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Musik und Mode – sehen was Du spielst!

27 Dez

Willkommen im Blog – willkommen im Club!

Die `Popper`der Uni Paderborn bloggen mit euch zu den Themen Musik, Mode und Medien. Vor allem geht es um Musik und Mode. Was wären die 50er Jahre ohne den typischen Elvis Look? Was die 70er ohne Hippi Klamotten oder die Punks ohne Slogan-T-Shirt, Bondage-Hose und Chucks? Jedes musikalische Jahrzehnt hat auch sein Outfit. Früher erkannte man die Songs und Musikstile noch an den Outfits, doch heute geht es da schon eklektischer zu und Stilmixe sind angesagt. Auch bei den Stars! Und die machen auch in Mode.

 
 

Die 80er Jahre? Nicht schon wieder!

23 Jun

Ein junger Haufen Literaturwissenschaftler und Pop/Medien/Musik-Studierende finden für ein Wochenende an einem entlegenen Tagungsort zusammen, um sich gemeinsam die Köpfe über die Kultur der 80er Jahre zu zerbrechen. Mit an Bord: teils nicht unwichtige Größen des deutschen Kulturbetriebes.

Doch interessiert das überhaupt jemanden?

Mir war noch nicht ganz klar, auf was ich mich hier überhaupt einlasse: “Back to the Future – Popkultur der 1980er Jahre an der evangelischen Akademie Villigst in Schwerte”.  Ist das eine Klassenfahrt? Soll das eine seriöse Wissenschaftstagung sein? Oder verkommt die gesamte Veranstaltung zu einem schrecklich nostalgisch-verklärten 80er-Mega-Mix der Podiums-Teilnehmer?

Und überhaupt: Wie geht man damit um, die „Superstars“ der kritischen Speerspitze der 80er Jahre vor der Nase zu haben? Zum einen Thomas Meinecke: Songschreiber der neuen Deutschen Welle-Band FSK, Autor und DJ. Dann geistert da auch noch eine gewisse Clara Drechsler herum: Mitbegründerin der Zeitung Spex. Und plötzlich wird man erdrückt von einer gewissen Schwere. Die wussten doch in den 80er Jahre mit Mitte 20 doch selbst nicht, was sie da tun. Oder vielleicht doch? Die Geschichte gab ihnen schließlich Recht. Und plötzlich sitzen sie gemütlich auf dem Podium und erinnern sich an ihre rebellische Adoleszenz. Komisch.

Dann blickt man auf sich selbst und stellt sich viele Fragen. Kämpfst du noch oder strebst du schon? Wie wird es uns in 30 Jahre ergehen? Die Kultur der 2010er Jahre. Herr Schlaffke? Wo waren Sie damals? Wo ward ihr? War das überhaupt wichtig? Die Geschichte verklärt doch eh alles. Und im Strudel von 30 Jahren bleibt bedauerlicherweise meistens nur die Scheiße übrig, die auf den Sockel gehoben wird. Kurze Gegenfrage: nennt mir doch bitte mal eben schnell auf Anhieb die kulturellen Besonderheiten der 80er Jahre fernab von Michael Jackson, Billig-Synthi-Sounds, Dreiecks-Mode und diesem blöden bunten Zauberwürfel, dessen Lösung ich bis heute nicht verstanden habe. Seht ihr. Nur Scheiße in den 80er Jahren.

Zumindest dachte ich das lange Zeit. Wie man sich irren kann. Wie sich herausstellte, wurde die Zeitung Spex mit ihrem ungewöhnlichen Stil prägend für den Diskurs um Musik und Lebensentwürfe in den 80er Jahren. Clara Drechslers Annäherung an die Bands der damaligen Zeit war frisch, neu, unkonventionell und frech. Ein Fuck-you-Gestus an die klassische Form der Pop-Berichterstattung (siehe Zeitschriften wie „Sounds“ oder „New Musical Express“). Drechsler wurde Teil ihrer Artikel selbst, stellte sich in den Mittelpunkt der Erzählung und teilte ordentlich aus. Das färbt ab. Auch auf mich.

