Claudia Schillinger

Between

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BRD 1989
10 min
Farbe
Lichtton
16mm
Regie, Drehbuch, Schnitt: Claudia Schillinger
Kamera: Kerstin Scholz



 
 
 
 
 
 
 
 
 
“Between” ist ein erster Versuch sexuelle Phantasien zu zeigen und ihnen eines spezifische filmische Form zu geben. Das Sexuelle ereignet sich hier zwischen Atmosphäre und
Imagination, sowie zwischen weiblichen und männlichen Geschlechtshaltungen.
Filmwinter 96.

Ein Sommernachmittag voller Tagträume. Sexuelle Fantasien verkörpern sich in schwarzweißen Bildern androgyner Körper. Die Grenze zwischen Bildern der Realität und Wunschbildern wird durchlässig, das Geschlecht wird spielerischen Verwandlungen unterzogen. »Between« setzt auf lustvolle Fragmentierung des Körpers, surreale Szenenfolge und eine ambivalente Symbolik. Die Lust an einer eigenwilligen Inszenierung des Körpers dominierte den Zeitgeist der 80er Jahre. Die Artikulation eines wilden »Begehrens« – um einen zentralen Begriff der ästhetischen wie feministischen Diskussion der 80er Jahre aufzugreifen – schlug sich auch in Filmen nieder, die in der Folge von z.B. Maya Derens Filmen der 40er Jahre eine andere weibliche Sicht formulierten. Rudolf Frieling


Dreams of a Virgin

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BRD 1986
13,5 min
Farbe
Lichtton
16mm



 
 
 
 
 
 
 
 
 
“Dreams of a Virgin” erzählt vom Wunsch polarisierte weibliche Rollenklischees zu verschmelzen, um dadurch eins zu werden.
Durch Standbilder, Zeitlupenvideo und Doppelbelichtungen ergibt sich ein eigentümlich trennender Effekt: Berührung und Verschmelzung, die durch das Filmmaterial geschieht, zeigt die ersehnte Einheit als heterogene Mischung. Wie Wasser und Öl bleiben die Elemente getrennt. Das Geschlecht, das nicht eins ist, erlebt sich hier als solches erst im bewußten Akt des Spiegelns, in dem Rahmung und Fragmentierung als lustvolles Mittel angeeignet wird.
Filmwinter 96.

Link:
http://mfj-online.org/journalPages/MFJ30,31/MHoolboomFemme.html