber normaler Weise von der reichlich vorhandenen Magensäure rasch abgetötet und unschädlich gemacht.

Die Regel, nach Obst grundsätzlich nichts zu trinken, stammt wohl noch aus einer Zeit, in der das Wasser nicht die heutige Qualität hatte und zahl-reiche Keime enthielt (z.B. gärungsfördernde Hefepilze) welche die am Obst haftenden Kleinstlebewesen bei ihrer unheilvollen Tätigkeit noch unterstützten.

Beim Essen etwas zu trinken beugt einem Flüssigkeitsmangel vor
Das Getränk zum Essen füllt außerdem bereits einen Teil des Magens, so dass man sich schneller satt fühlt. Gerade beim Maßhalten und Abnehmen kann dieser Nebeneffekt sehr hilfreich sein.

Übergewicht und Fettsucht (Adipositas) wird nur durch Bewegungsmangel und sitzenden Lebensstil verursacht
Diese vor allem von Teilen der Lebensmittelindustrie verbreitete These ist ohne wissenschaftliche Grundlage.Eine positive Energiebilanz, d.h. es werden mehr Kalorien aufgenommen als verbraucht, führt dazu, dass neue Fettzellen gebildet und diese mit Fett ge-füllt werden.

Besonders energiedichte Lebensmitteln (Lebensmittel mit vielen Kalorien/100 g) tragen zur Überernährung bei. Zucker- und fettreiche Lebensmittel sind besonders ungünstig. Kalorienreiche XXL-Fast-Food-Portionen und Knabbereien, Kuchen, Süßigkeiten und Gebäck, fettreiche Bratwürste und Pizzen, Best-value-Menues, Außerhaus-Verzehr, zuckerreiche oder alkoholhaltige Getränke liefern mehr Kalorien als der körperlich wenig aktive Sitz- und Stehberufler heutzutage verbraucht.
Außerdem führt besondere Schmackhaftigkeit von Lebensmittels zu einer Verschiebung der Hunger-Sättigungs-Regulation noch oben.

Verdauungsschnaps
Es geht nichts über einen Verdauungsschnaps.
Viele trinken nach einer schweren Mahlzeit einen klaren Schnaps. Der soll angeblich die Verdauung anregen. Doch ob er dazu in der Lage ist, ist mehr als zweifelhaft!

Der Schnaps vertreibt zwar das lästige Völlegefühl direkt nach der Mahlzeit, da er zunächst die Produktion von Magensäure fördert und die Magenentleerung beschleunigt. Diese angenehme Empfin-dung wird jedoch mit dem Nachteil erkauft, dass das Fett nicht schneller, sondern langsamer verstoffwechselt wird, da der Organismus sich zunächst einmal mit dem Abbau des Alkohols beschäftigen muss. Und außerdem enthält der Alkohol dann noch mal Kalorien
.
Vitamin C hilft bei Erkältungen
Der Chemiker Linus Pauling (1901–1994) publizierte 1970 das Buch „Vitamin C and the common cold“. Diese Veröffentlichung wird für den weit verbreiteten Irrglauben verantwort-lich gemacht, hohe Dosen von Vitamin C könnten Erkältungen vorbeugen und die Symptome einer bereits vorhandenen Erkrankung lindern. Obwohl es bis heute keine wissenschaftlich begründete Indikation zur Einnahme pharmakologischer Dosen von Vitamin C gibt, hat PAULINGS Prestige dazu geführt, dass sich der Verkauf von Vitamin C allein in den USA auf hunderte Millionen Dollar beläuft.

Der australische Mediziner Robert Douglas und sein finnischer Kollege Harri Hemilä kom-men nach der Analyse von 23 Studien aus den vergangenen 65 Jahren zu dem Ergebnis, dass Erkältungen nicht durch die regelmäßige Einnahme von Vitamin C verhindert werden.

"Die regelmäßige Einnahme von Vitamin C hat keine schützende Wirkung gegen Er-kältungen und keinerlei beziehungsweise nur geringe Auswirkungen auf den Verlauf einer Erkältung", erklärten die Experten. Bei jenen Patienten, die trotz täglicher Einnahme von Vitamin C dennoch eine Erkältung bekamen, dauerte die Erkältung allerdings geringfügig kürzer als bei der Kontrollgruppe.
Nur in den sechs Studien, in denen die Probanden starken körperlichen Anstrengungen oder extremer Kälte ausgesetzt waren, zeigte sich ein Schutzeffekt durch das Vitamin: Bei Marathonläufern, Soldaten und Skifahrern traten nach der Vitamineinnahme etwa 50 Prozent weniger Erkältungen auf als in der jeweiligen Placebo-Gruppe.

