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Nov 25

Jährliches Weihnachtskegeln

+++ Bericht der Kegelweltmeisterschaft 2015+++ DSC05813

Wie bereits im Ticker des gestrigen Abends zu lesen war, konnte der FSR WiWi den Pott wieder auf die gute Seite des Fachschaftsbüros zurückholen. Aber beginnen wir von vorne.

Auf der Dienstagssitzung hingen die Köpfe noch tief, als TOP 5 Kegelweltmeisterschaft 2015 zur Ansprache kam. Zu tief saß der Stachel der letzten beiden Jahre. Sowohl Mathias Geltz als auch Rasmus Dremel mussten nach den letzten beiden Niederlagen die Koffer packen. Zurecht, denn noch nie verlor man gegen die Gegner der Internationalen. Dieses Jahr erstmals in der Geschichte – sollte eine Frau zur großen Anführerin werden. Maria Fast, eine noch unscheinbare junge Frau, die dem Gegner im Kegelgeschäft noch nichts zu sagen schien. Ihre erste Amtshandlung war die Kaderbennenung und da gab es gleich die ersten Überraschungen. Meckenstock (der einst selber das Team anführte), Dremel und die über jahrelang erfolgreichen Cordes-Brüder waren nicht im Spielbericht zu finden. Meckenstock und Roman Cordes hatten sich anscheinend mit der Trainerin überworfen und sofort ein Studiumende nach dem Semester angekündigt. Die anderen beiden nahmen die Nichtberücksichtigung mit Anstand zur Kenntnis, wurden aber trotzdem nicht in der Arena gesehen.

Andere Altbewährte – wie auch sehr viele Neunominierungen – gehörten, trotz der schlechten Leistungen der letzten Jahre, zum Team.

Der Abend begann feuchtfröhlich. Doch aufgrund eines Fernsehers inklusive Fussballprogramm drohten nun weitere Ausfälle, welche aber mit 45-minütiger Verspätung zum Team dazustießen.

Das erste Spiel (Hohe Hausnummern) ging an Team IBS, obwohl man mit einer 9 gestartet war. Hier lag ein taktischer Fehler vor. Anscheinend kannten Teile des Teams die Regelkunde nicht komplett. Im zweiten Spiel (Schnapszahl) konnte unser Team den ersten Sieg verbuchen und es wurde sich über einen Gewinnerschnaps der Internationalen gefreut. Bei dem dritten Spiel, den niedrigen Hausnummern, konnte zwar eine 2:1 Führung erzielt werden, allerdings ging der „Tannenbaum“ -genau wie das fünfte Spiel „201“ knapp an die IBSler.

Nun stand man wieder da, wo man in diesem Jahr nicht stehen wollte. Bei einer weiteren Niederlage musste ein weiteres Jahr Hohn und Spott ausgehalten werden. Mit einer klaren Ansprache ging Maria Fast auf die Mannschaft ein und gab einen klaren Plan vor. „Wir vertreten am heutigen Abend eine knapp 2000 Personen-große Paderborner-WiWi-Nation, habt endlich den Mumm und denkt nicht an die letzten beiden Jahre. Ich werde keine Niederlage dulden!“, schrie sie besonders die Älteren an. Aus der Kabine waren ebenfalls immer wieder die Worte „Körpersprache“, „Teamgeist“ und „Stolz“ zu hören. Mit einer Motivationsrakete ging man somit in die beiden letzten beiden Spiele.

In Spiel Nummer sechs -dem Schlüsselspiel- war der Druck keinem der Kegelbrüder und -schwestern zu spüren. Man ging weit in Führung und obwohl es am Ende wieder eng wurde, konnte Geltz den Sieg klar machen. Ausgerechnet Geltz nahm sich Mut sowie Kugel und schleuderte den rechten Bauern um. In den letzten beiden Jahren hatte er mit seinem Übermut noch die entscheidenden Spiele verloren. Mit diesem Sieg konnte nach zwei Jahren endlich wieder ein echtes Finale gespielt werden.

Das FINALE!
Im letzten Spiel (Auge um Auge) ging es um den Pott, um alles, um die Oberhand im Fachschaftsbüro. Beide Mannschaften waren gleich auf. Unsere Mannschaft war meist 2-4 Würfe voraus und so musste immer wieder auf IBS gewartet werden, die nicht begriffen, dass Zeitspiel in diesem Sport nichts bringt. Die letzten Würfe standen bevor. Wir mussten zwei Bauern, Team IBS einen Bauern umwerfen. Finanzchefin Wiebke Köhler nahm sich die Kugel und warf die nötige Punktzahl. Großer Jubel brach aus. Doch IBS durfte noch zwei Mal werfen. Es sah fast so aus als würden sie ausgleichen können, allerdings fiel im letzten Moment ein weiterer Bauer um. Der zweite Wurf landete in der gutplatzierten Gosse. Es war so weit, Maria Fast hatte es geschafft. Weltmeister!

Stimmen zum Abend: „Dass wir das noch einmal erleben dürfen, ist ein weiterer Höhepunkt unserer Karriere“, strahlten Vospeter und Hickfang. „Schön, einfach nur schön“, waren sich Beyer und Petzold einig. „Riportare la vittoria“, gab Guzzardi auf Italienisch von sich. 3000 merkte an, wie stolz er auf die Mannschaft sei und postete Bilder aus der Kabine.

Am heutigen Freitag wird nun, aufgrund der Siegesfeier, der Rathausplatz gesperrt. Anschließend wird die Libori-Almhütte aufgebaut. Natürlich ist auch Alpenstarkstrom bereits auf dem Weg gen Paderborn. Das Paderbornlied des Bürgermeisters wird gegen 3 Uhr kommende Nacht erwartet.

Das Bild zeigt die Siegermannschaft des Jahres 2015.