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Beschreibung
Philosophierende Aristokratinnen des 17. und 18. Jahrhunderts
Im 17. Jahrhundert aber auch im sogenannten siècle des lumières blieben den meisten Frauen die Türen zu höherer Bildung weitgehend verschlossen.
Die wenigen, denen aufgrund ihres hohen gesellschaftlichen Ranges und ihrer besonderen Begabung ein privates Studium ermöglicht wurde, mussten
lebenslang für eine erfolgreiche Einbindung in den Gelehrtenaustausch ihrer Zeit kämpfen. Während dies der Französin Emilie du Châtelet, begünstigt
durch die besondere Situation in Frankreich, ihrer Stellung und ihren exzellenten Beziehungen in der république des lettres, in bestmöglicher Weise
gelang, blieb Elisabeth Christine, die Frau von Friedrich dem Großen war, aus dem geistigen Mittelpunkt der Zeit in Potsdam verbannt. Auf Schloss
Schönhausen pflegte sie ihren geistigen Austausch mit einem kleinen Zirkel renommierter und bedeutsamer Zeitgenossen.
Für Frauen jener Epoche waren Intelligenz und wissenschaftlicher Ehrgeiz nicht ausreichende Gründe für eine wissenschaftliche Laufbahn.
Es mag und kann daher nicht verwundern, dass es Aristokratinnen offenbar leichter gelang, der engen Vorverurteilung zu entgehen und Zugang zu
Bildung und zu Gebildeten zu wünschen und zu erlangen.
Im Rahmen der geplanten Tagung geht es darum, die Biographien und Namen dieser gelehrten Damen wieder zu Gehör zu bringen, denen es teilweise möglich war,
maßgebliche Einflüsse auf die geistigen Strömungen ihrer Zeit auszuüben, indem sie korrespondierten, kommunizierten, förderten und selbst schreibend tätig wurden.
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