Lehrstuhl für Finanzierung und Investition, Links

Links, die wir interessant finden

Freiräume schaffen (aus dem Wirtschaftsmagazin brand eins, 12/2010)

Angela Jansen ist Schauspielerin, Malerin, Vorsitzende eines Vereins - und seit zwölf Jahren komplett gelähmt. Sie wird künstlich beatmet. Und wäre trotz allem gern ihre eigene Firma. Ein Gespräch - geführt mit dem linken Auge.

Business-Kasper

Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder fliegen Sie nur Economy, dann werden Sie diesen Clip lieben. Oder Ihr Unternehmen zahlt Ihnen Business Class und besser, dann wird Sie dieser Clip verärgern. (Anmerkung: Die Reisekostenverordnung des Landes NRW verpflichtet alle Angestellten und Beamten, immer die billigste Flug- und Bahnklasse zu wählen.)

Geschäfte statt Geschenke - MyC4.com

C4 ist das Kürzel für einen Plastiksprengstoff, es steht im Englischen aber auch für "see for" (=sich kümmern). Hinter der Abkürzung verbirgt sich eine Webseite des Afrika-kundigen Däne Mads Kæjr, die Investoren aus der ganzen Welt mit Kleinunternehmern in Afrika zusammenbringt. Inzwischen haben sich mehr als 15.000 Investoren gefunden, um mehr als 4.000 Kleinunternehmen in dem verarmten Kontinent zu helfen. Die Kleinunternehmer stellen ihre Projekte (die bereits bei wenigen Euro beginnen) auf der Seite vor und Anleger können Beträge von 5 Euro aufwärts darin investieren. Grundprinzip der Webseite ist es, Afrika nicht mit Almosen ruhig zu stellen, sondern auf marktwirtschaftliche Weise unter die Arme zu greifen. Daher lehnt www.myc4.com auch Spenden ab - man kann nur investieren, nicht schenken und erhält dafür, wenn der Kredit nicht ausfällt, stattliche Renditen in oft zweistelliger Höhe.

Paper-Generator

Wissenschaftler messen einander oft sehr oberflächlich an der Anzahl ihrer Publikationen. Seltener wird zusätzlich auf die Qualität der Zeitschrift geachtet, den Inhalt nimmt eigentlich kaum einer mehr zur Kenntnis. Um wirklich Jedem zu ermöglichen bei diesem Rattenrennen gut auszusehen, haben drei Studenten des MIT einen Artikel-Erzeuger geschrieben. Zweck der Software ist es, möglichst viele sinnfreie Diskussionspapiere zu erstellen, die hochwissenschaftlich aussehen. Erste Erfolge beim Einreichen auf einer Konferenz haben die drei schon erzielt, was deutliche Defizite des Gradmessers "Anzahl der Publikationen" offenbart.

Ein Amerikaner in Nordkorea

In den sechziger Jahren, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, desertierte der US-Amerikaner Joseph Dresnok von seinem Posten in Südkorea in den kommunistischen Norden. Dresnok lebt seitdem in Nordkorea. Crossing the line ist eine faszinierende BBC-Dokumentation über diese unglaubliche Lebensgeschichte, bei der man zudem sehr viel über das bisher abgeschottete Reich erfährt.

Flugverkehr in der Welt (von Economist.com)

Here is a video simulation of 24 hours of air transport over the Earth. YouTube's version is below, or there's a version with better resolution.

Man erkennt sehr schön an dieser Simulation, wo die wirtschaftlichen Machtzentren der Welt sind: Nordamerika, Europa und die Pazifikküste Chinas. Es gibt fast keinen Flugverkehr zwischen Südamerika und Afrika...

Tufte über PowerPoint, Cleveland über quantitative Darstellung

Eduard Tufte ist ein emeritierter amerikanischer Professor, der inzwischen Weltruhm für seine Arbeiten zur Darstellung quantitativer Information erlangt hat. Tufte ist der Meinung, dass die BWL-Allzweckwaffe PowerPoint zur Präsentation von Informationen völlig ungeeignet ist, weil die Auflösung des Programmes und die damit verbundene Informationendichte zu gering sind. Er hat seine sehr überzeugenden Argumente in einem Essay zusammengefasst.

Während sich Tufte zu allen Facetten der Darstellung von Informationen äußert, konzentriert sich William Cleveland in seinem Buch Elements of Graphing Data ausschließlich auf die Frage, wie man Zahlenkolonnen grafisch abbilden kann. Manchmal widersprechen sich beide Autoren, lesenswert sind sie beide in jedem Fall.

Abbott über "Ziele der Ausbildung"

Um an einer amerikanischen Universität zu studieren, muss man typischerweise ein strenges Auswahlverfahren absolvieren. Nur den Besten gelingt es, an einer Eliteuniversität wie der University of Chicago zu studieren. Hat man allerdings die Zulassung, dann ist der weitere Lebensweg vorgezeichnet: Praktisch jeder Student erreicht den Abschluss, zudem dürfen die Abschlussnoten oft aus Datenschutzgründen (!) potentiellen Arbeitgebern nicht mitgeteilt werden. Es stellt sich daher die Frage, weshalb man sich nach erfolgreicher Aufnahmeprüfung während des Studiums überhaupt anstrengen sollte. Andrew Abbott, ein Professor der University of Chicago, hat in der traditionellen Begrüßungsrede für Erstsemester auf diese Frage eine überzeugende Antwort gegeben. Sie finden diese Rede auf den Seiten der University of Chicago.

Impressum, letzte Änderung am 28.05.2011