Tja, und heute? Würde man sich das noch erlauben können? Klar haben wir das Internet mit einem undurchschaubaren Blog-Wulst. Jeder kann alles sagen. Doch wer ließt sich das überhaupt noch durch? Wer strandet überhaupt auf diesem Blog hier? Und wer traut sich noch eine intelligente Meinungen zu bilden, welche vor allem Gehör findet. Anyone out there? Der Zusammenbruch Twitters würde heute doch eher den fleißigen 140-Zeichen-Schreibern weh tun, als ihrer potentiellen Leserschaft.

Aber zurück zu unserer Tagung. Schließlich gilt es sich im Diskurs zu üben. Die Befürchtung, nicht auf einer Augenhöhe mit den Gästen agieren zu können, trifft nicht ein. Die geladene Pop-Prominenz plaudert locker aus dem Nähkästchen bei Kaffee und Kuchen, während uns in der Mittagspause die Sonne auf die theoriebefüllten Köpfe strahlt. Clara Drechsler ist ja doch nicht so unnahbar, wie ich es vermutet hätte. Aber warum auch? Wo sollte dieser vermeintliche Graben zwischen uns auch her kommen? Wir gehören schließlich zu den Guten.

Im Laufe des Wochenendes darf ich mir eine Frage aus der Ecke der Literaturwissenschaft anhören, die unser Studiengang scheinbar magisch anzuziehen scheint: “Und? Popmusik und Medien – was kann man damit später mal machen? Ist bestimmt schwer etwas damit zu finden, oder?”

Are you kidding me? Ich dachte so eine naive Frage könnte nur von meiner Tante kommen. “Dito” könnte ich entgegnen, doch ich will mich nicht aufregen. Schließlich ist es mittlerweile Samstag Abend geworden und es wird Zeit, dem House-Set von Thomas Meinecke Gehör und Beine zu schenken. Praxis gegen die Theorie-Omnipräsenz des Tages. Ein Tagungsraum wird provisorisch zum Club umfunktioniert: Plattenkoffer trifft Parkett-Fußboden. Kronleuchter meets Diskokugel. Gelächter, Getränke, Getanze. Die Anekdote am Morgen danach: Der Hausmeister der Tagungsstätte scheitert kläglich am Versuch, der 4/4-Bassdrum-Musik gegen 2 Uhr nachts den Gar auszumachen. Die Dorfpolizei schaut schnell vorbei und zieht genauso fix wieder ab. Wer hätte gedacht, dass wissenschaftliche Tagungen so Punk-Rock sein können.

Der Morgen danach. Kopfschmelztabletten, Kaffee und Katerstimmung. Nichtsdestotrotz liefert der Künstler und Kurator Oliver Tepel einen wundervoll inspirierenden Vortrag über das belgische Underground-Label “Les Disques du Crépuscule”. Schade, dass viele meiner Mitstreiter im Bett blieben. Es folgte ein abschließender Monolog des Filmwissenschaftler Hans Jürgen Wulff über Filme der 80er Jahre (wer hätte es gedacht), zu dem ich hier jedoch keine Stellung nehmen möchte. Vielleicht war es auch nur mein einsetzender Kater, der meine Stimmung etwas in den Keller gehen ließ.

wundervolle Musik vom belgischem Label: Les Disques Du Crépuscule

Tja, das waren also die 80er Jahre im Jahre 2011. Sicherlich bewegten wir uns in einem Mikrokosmos. Bin ich nun schlauer als zuvor? Das wird sich spätestens in 30 Jahren zeigen, wenn ich als Symposiumsgast eingeladen werde zum Thema: “Die Blog-Kultur der 2010er Jahre – Warum man viel schrieb, ohne etwas zu sagen.”

Von Lukas Schlaffke

 

Methoden der Populärkulturforschung

01 Dez

Am 7. und 8. Januar findet die Tagung “Methoden der Populärkulturforschung” der AG Populärkultur und Medien an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln statt. Das Programm können Sie hier herunterladen: Flyer Tagung Methoden der Populärkulturforschung Köln Januar 2011.

 
 

Studie zu Popikonen

22 Nov

In zwei kooperativen Seminaren widmeten sich Studierende der Populären Musik und Medien der Beschreibung von Star-Images und Unterschieden zwischen “Pop-Idolen”.