„Der Nutzen der weit verbreiteten Praxis, Vitamin C zur Vorbeugung einzunehmen, sei daher sehr fragwürdig“, resümieren die Forscher. Die nachgewiesenen Effekte unter extremen Bedingungen und die geringfügige Verkürzung der Krankheitsdauer sollten in weiteren Studien genauer untersucht werden, um die biochemischen Mechanismen aufzuklären.

Übrigens - die von der Deutschen Gesellschaft empfohlene Zufuhr an Vitamin C von 100 mg kann problemlos mit Obst, Gemüse und Kartoffeln, wenn diese sachgerecht gelagert und zubereitet werden, erreicht werden.

Vitamine kann man nicht genug bekommen
Stimmt nicht, sagen Ernährungswissenschaftler und Mediziner heute.
Wir brauchen zwar für einen normalen Stoffwechsel und zum Schutz Vitamine in bestimmten Mengen. Überschreitet aber die Vitaminzufuhr den normale Vitaminbedarf, dann sind in den meisten Fällen keine weiteren positiven Wirkungen auf die Gesundheit zu erwarten. Daher ist das Prinzip viel hilft viel, hier fehl am Platz.

Überdosierungen können sogar die Gesundheit schädigen, so zum Beispiel ß-Carotin und Vitamin B6. Auch bei den fettlöslichen Vitaminen A, D und E kann eine Überdosierung auf lange Sicht unerwünschte Nebenwirkungen haben. Und selbst richtig dosiert ist der Nutzen dieser Präparate bei einer abwechselungsreichen Ernährung gering.
Denn eine ungesunde, fett- und zuckerreiche Ernährung wird durch die zusätzliche Einnahme eines Vitaminpräparats noch lange nicht zu einer gesunden Ernährung.

Vollmilch enthält mehr Protein und Calcium als entrahmte Milch
Der Gehalt an Eiweiß und Calcium in der Milch ist nicht abhängig von deren Fettgehalt! Auch Milch mit einem sehr geringen Fettgehalt enthält genauso viel Eiweiß und Calcium wie die fettreicheren Varianten. Bevorzugen Sie also fettarme Milch und Milchprodukte um Ihre Calciumzufuhr sicherzustellen.
Ein Blick auf die Nährstofftabelle verdeutlicht diese Aspekte:

 

Vollmilch (3,5% Fett)

entrahmte Milch (0,3% Fett)

Energiegehalt (kcal/100g) 64 35
Eiweißgehalt (g/100g) 3,3 3,5
Calciumgehalt (mg/100g) 120 123



Magermilch ist auf Grund des geringen Gehaltes an Vitamin A und D für Kinder dagegen ungeeignet.

Eine warme Mahlzeit täglich muss sein
Für diese Behauptung gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg. Zwar gibt es Lebensmittel, die ohne Erhitzen gar nicht genießbar wären, wie zum Beispiel Kartoffeln oder grüne Bohnen. Und Fleisch, Geflügel und Eier sollten aus lebensmittelhygienischen Gründen nicht roh verspeist werden.

Ob andere Lebensmittel aber in warmem oder kaltem Zustand gegessen werden, spielt keine Rolle, denn im Magen kühlt das Essen ohnehin wieder auf Körpertemperatur ab.
Bevor der Mensch das Feuer erfunden hat, hat er sich auch ohne warme Mahlzeit ernährt. Da wir viele Lebensmittel aber nur warm essen, bedeutet der Verzicht auf warme Speisen eine erhebliche Einschränkung des Nahrungsmittelspektrums.

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist ohne warme Mahlzeit kaum zu gewährleisten. Aber, mehr als eine warme Mahlzeit am Tag muss auch nicht ein, da in unserer herkömmlichen Zubereitungsweise warme Mahlzeiten oft kalorienreicher sind als kalte.

Wasser auf Kirschen macht Bauchschmerzen
Entscheidend ist auch bei dieser Kombination die Menge, denn mit den Früchten isst man auch die auf der Schale sitzenden Hefekeime. Bauchschmerzen bekommt man allerdings nur bei mehr als einem Kilo Kirschen.

