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Titrimetrie (Maßanalyse)



Inhalt:

Einführung

Die Titrimetrie ist eine Methode zur quantitativen chemischen Analyse. Somit ist das Ziel dieser Methode die Beantwortung der Frage, wieviel von einem gesuchten Stoff in einer Probensubstanz enthalten ist. Weitere Methoden zur Beantwortung dieser Frage sind die Gravimetrie sowie physikalische Methoden .

Das Analysenprinzip der Titrimetrie besteht in der auf der Messung des Volumens einer Reagenzlösung bekannter Konzentration (Maßlösung) Von der Maßlösung wird wird soviel der Analysenlösung (Probelösung) zugesetzt, wie für die chemische Umsetzung der eingesetzten Probesubstanz gerade erforderlich ist (Äquivalenzpunkt).

Aus der Konzentration der Maßlösung und dem Volumen, das zum Erreichen des Äquivalenzpunktes (theoretischer Endpunkt) benötigt wird, läßt sich dann die Menge des gesuchten Stoffes berechnen.

Titrimetrische Bestimmungen können nur sinnvoll durchgeführt werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:


Titrationsmethoden

Je nach Vorgehensweise bei einer Titration werden folgende Unterscheidungen getroffen:


Geräte zur Volumenmessung

Die zur Maßanalyse verwendeten Volumenmeßgeräte sind im Allgemeinen aus Glas, manchmal auch aus Kunststoff.
Da man bei maßanalytischen Arbeiten unterschiedliche Flüßigkeitsmengen abmessen muß, benötigt man Geräte in verschiedenen Größen und verschiedener Gestalt. Je nach Verwendungszweck benutzt man hauptsächlich vier Arten: Die Gefäße tragen Markierungen bzw. Graduierungen aus Email- oder Diffusionsfarben, die dauerhaft mit der Glasoberfläche verbunden und chemisch resistent sind.

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von Meßgeräten:

Auf Einguß (In) justierte Geräte
Bei einem auf Einguß justiertem Gerät begrenzt die Marke genau das abzumessende Volumen. Nach dem Auffüllen bis zur Marke ist ein definiertes Volumen in dem Gefäß enthalten. Gießt man die Flüßigkeit aus, so bleibt immer ein Rest an der Gefäßwandung haften. Die vollständige Entnahme des abgemessenen Volumens ist darum nicht möglich.
Auf Ablauf (Ex) justierte Geräte
Ein auf Ablauf justiertes Gerät gestattet die Entnahme eines definierten Volumens. Der Raum zwischen den Marken (oder einer Marke und der Ablaufspitze) ist größer als das abzumessende Volumen. Das zusätzliche Volumen berücksichtigt exakt die Menge, das in der Auslaufspitze hängen bleibt.
Hinweise zur Säuberung von Glasgeräten




Autoren: Jerome König, Bela Kovac und Björn Struckmeier (05.05.1997).


Last Updated by Dr. Allwissend on 07.06.1997, 15:15
© 1997 by Prof. Dr. Gernot Reininger and Prof. Dr. Volker Schubert, University of Paderborn