Sie können sich hier eine kurze Präsentation erster Ergebnisse herunterladen. Weiterhin bitten die betreuenden Dozierenden darum, den vorhandenen Datenpool weiter zu berarbeiten, die Instrumente für Folgestudien einzusetzen usw. Für Informationen und Zugang zu den Daten kontaktieren Sie bitte Herrn Andreas Heye M.Sc.

 
 

Vom ‘Hair-Metal’ zum Mainstream-Rock: Bon Jovi im Wandel der Zeit

16 Nov

“Shot through the heart/ And you’re to blame/ You give love a bad name…”

Ein Schuss ins Herz, ein Schütteln der Haarpracht und sie waren da: Bon Jovi, die Stadien-Rocker aus New Jersey, gaben ihrer Liebe zur Musik mit “You Give Love a Bad Name” einen Namen. Von einem schlechten Namen kann hier allerdings nicht die Rede sein: Die Band landete mit der ersten Single aus ihrem dritten Album “Slippery When Wet” einen Nummer 1 Hit.

Von Selina Härtel

Bon Jovi 2010

Smarte Frisuren, Jeans und ganz viel Sexappeal

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Regelbrecher mit visuellem Konzept – die Entwicklung des Deichkind-Look

30 Okt

Wohl kaum eine deutsche Musik-Combo steht für ein visuelles und musikalisches Gesamtkonzept wie die Hamburger Electro-Rapper von Deichkind!
Fast jeder Musikfan kennt mittlerweile die aufwendig-futuristischen Outfits und Bühnenutensilien der Erfinder des Party-Schlachtrufs “Krawall und Remmidemmi”. Vom Pyramidenhut, über knappe Aerobic-Höschen bis hin zur Hüpfburg – Hauptsache schrill und fluoreszierend! Ihr visueller Stil passt dabei zur Musik wie Faust auf Auge. Doch was viele nicht wissen: Es gab ein Leben vor Tech-Rap und spacigem Neon – auch optisch!

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Vom Teenie-Idol zur Pop Diva

30 Okt

Vor über zehn Jahren begann Britney Spears’ Karriere als Superstar. Wie keine zweite beherrschte das Pop-Idol mit ihren sexy Outfits und Eskapaden den Beginn des neuen Jahrtausends. Angefangen hat Britney jedoch viel braver…

Von Sebastian Starke

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Von Teeniestars zu Gentlemen in Anzügen – der Imagewandel von Take That

30 Okt

Sollte man sich eines Abends auf einer typischen 90-er Party wiederfinden, dürfen Songs wie ‘Back for Good’ oder ‘Pray’ nicht fehlen. Die britische Popgruppe Take That gehörte genauso zur Popkultur der 90-er Jahre wie die Backstreet Boys und Ace of Base. Und noch etwas haben alle drei gemeinsam: Ihre Comebacks im neuen Jahrtausend.

von Martin Jüchter

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Musik & Mode

30 Okt

Musik und Mode gehören seit jeher zusammen wie Seattle und Nirvana, Whiskey und Cola oder einfach: Rock und Roll!

Wer Sneakers trägt, legt coole Beats auf, im Kaputzenpulli rappt es sich besser und in einer schmierigen Lederhose rockt es sich deutlich besser. Klamotten zeigen Dir, was Du hörst – aber eine Lederkutte macht noch keinen guten Sound. Das neue Jahrzehnt glänzt durch Stilbrüche und -mixe wie nie zuvor. Nie gingen und kamen die Trends schneller als im Jahr 2000. Eklektisch und geradezu beliebt. Früher trug der Rock-Fan nichts als Leder, der Mod dagegen kleidete sich chic (mit Fred Perry z.B.) . Ein Punk sah auch nach Punk-Sound aus – heute hört er vielleicht auch Linkin`Park?

 
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Die 70er: Lederkutte! Plateausohle! Nietengürtel!

29 Okt

Zwischen goldenem Paillettenanzug und schwerer Lederkutte boten die 70er eine Vielfalt von neuen Outfits. Getragen wurden sie von den Anhängern neu geborener Musikstile wie Heavy Metal und Hard Rock, um sich deutlich voneinander abzugrenzen. Nur die Punks, die weigerten sich. Oder..?

von Sebastian Starke und Martin Jüchter

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