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Die Ionenbindung


Verbinden sich zwei Atome sehr unterschiedlicher Elektronelativität, so wird das bindende Elektronenpaar stark zum elektronegativeren Bindungspartner hingezogen. Das bindende MO ähnelt dann in Form und Energie einem Orbital dieses elektronegativeren Atoms, In extremen Fällen tritt ein vollständiger Übergang eines Elektrons von einem zum anderen Atom ein. Es bilden sich ein Kation und ein Anion; ein MO mit gemeinsamem Elektronenpaar existiert dann nicht, sondern das Elektron wird von einem Orbital des elektronegativeren Atoms aufgenommen:

Kochsalz

Die bindende Wirkung der Ionen kommt dadurch zustande, daß sie nach allen Seiten elektrostatische Anziehung auf die jeweils entgegengesetzt geladene Ionenart ausüben und sich mit diesen umgeben. Es kommt zur Ausbildung eines Ionenkristalls, Andere z.T. veraltete Bezeichnungen für die Ionenbindung sind heteropolare Bindung, Elektrovalenz, Ionenbeziehung.

Ionenverbindungen werden auch allgemein als Salze bezeichnet. Typische Salzeigenschaften sind hohe Schmelz- und Siedepunkte, Sprödigkeit, Löslichkeit bevorzugt in polaren Lösungsmitteln wie Wasser, elektrische Leitfähigkeit der Lösungen und Schmelzen.


Last Updated by Dr. Allwissend on 25.10.1997 13:30
© 1997 by Prof. Dr. Gernot Reininger and Prof. Dr. Volker Schubert, University of Paderborn