Schlaflos in Berlin

2012-01-23 „Berlin, Berlin, wir f(u)hren nach Berlin“ – und zwar um dort am alljährlichen „Berlin Punk“ teilzunehmen. Bei diesem Turnier, das sich ganz besonders an Anfänger richtet, sollten die Teams aus einem „Debattierneuling“ und einem erfahrenen Debattierer bestehen: So trat Elias Ojanperä mit einem Berliner Neu-Debattierer an, nachdem seine Paderborner Teampartnerin kurzfristig ausgefallen war. Das zweite DSP-Team startete unter dem werbewirksamen Namen „Paderborn überzeugt.“ und bestand aus Benjamin Koch und Linda Englisch.

Am Freitagabend im großen Berlin angekommen durften die Landeier zunächst feststellen, dass es irgendwie naiv ist, sich am S-Bahnhof Friedrichstraße „am Haupteingang“ zu verabreden. Nach einigen Telefonaten und ebenso vielen Rolltreppenfahrten gelang es den Paderbornern dann schließlich, ihren „Crash-Partner“ zu finden, der sie dann auf dem direkten Wege in seine schicke und sehr zentrale Berliner WG führte.

Am frühen Samstagmorgen startete das eigentliche Turnier und die sage und schreibe 44 versammelten Teams beschäftigten sich in den drei ersten Vorrunden mit kostenlosem Öffentlichen Personennahverkehr, mit der Medienpräsenz von Promi-Kindern und mit der Kompetenz des Bundes beim Thema Bildung. Am Abend kamen die Paderborner dank ihres „original“ Berliner Gastgebers in den Genuss einer exklusiven Express-Stadtführung, die die Gruppe bis nach Kreuzberg führte. Dort hatte ein anderer Berliner Debattierer tatsächlich seine Wohnung  für eine Hausparty mit allen Turnierteilnehmern zur Verfügung gestellt. Das war äußerst mutig von ihm, aber auch toll für alle anderen, denn die Party war gut, vielleicht sogar ein bisschen zu gut, wie sich am nächsten Morgen herausstellen sollte…

Während die meisten Teams, so auch die DSP-Teams, am Sonntag zwar im Halbschlaf, aber dafür pünktlich, zur vierten Vorrunde antraten und über die Möglichkeit eines EU-Handelsembargos gegen Länder, in denen Kinderarbeit existiert, stritten, zogen sich vier weitere Teams und fünf Juroren lieber die Bettdecke weiter über die Ohren und holten den verpassten Schlaf nach. Im Finale des Turniers setzten sich Julian Ohm und Barbara Schunicht vom Debattierclub Hamburg gegen ein Team aus Stuttgart und zwei Teams der Berlin Debating Union durch. Das Thema der Finaldebatte lautete: „Dieses Haus glaubt, dass Menschenversuche Richtern als Strafmaß zur Verfügung stehen sollten.“ Paderborn dankt den Berliner Organisatoren für ein tolles Debattier-Wochenende!

(Linda Englisch)