Im Magen löst die ungewöhnlich hohe Konzentration von Hefekeimen einen Gärungsprozess aus, der durch Wasser noch beschleunigt würde. Bei normalen Portionen ist ein Glas Wasser jedoch kein Problem.

Weiße Schokolade hat mehr Milch als dunkle
Die Schokoladenfarbe hat nichts mit dem Anteil der Milch zu tun. Weiße Schokolade enthält 17,5% Milchbestandteile, Vollmilchschokolade sogar ein halbes Prozent mehr. Die schöne braune Farbe der normalen Schokolade stammt schlicht und ergreifend vom Kakaopulver.

Selbstverständlich enthält auch weiße Schokolade Kakao, aber nicht braunes Kakaopulver, sondern nur die hellgelbe Kakaobutter. Dunkle Schokolade erfährt derzeit einen Mega-Trend. Viele Menschen meinen, dunkle Schokolade sei Gesünder, weil zuckerärmer.
Unsere Meinung: Schokolade ist Schokolade ist Schokolade!

Weißmehl ist ungesund
Eine Aussage, die nur bedingt stimmt.
Weißes Mehl hat lediglich weniger Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Weißmehl liefert schnell Energie, ist aber keinesfalls ungesund. In einer abwechselungsreichen, gemischten Kost ist auch die eine oder andere Scheibe Weißmehlbrot nicht mit Nachteilen verbunden

Wenig essen macht schlank

Das allein bringt keinen Erfolg. Man muss parallel auch immer Sport treiben. Ohne Bewegung geht nichts, kann die Fettverbrennung nicht anlaufen. Und wenn jemand wenig isst, wertet der Körper das Wenige besser aus.

Zucker ein Vitaminräuber

Tatsache ist, dass Vitamin B1 als Coenzym für den Abbau der Glukose benötigt wird. Es wird hierbei jedoch nicht verbraucht, da es lediglich Stoffwechselreaktionen ankurbelt (Katalysator). Zucker und andere Kohlenhydrate können deshalb nicht als "Vitaminräuber" bezeichnet werden.

Fakt ist aber auch, dass Zucker und viele Süßigkeiten, ebenso wie Weißmehlerzeugnisse, kein oder nur wenig Vitamin B1 enthalten. Andere kohlenhydratreiche Lebensmittel enthalten das Vitamin hingegen reichlich. Dazu gehören besonders Vollkornerzeugnisse, Kartoffeln und Hülsenfrüchte.

Entscheidend ist somit die Lebensmittelwahl: Wenn viel Vollkornbrot und -erzeugnisse, Kartoffeln u.ä. gegessen werden, dann sind moderate Mengen Süßes im Hinblick auf die Vitamin B1 Versorgung kein Problem.

Zucker ist Nervennahrung
Heute weiß man, dass Zucker zwar ein schneller Energielieferant ist, Süßigkeiten im Übermaß aber den Stoffwechsel und die Bauchspeicheldrüse belasten und der Blutzuckerspiegel schnell wieder absinkt.

Ein Vollkornbrot oder ein Apfel als Pausenverpflegung in der Schule sind besser als die von der Werbung angepriesenen Schokoladenriegel. Zu viel Süßes kann schädlich sein, nicht nur fürs Gewicht und für die Zähne, denn häufig verdrängt es nährstoff- und ballaststoffreiche Lebensmittel vom Speiseplan.

Die Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, rohem Gemüse oder Obst gelangen langsamer, aber dafür stetig ins Blut. Der daraus resultierende konstante Blutzuckerspiegel ist gut für die Nerven und die Konzentration. Zudem liefern Obst & Co. keine leeren Kalorien, sondern zusätzlich zur Süße noch Vitamine und Nährstoffe.

Zucker ist nicht die Ursache für Karies
Häufiger und hoher Zuckerkonsum steigert das Kariesrisiko ganz erheblich! Wenn dann noch eine schlechte Zahnhygiene hinzukommt, sind die Löcher in den Zähnen vorprogrammiert.

Seit Jahren versucht die Zuckerlobby von der wahren Bedeutung des Zuckerverzehrs abzulenken und das Augenmerk auf andere mögliche Ursachen, wie die Fruchtsäuren in Obst, Säften und Limonaden oder auf andere Kohlenhydrate (z.B. Stärke) zu lenken. Hier wird offenbar gezielt die Strategie der Widersprüchlichkeit genutzt, um Verbraucher/innen von einer Ernährungsumstellung abzuhalten.

 

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