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Die Ausbildungsordnung

Die Ausbildungsordnung stellt für die betriebliche Ausbildung die Ordnungsgrundlage dar. Sie existiert für jeden in Deutschland anerkannten Ausbildungsberuf und umfasst folgende Inhalte:

  • Ausbildungsberufsbezeichnung (Wie wird der Beruf benannt?)
  • Ausbildungsdauer (Wie lange dauert die Ausbildung (ohne Verkürzung))?
  • Ausbildungsberufsbild (Welche typischen Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse erfordert der angestrebte Beruf?)
  • Ausbildungsrahmenplan (Wie können die im Ausbildungsberufsbild benannten Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse sachlich über Lerninhalte und -ziele sowie zeitlich gegliedert werden?)
  • Prüfungsanforderungen (Welche Anforderungen sind in der Prüfung an den/die Auszubildende/n zu stellen?)
  • Bestehensregelungen (Wann wird die Abschlussprüfung als bestanden gewertet?)
  • Berichtsheftführung (Wie und wann ist das Berichtsheft zu führen und durch den/die AusbilderIn zu kontrollieren?)

Bezugsquellen sind für Sie die » zuständigen Stellen (Kammern) und das » Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB).
Welche Anforderungen sich hieraus für Sie ergeben finden Sie in diesem Portal unter » "Handeln! Wie?".

Der Rahmenlehrplan

Für die Schulen gelten Rahmenlehrpläne als Ordnungsgrundlagen. Diese setzen grundsätzlich auf dem Hauptschulabschluss auf (setzen ihn formal aber nicht voraus) und beschreiben Mindestanforderungen für die Ausbildung in dem jeweiligen Beruf. Mit der Zielsetzung, unmittelbar im Unterricht Handlungskompetenz zu fördern und selbstständiges sowie verantwortungsbewusstes Denken und Handeln als übergreifendes Ziel der Ausbildung zu fördern, werden zugleich Anforderungen an die methodisch-didaktische Gestaltung der schulischen Ausbildung formuliert. Die handlungsorientierte Ausrichtung des Unterrichts bewirkt einen hohen Stellenwert des Situationsprinzips im schulischen Curriculum. Mit anderen Worten ist der Unterricht in Lernsituationen zu gestalten, die den/die SchülerIn authentischen Arbeitsprozessen gegenüberstehen lassen. Diese Lernsituationen sind im Rahmen einer » Curriculumentwicklung zu gestalten.

Folgende Inhalte finden Sie in einem Rahmenlehrplan:

  • Vorbemerkungen (Welchen Ursprung hat ein Rahmenlehrplan, welche Rahmenbedingungen werden gesehen und welche Zielsetzung werden mit ihm verfolgt?)
  • Bildungsauftrag der Berufsschule (Welche Rolle hat die Berufsschule in der dualen Ausbildung und welche Ziele, Rechte und Pflichten sind damit verbunden?)
  • Didaktische Grundsätze (An welchen Orientierungspunkten können Handlungsorientierung, vollständige Handlungen und soziale Prozesse im Unterricht gefördert werden?)
  • Berufsbezogene Vorbemerkungen (Welche Tätigkeitsfelder werden in dem Beruf gesehen und wie werden diese durch die Lernfelder berücksichtigt?)
  • Lernfelder (In welchem Ausbildungsjahr sind welche Lernfelder in welchem Umfang vorgesehen? Welche Ziele und Inhalte werden mit den einzelnen Lernfeldern verfolgt?)

Bezugsquelle für die Rahmenlehrpläne ist die » Kultusministerkonferenz (KMK). Durch die Verankerung des Lernfeldkonzeptes sind die traditionellen Organisationsstrukturen und Lehrmethoden in den Schulen in mehreren Teilbereichen zu überdenken. Vertiefende Informationen diesbezüglich finden Sie unter » "Handeln! Wie?".