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Mentoring für Doktorandinnen an der Universität Paderborn

 

"Mir hat das Programm ermöglicht, eine persönliche Beziehung zu einer Professorin aufzubauen und sie aus menschlicher Perspektive, nicht aus wissenschaftlicher Perspektive kennenzulernen. Ich konnte sehen, wie eine Frau ihr Leben in der Wissenschaft realisiert - und habe vor allem gesehen, dass dort tatsächlich auch LEBEN ist. Eine wesentliche Erkenntnis für mich selbst war, dass es eine Vielzahl an unterschiedlichen Problemen bei der wissenschaftlichen Arbeit gibt, dass die Vereinbarung von Familie und Beruf nur eines unter vielen ist. Zum ersten Mal habe ich erkannt, dass es auch Vorteile haben kann, Familie als Ausgleich zur Promotion zu haben. Ich habe sie hier erst so richtig als Ressource wahrgenommen.
Ich weiß immer noch nicht, ob ich in der Wissenschaft bleiben möchte oder nicht. Aber ich weiß jetzt, dass ich mich nicht entscheiden muss.
Der Weg besteht aus kleinen Schritten und ich darf jeden Schritt neu überdenken und in verschiedene Richtungen setzen."

 

Weitere O-Töne aus den ersten drei Jahrgängen:

"Das Programm hat mich dazu gebracht, viele Dinge zu überdenken, für die ich sonst keine Zeit hatte oder sie mir nicht genommen habe. Ich habe gelernt mich besser zu verstehen und herausgefunden, was ich brauche um gut arbeiten zu können und was meine Stärken und Schwächen sind. Ich habe viele unglaublich interessante Frauen in der Wissenschaft und ihre Lebensmodelle kennen gelernt, sowohl unter den Referentinnen als auch den Mentees. Und auch wenn ich mit meiner Mentorin (aus Zeit- und Entfernungsgründen) keine sehr intensive Beziehung habe, fühle ich mich jetzt nicht mehr als Einzelkämpferin auf dem Weg zum Doktorhut."

 

 
   

„Mir hilft es sehr, durch meine Mentorin einen Blick von außen auf mich als Doktorandin und auf meine Dissertation zu bekommen. Gerade da ich schon in Paderborn studiert hatte und dort bereits zu Beginn der Promotion in einem bestimmten „Trott“ war, fand ich es schwer, eine bestimmte Distanz zu meiner neune Situation zu bekommen. Es ist für mich sehr wohltuend, von einer Professorin aus einer anderen Uni ernst genommen zu werden und „von außen“ neue Impulse zu bekommen.
Für mich ist außerdem wichtig, durch das Mentoring-Programm kontinuierlich mit anderen Doktorandinnen aus unterschiedlichen Fakultäten in Kontakt zu sein und mich mit ihnen austauschen zu können. Die zum Mentoring-Programm gehörenden Workshops geben mir zudem immer wieder Aufwind, da ich dadurch verschiedene Techniken und Strategien für die Zeit der Dissertation erfahre, die ich sonst nicht kennen lernen würde.“

 

"Das Mentoring-Programm hat mir zum einen dadurch geholfen, dass ich mich mit anderen Personen, die sich an vergleichbaren Punkten ihrer Laufbahn befinden, austauschen konnte. Zum anderen hat es gezeigt, dass Networking gar kein strategisches Arbeiten darstellen muss, sondern Spaß machen und wirklich interessant sein kann. Insgesamt hat mir das Programm auf vielen Ebenen einen hilfreichen Einblick in die Welt der Wissenschaft ermöglicht, der ohne das Programm wohl nicht so einfach und locker hätte stattfinden können." (Mentee aus dem dritten Durchgang)

 

Interview mit Frau Prof. Scharlau zum Mentoring Programm hier...
Interview mit einer Mentee des ersten Durchgangs, gestartet 2008 hier...


Beide Interviews stammen aus der Radio Palmares Sendung vom 09.07.2009 - Freies Radio Paderborn (FRAP). An dieser Stelle vielen Dank an Stefanie Partmann, die diese Interviews zur Verfügung stellt.

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