6- bis 10-Jährige

Im Leben eines Kindes gibt es immer spannende Entwicklungen. So auch in der Altersspanne zwischen dem sechsten und dem zehnten Geburtstag. Diese Phase ist gekennzeichnet durch viele „äußere“ und „innere“ Prozesse und Ereignisse, durch die Veränderung der Balance zwischen Bindung und Selbstständigkeit, durch die Begegnung mit vielen verschiedenen neuen Kindern und Erwachsenen. Die eigene Persönlichkeit wird in diesen neuen Zusammenhängen entdeckt und entwickelt. Eine große Rolle spielt dabei das Leben und Lernen in der Grundschule. Für die Erhaltung der Gesundheit und das „unbeschwerte Aufwachsen“ ist es wichtig, dass Rahmenbedingungen für Alltagsroutinen und Bildungsprozesse in Hinblick auf das Ess- und Bewegungsverhalten stimmen.

 

Wer anderen eine Schule baut, muss selbst hinein.

aus Schülermund

 

Die Erkenntnisse der Neurobiologie zeigen uns, dass Lernen eng gekoppelt ist an die Bezugspersonen eines Kindes. Lernen ist nur dort möglich, wo die Bezugspersonen dem Kind und seinem Lernprozess eine Bedeutung geben, wo die Freude an den Zielen des Lernens und dem Lernen selbst durch die persönliche Bindung gefördert wird.

 

„Lebenslust, Motivation und die Bereitschaft sich für ein Ziel anzustrengen, entstehen in einem Menschen nicht von selbst … Nur dort, wo sich Bezugspersonen für das einzelne Kind persönlich interessieren, kommt es in diesem zu einem Gefühl, dass ihm eine Bedeutung zukommt, dass das Leben einen Sinn hat und dass es sich deshalb lohnt, sich für Ziele anzustrengen.“ (Bauer, Joachim: Lob der Schule – Sieben Perspektiven für Schüler, Lehrer und Eltern, 2. Aufl., Heyne 2009, S. 18/22)

 

„Gute Gewohnheiten“ im schulischen Alltag sicher zu stellen ist für viele Schulen schon eine große Herausforderung. Dieses reicht aber nicht aus, um Kinder für die notwendigen Anstrengungen im Rahmen ihres persönlichen gesundheitsförderlichen Lebensstils zu motivieren. Die Bedeutung, die die Bezugspersonen eines Kindes seinen persönlichen Anstrengungen zur Erhaltung der Gesundheit geben, ist der Kraftstoff für die lebensbegleitende Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Lebensstils. Diese Herausforderung stellt sich sowohl den Bezugspersonen im Elternhaus als auch in den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen.

 

Es gibt nur eine Sache in der Welt, die teurer ist als Bildung: keine Bildung

Bundespräsident  Horst Köhler, John F. Kennedy zitierend

 

Deshalb kann das „Lernen“ von Gesundheit nur in einer schlüssigen Ergänzung von Verhältnissen, Verhalten und Bildung gelingen.

 

 

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