Helga Fanderl

„Film1“:
Kirchplatz, Blaues Haus, See, Gramercy Park, Méschoui, Heftige Quellen (1986-1992)


D 2004
12 min
Farbe
stumm
Super 8 auf 16mm

„Feuer und Rauch im Spiegelbild eines Sees: Kinder und Frauen, die eine Steintreppe hochgehen und Blumentöpfe durch ein Kirchportal tragen: ein braunes Pferd, das auf einer engen Koppel hin- und herspringt: die Gegenstände, die Helga Fanderl filmt, sind elementar. Sie tastet mit der Kamera eine Mauer oder Schrebergärten ab: sie verfolgt Schmetterlinge in einem Blumenfeld: sie sammelt Straßenereignisse in einer Stadt. Die Realität ist ihr Stoff, den ihr Blick durch den Sucher, ihr Gefühl für den Rhythmus und ihre Imagination in etwas anderes verwandeln: Sie gestaltet in ihren Film ihre Bilder von der Welt. Dabei lässt sie den Dingen ihre eigene Qualität und findet für sie eine adäquate Form der Darstellung. Ihre Zeitökonomie ist ungewöhnlich und sie wirkt mühelos.“
(Kaspar König in: Bernhard Uske (Hg.): Film, Beyerle, Bott, Britenstein, Fanderl, Kels, Krüger, Zehetner. Frankfurt am Main: Uske, 1998, S. 88-94.)

Link
www.helgafanderl.com