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Die SCHRÖDINGER-Gleichung


Die SCHRÖDINGER ERWIN SCHRÖDINGER
1887-1961


BOHR führte postularisch die Quantenbedingungen (ganzzahlige Quantenzahlen) ein. Nun ging es darum, einen mathematischen Apparat zu finden, der zum einen die beobachtbaren Phänomene beschreibbar macht und in dem zum andern die ganzzahligen Quantenzahlen als Variable eingehen. Hierzu gibt es in der Mathematik zwei Gebiete:

Für die Einführung der Differentialgleichungen von Schwingungen zur Beschreibung atomarer Systeme ist die de Broglie-Beziehung zwingend notwendig:

Allgemeine Beschreibung von Wellen

Die Abbildung zeigt eine allgemene Schwingung mit ihren Bezeichnungen.

Die Größe u ist die Elongation (Auslenkung) und ist im Allgemeinfall sowohl vom Ort x als auch von der Zeit t abhängig. Der Maximalwert der Elongation heiß Amplitude A.

Harmonische Schwingungen sind solche, die in Systemen auftreten, für die das HOOKsche Gesetz gilt:

Schwingungen in elastischen Systemen pflanzen sich räumlich fort (v=Fortpflanzungsgeschwindigkeit). Die Elongation u ist deshalb eine Funktion des Ortes und der Zeit.

eindimensionaler Fall: u=u(x,t)
zweidimensionaler Fall: u=u(x,y,t)
dreidimensionaler Fall: u=u(x,y,z,t)


Harmonische Wellen können mathematisch mittels der Schwingungsgleichung beschrieben werden. Im eindimensionalen Fall gilt:

"Lösungen" dieser Differentialgleichung sind alle Funktionen u(x,t), die die Differentialgleichung erüllen. Z.B. ist

eine solche Lösung. Sie stellt die Gleichung einer harmonischen Welle mit der Amplitude A, der Kreisfrequenz und der Fortpflanzungsgeschwindigkeit v dar.

Für Schwingungen von zweidimensionalen Systemen (Flächenwellen) gilt entsprechend für die zwei Ortskoordinaten x, y;

und für die dreidimensionalen Systeme (Raumwellen, Kugelwellen):