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Die Universität der Informationsgesellschaft

Projektstruktur

a) Kurzfristige und vorbereitende Vorhaben
  • Herr Dr. B. Weber wird in seinem Seminar im Sommersemester 2006 zu „Radio-Features“ Materialien zur lokalen/regionalen Musikszene erstellen lassen. Dies kann sowohl kurze Interviews als auch O-Töne etc. beinhalten. Das fertige Material wird in einer sendefähigen Form den Studierenden von Herrn Dr. T. Strauch zur weiteren Verarbeitung und Sendung weitergegeben.
  • Zusätzlich wird GEMA-freies Material benötigt, welches als Hintergrund-Musik oder auch als Anlass für ein Gespräch/Interview zu einem Teilaspekt der lokalen/regionalen Musikszene fungieren soll. Dieses Material wird von den Studierenden des BA/MA-Studiengangs „Populäre Musik und Medien im Rahmen des "NOW"-Projekts (Ltg: M. Ahlers) produziert. Ziel hierbei ist die Schaffung eines Audio-Pools. Für die Studierenden entsteht als Nebeneffekt die Möglichkeit, ihre Musikproduktions-Kenntnisse mittels der Ausstattung der Universität Paderborn anzuwenden.
b) Mittelfristige Forschungsvorhaben
  • Im Rahmen einer Master-Arbeit eines/einer PM-Studierenden soll eine Erfassung und Beschreibung der regionalen Musikszene entstehen. Hierzu sollten lokale Wettbewerbe und Initiativen (in Paderborn: Musik Büro Paderborn, Musiker-Initiative. Regional: Rockmusiker-Verband, etc.) angesprochen werden und in eigener Initiative explorativ gearbeitet werden.
  • Zur Unterstützung dieser Tätigkeit soll mithilfe einer studentischen Hilfskraft eine (Online-)Datenbank zur Darstellung der Musikszene entstehen („BandNet“ o. ä.). Optional könnte hier beispielsweise auch jungen Bands die Möglichkeit gegeben werden, Daten, Bilder und Klangbeispiele selbständig einzugeben.
  • Es sollen im Campusradio regelmäßige Berichte und Features über diese Aktivitäten produziert und gesendet werden. Evtl. bereits in diesem Stadium könnte man die Berichte auch an andere Campusradios oder kommerzielle Stationen streuen
c) Längerfristige Vorhaben
  • Im Anschluss an die Masterarbeit soll im Rahmen einer Dissertationsschrift eine Modellentwicklung bzw. Evaluation strategischer Konzepte zur Professionalisierung und Vermarktung von zuvor in der regionalen Szene gefundenen (Pop-)Musikern erstellt werden.
  • Es könnten beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Medienpraxis und einem externen Lehrbeauftragten aus dem Bereich Musikmanagement/ -vermarktung für 4-6 Gruppen Musikvideos, Demo-Produktionen, Portfolios und „Business-Pläne“ erstellt werden, die im Anschluss Plattenfirmen, Radio- und Fernsehsendern und Verlagen angeboten würden.
  • Diese würden dann –zusammen mit qualitativen Interviews der Beteiligten- durch die Rückläufe (Absagen, Einladungen, etc.) über einen Zeitraum von ca. 1,5-2 Jahren ausgewertet werden. Es geht also neben einer reinen „Karriere-Dokumentation“ auch um die Formulierung von Strategien der Selbstvermarktung und deren Evaluation. Denkbar wären auch nachfolgende Nachbesserungen im Sinne der geäußerten Kritiken und eine sich abermals anschließende Re-Evaluation der Rückläufe.
  • Langfristig könnte hierdurch auch eine bessere Anbindung an die Musikindustrie und das kommerzielle Radio und Musikfernsehen erreicht werden, da beispielsweise Referenten aus den Bereichen A&R, Programmredaktion usw. im Vorfeld oder nach Erstellung des Materials mit ihrer Einschätzung einen wichtigen Einblick in strategische und/oder ästhetische Entscheidungsprozesse gewähren könnten (Anbindung an das bereits vorhandene „NOW“-Projekt).
  • Eine Einwerbung von Drittmitteln nach erfolgreichem Abschluss der zweiten Phase (Darstellung der regionalen Musikkultur) kann erwartet werden (z. B. über die Volkswagen-Stiftung).
  • Die fertigen Produktionen (Radio/Musik/usw.) könnten kommerziellen Stationen angeboten werden (insofern diese den Sendestandards entsprächen). Somit könnten bessere Kontakte für Medienwissenschaftler und Popmusik-Studierende geschaffen werden

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