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Kristallstrukturanalyse: Das DEBYE-SCHERRER-Verfahren


Bei dieser Methode wird gepulvertes, kristallines Material (daher auch Pulvermethode) mit Röntgenstrahlen beschossen. Liegt gerade ein kristallines Krümelchen so, daß das BRAGGsche Gesetz erfüllt ist, werden die Röntgenstrahlen optimal gebeugt. Die Summe aller gebeugten Strahlen einer Gitterebene erzeugt wieder einen Kegel, der auf dem fotografischen Film abgebildet wird. Da die Probe gleichmäßig rotiert, werden sehr viele Kriställchen optimal bestrahlt. Nach der Entwicklung der Aufnahme erkennt man für jede Gitterebene einen Kreis. Aus den Abständen der Kreise läßt sich mit Hilfe der BRAGGschen Gleichung über den Beugungswinkel die Abstände d der einzelnen Netzebenen berechnen und somit auf den Kristallgittertyp schließen. Dieses Verfahren wird sehr häufig in der Metallurgie benutzt, da von diesen Verbindungen keine Einkristalle gezüchtet werden können.



last updated by Dr. Allwissend on 24.08.1997 23:30
© 1997 by Prof. Dr. Gernot Reininger and Prof. Dr. Volker Schubert, University of Paderborn