„Paderborner Erzbischöfe“ überzeugen bei (oder trotz) Glühwein und Keksen
2011-12-04 Es gibt viele gute Anlässe zum Debattieren: Der Namenstag eines gewissen Heiligen aus Myra gehört auch dazu. Am vergangenen Samstag lud der Debattierclub der Universität Münster zu seinem traditionellen Nikolausturnier ein. Die Münsteraner lockten mit einem Hauch von Advent und Debatten bei Glühwein und Plätzchen. Bei einem solch verlockenden Angebot bissen gleich drei Paderborner Teams und zwei Juroren an: „Gut(t)enbergs Erben“ (bestehend aus Christoph Nadler und Alexander Schremmer), die „Paderborner Erzbischöfe“ (bestehend aus Philipp-Alexander Bornefeld und Elias Ojanperä) und die berühmte „Magnum Spielothek“ (bestehend aus den „Ehemaligen“ Timo Gerres und Kamran Gilani) nahmen zusammen mit den Jurorinnen Sarah-Maria Humburg und Linda Englisch den Weg in das leider sehr verregnete, aber darum nicht minder schöne Münster auf sich.
Nach einer herzlichen Begrüßung inklusive Schoko-Nikoläusen für alle ging es auch schon zur Sache: In drei Vorrunden stritten die Debattierer darüber, ob Schule ein religionsfreier Raum ist, ob ein staatliches Weihnachtsgeld für Kinder eingeführt werden sollte und ob man die Wohnorte von verurteilten Sexualstraftätern bekanntgeben müsste. Die Paderborner Teams gaben wie immer alles. Ein Team gab sogar besonders viel und schaffte den Sprung ins Finale: Zwar reichte es dort für die „Paderborner Erzbischöfe“ nicht mehr ganz, aber ihren radikalen Antrag zum Thema „Dieses Haus würde die Sicherung des wirtschaftlichen Wohlstands über Menschenrechte stellen“ verkauften sie dennoch sehr glaubhaft. Mit einem verdienten Sieg des Teams „Superpositionsprinzip“ aus Aachen (bestehend aus Carl Friedrich und Maximilian Pellengahr) und der Verleihung eines ebenso verdienten Nachwuchs-Nikolauses - ebenfalls an Maximilian Pellengahr - endete ein schönes, adventliches und durchaus erfolgreiches Turnier. Danke Münster, wir kommen gerne wieder!
(Linda Englisch)
