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Übung 5: Chemische Energetik und Gleichgewichte


5.1 Was versteht man unter den Begriffen: offenes System, geschlossenes System, abgeschlossenes System? Wodurch unterscheidet sich eine reversible Zustandsänderung von einer irreversiblen Zustandsänderung?

5.2 Was ist das Kennzeichen von Zustandsfunktionen? Warum ist die Arbeit W keine Zustandsfunktion?

5.3 Welche Atrbeit leistet ein System (1 mol ideales Gas, 0 oC, 1013 mbar), wenn es
a)isotherm
b) isobar
c) adiabatisch [p•Vx =konst.; x = 1,33]
auf das Doppelte seines ursprünglichen Volumens expandiert? Weche Temperaturen hat das System im Fall b) und c) nach der Zustandsänderung?

5.4 Ammoniumnitrat zerfällt beim Erhitzen nach:
NH4NO3 (f) Gleichgewicht N2O (g) + 2 H2O (fl)
Berechnen Sie die Standardreaktionsenthalpie.


Tabelle 1

5.5 deltaH und deltaU sollen für folgende Reaktion berechnet werden:
OF2 (g) + H2O (g) Pfeil O2 (g) + 2 HF (g)

Tabelle 2

5.6 Wie groß ist die Dissoziationswärme von H2O (g) für den Prozeß H2O Pfeil 2H + O , wenn die Dissoziationswärmen für H2 = 436 kJ/mol, für O 2 = 494 kJ/mol und die Bildungswärme von H2O (g) = -242 kJ/mol betragen?

5.7 Zu berechnen ist die molare Standardbildungsenthalpie für ZnCl2, wenn beim Auflösen von Zink in HCl(aq) 143,1 kJ/mol frei werden. Die Bildungsenthalpie von HCl(aq) aus H2, Cl2 und Wasser beträgt -168,4 kJ/mol, während die Lösungswärme von Zinkchlorid in Wasser zu -65,3 kJ/mol gemessen wurde.

5.8 CH3COOH + C2H5OH Gleichgewicht CH3COOC2H5 + H2O
Wieviel Ester ist im Gleichgewicht vorhanden, wenn man von 1 mol Ester, 10 mol Wasser und 1 mol Alkohol ausgeht (K = 4)

5.9 2 mol Ethanol und 3 mol Essigsäure werden zur Umsetzung gebracht. Geben Sie an, wieviel Ethanol im Gleichgewicht vorliegt und welcher Ethanolanteil nicht umgesetzt wurde.

5.10 Aus Eisessig und Ethanol soll Essigsäureethylester mit 90%iger Ausbeute hergestellt werden. Wieviel Alkohol muß pro mol Essigsäure zugesetzt werden?

5.11 Beim Erhitzen von 2,92 mol I2 und 8,1 mol H2 auf 448 °C liegen nach Einstellung des Gleichgewichtes 5,64 mol HI vor. Berechnen Sie die Gleichgewichtskonstante. Berechnen Sie - unter Verwendung der ermittelten Konstanten - den Anteil. der beim Erhitzen von HI auf 448 oC in I2 und H2 zerfällt.

5.12 Bei 100 oC beträgt die Gleichgewichtskonstante der Reaktion CO (g) + Cl2 (g) Gleichgewicht COCl2   4,75÷109 l/mol. 1 mol COCl2 werden in ein 1 l-Gefäß gebracht und auf 100 oC erwärmt. Berechnen Sie die CO-Konzentration nach Einstellung des Gleichgewichtes.

5.13 Die Löslichkeit von AgCl beträgt 1.435 mg/l. Gesucht ist das Löslichkeitsprodukt des Salzes und seine Löslichkeit in einer NaCl-Lösung der Konzentration c = 0,1 mol/l.

5.14 Wieviel SrF2 löst sich in 150 ml NaF-Lösung (c = 0,3 mol/l)?
L(SrF2) = 7,9 ÷ 10-10 mol3 / l3

5.15 Ein Bariumsulfatniederschlag wird mit 100 ml Wasser von 25 oC gewaschen. Das Löslichkeitsprodukt L(BaSO4) beträgt 1,08 • 10-10 (mol/l)2 . Wie groß ist die Masse an Bariumsulfat, die vom Waschwasser gelöst wird? (Es wird angenommen, daß sich das Wachwasser mit Bariumsulfat absättigt)

5.16 1 l wässrige Jodlösung enthält 100 mg I2 . Die Lösung wird zweimal mit je 50 ml CCl4 ausgeschüttelt. Wieviel Jod bleibt in der wässrigen Phase? K = [I2]Wasser/ [I2]Tetrachlorkohlenstoff = 0,0125.

5.17 20 ml Ameisensäure (c = 0,2 mol/l) werden mit 40 ml Hexanol extrahiert. Nach Trennung der beiden Phasen wird die wässrige Phase mit Natronlauge (c = 0,1 mol/l) titriert. Verbrauch: 21 ml - Berechnen Sie den Verteilungskoeffizient bei Annahme völliger Unmischbarkeit von Wasser und Hexanol.

5.18 Wie groß sind die Konzentrationen von H3O+ und OH- in Salzsäure mit einer Konzentration von 0,02 mol/l ?

5.19 Berechnen Sie die pH-Werte von Essigsäure (pKS = 4,75) und von Fluoressigsäure (pKIS = 2,57) mit einer Konzentration von 0,01 mol/l, jeweils unter der Näherung, daß
a) mittelstarke
b) schwache Säuren
vorliegen.

5.20   Berechnen Sie die pH-Werte einer Pufferlösung, die je 1 mol Essigsäure und 1 mol Na-Acetat in 1 l Lösung enthält. Wie ändern sich die pH-Werte, wenn der Lösung
a) 0,1 mol HCl und
b) 0,1 mol NaOH
zugesetzt werden?


Last Updated by Dr. Allwissend on 01.11.1996 10:34:38.
© 1996 by Prof. Dr. Gernot Reininger and Prof. Dr. Volker Schubert